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Vollständiger Bericht

Kapitel einzeln

Möglich machen

Auf dem Weg zur digitalen

Stadt

Zero Emission City, Smart Home, Big Data – Städte und Gemeinden gestalten die Digitalisierung entscheidend mit. Und die Stadtwerke bauen die Infrastrukturen für die digitalen Services der Zukunft. Etwa durch den Ausbau von Glasfasern als Pulsadern der Digitalisierung. Oder durch neue Techniken an den Hotspots für die Industrie 4.0 – zum Beispiel im entstehenden Heidelberg Innovation Park.

Dr. André H.R. Domin
Geschäftsführer Technologieförderung Heidelberg, künftiger Betreiber des BDC OE und damit erster Bauherr im Heidelberg Innovation Park

Unter dem Stichwort Digitales Heidelberg hat sich die Stadt auf die Agenda gesetzt, ein Vorreiter bei der Digitalisierung zu werden. Ihr Ziel ist es, die hohe Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger noch weiter zu verbessern. Die Stadtwerke Heidelberg sind dabei ein wichtiger Partner. Als Infrastruktur-Dienstleister für die Stadt verfügen sie über die richtigen Leitungen, Anlagen und Prozesse, um die Grundversorgung für Daten auf- und auszubauen.

Digital-Agentur als Kooperation zwischen Stadt und Stadtwerken

Um die Digitalisierung in Heidelberg voranzubringen, setzt die Stadt Heidelberg auf ihre Stadtwerke. Gemeinsam haben die beiden Partner im Jahr 2018 eine Digital-Agentur gegründet – eine übergreifende Entwicklungsgesellschaft für Fragen der Digitalisierung in der Stadt Heidelberg. Aufgabe dieser Gesellschaft ist es, geeignete Digital-Strategien für eine intelligente Stadtentwicklung in den Bereichen Verwaltung, Gesellschaft, Sicherheit, Tourismus, Bildung, Energie und Umwelt zu entwickeln. Zudem konzipiert sie geeignete Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Digital-Agentur Heidelberg verfolgt einen umfassenden und integrierten Ansatz zur digitalen Transformation und koordiniert alle Partner bei der Umsetzung.

Schnelles Internet für alle

Glasfaserleitungen sind die Pulsadern der Digitalisierung. Selbst größte Datenmengen können damit in Sekundenschnelle verschickt werden. Verlegt werden sollen diese Leitungen von den Stadtwerken Heidelberg Netze. In Neubaugebieten, wie in Heidelbergs Passiv­haus-Stadtteil Bahnstadt sowie auf den Konversionsflächen, werden schon jetzt flächendeckend Glasfasernetze ausgebaut. Dafür verlegen die Stadtwerke Heidelberg Netze bei der Erschließung mit Strom, Wasser, Wärme und Kälte direkt unbeleuchtete Glasfaserleitungen mit. Diese sogenannten Dark Fiber stehen dann privaten Telekommunikations-Unternehmen zur Verfügung, um sie mit aktiven Komponenten zu beleuchten – und den Kunden damit alle Service-Pakete rund um High-Speed-Internet anbieten zu können.

Um den Ausbau auch bei bestehenden Gebäuden zu erleichtern, ist das Verlegen von Leerrohren bei Leitungsarbeiten gängige Praxis in Heidelberg. So werden Synergien genutzt: Verlegen die Stadtwerke Heidelberg vorsorglich Leerrohre mit, reduzieren sich die Kosten für den Breitbandausbau deutlich. Denn 80 Prozent der Kosten gehen auf Tiefbauarbeiten und die Wiederherstellung der Oberfläche zurück. In Abstimmung mit den Anwohnern und in Kooperation mit Telekommunikations-Unternehmen übernimmt der Versorger im weiteren Verlauf den sukzessiven Glasfaserausbau in den Leerrohren.

Schnell wie Licht

Schnell
wie Licht

Dark Fiber-Netz – die Pulsadern der Digitalisierung – in allen Neubaugebieten und auf Konversionsflächen

Aktuell sind rund 88 Prozent der Haushalte in Heidelberg schon an schnelles Internet angebunden. Auch die übrigen Gebiete werden bald damit versorgt. Denn 2017 wurde ein Förderantrag der Stadt Heidelberg zum Breitbandausbau bewilligt. Auch dieses Projekt begleiten die Stadtwerke Heidelberg als beratender Partner.

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Auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks ensteht der Heidelberg Innovation Park (HIP). Dort ­realisieren die Stadtwerke Heidelberg eine zukunftsorientierte Infrastruktur für Unternehmen der Industrie 4.0. Die Technik der Zukunft haben die Stadtwerke Heidelberg per ­Augmented ­Reality-Modell visualisiert – einem ­realen Modell, das virtuell ­Informationen einspielt.

Vorzeigestadtteil in der Vorzeigestadt

Auf den Flächen der ehemaligen Patton Barracks bzw. des künftigen Heidelberg Innovation Parks, kurz HIP, entsteht ein digitaler Vorzeigestadtteil – ein urbaner, innovativer Standort für Unternehmen aus der Digitalwirtschaft und der Industrie 4.0. In einer kreativen Atmosphäre und in Kooperationen zwischen Industrie, Forschung und Wirtschaft sollen hier frische Ideen entstehen und zu innovativen Projekten weiterentwickelt werden. Die Stadtwerke Heidelberg realisieren dazu eine zukunftsorientierte Infrastruktur: Smart Metering, Photovoltaik, Energiespeicher, Kälte aus Wärme, Kommunikation via Glasfaser sowie intelligente Beleuchtung mit Lademöglichkeiten für Elektromobile und WLAN-Netzen werden neue Formen des Energie- und Datenmanagements ermöglichen und Innovationen fördern.

Hotspot in Heidelberg

Hotspot
in Heidelberg

Zukunftsorientierte
Infrastruktur für die
Industrie 4.0
im HIP

Digitalisierung für mehr Effizienz und Kundennähe

Auch unternehmensintern werden immer mehr Abläufe bei den Stadtwerken Heidelberg durch digitale Lösungen unterstützt: Die technischen Arbeiten werden über ein betriebliches Informationssystem gesteuert, Dokumente über ein Dokumentenmanagementsystem verwaltet. Im Personalmanagement wurden 2017 neue IT-Tools aufgesetzt, unter anderem eine eLearning-Plattform sowie ein Programm, um bei neuem Stellenbedarf die vorhandenen Kapazitäten elektronisch per Suchprofil abzugleichen.

Service rund um die Uhr

Service
rund um
die Uhr

Möglich durch soziale Kanäle
und digitale Tools

Einen Schwerpunkt legen die Stadtwerke Heidelberg außerdem auf den Ausbau der digitalen Kommunikation. Damit tragen sie den Erwartungen von Kunden und Öffentlichkeit Rechnung, flexibel jederzeit und von jedem Ort aus ihre Anliegen erledigen, sich informieren und mit dem Unternehmen in Kontakt treten zu können. Möglich wird das über verschiedene Kanäle in den Sozialen Medien, wie Twitter und Facebook, Xing oder Youtube, über die Unternehmens-App »für dich« sowie über diverse Services, die auf der Homepage angeboten werden. Dort können Wasser­analysen für jedes Haus in Heidelberg abgerufen oder auch die Verfügbarkeit von Fernwärme hausnummerngenau geprüft werden. Zudem sind ein umfassendes Online-Kundenportal sowie ein Online-Produkt in Vorbereitung. Ihr Launch war für 2017 geplant, hat sich wegen interner Veränderungen aber auf das Jahr 2018 verschoben.

Top-Thema Datensicherheit

Digitalisierung bietet viele Chancen. Und diese Chancen wollen wir nutzen. Risiken mag es auch geben, aber wir beugen ihnen aktiv vor: In 2017 haben wir intensiv an der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung gearbeitet, die im Mai 2018 in Kraft trat. Parallel wurde ein IT-Sicherheits-Projekt aufgesetzt, dessen Ziel die Zertifizierung nach dem Information Security Management System – kurz ISMS – ist. Denn eine wichtige Säule unserer Verantwortung gegenüber unseren Kunden sowie der Stadt und der Region, in der wir leben und arbeiten, ist der Schutz der Daten zu ihrer Versorgung.