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Unser Nachhaltigkeitsansatz

Warum uns Nachhaltigkeit wichtig ist: Der Schutz natürlicher Ressourcen, eine lebendige, starke Gemeinschaft sowie eine flexible und leistungsfähige Wirtschaft haben aus unserer Sicht nicht nur einen Eigenwert, sondern sind auch die Basis für unseren langfristigen Unternehmenserfolg. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die Anforderungen in Bezug auf nachhaltiges Handeln an öffentliche Unternehmen hoch sind. Unser Engagement für Nachhaltigkeit trägt also dazu bei, weitestmöglich im Einklang mit den Erwartungen unserer Stakeholder zu stehen. Das hilft uns gleichzeitig, erfolgreich im Wettbewerb zu sein.

Leitplanken unseres Handelns

Die Bandbreite unserer Tätigkeiten ist groß – sie reicht von der Erzeugung und Lieferung von Energie über die Versorgung mit Trinkwasser sowie die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung unserer Versorgungsinfrastrukturen bis hin zum Betrieb der Bäder, Garagen und Bergbahnen. All diese Tätigkeiten haben Auswirkungen auf unser Umfeld. Um die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen zu priorisieren, haben wir eine erste doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und dazu unsere internen Stakeholder nach den Chancen und Risiken in den Nachhaltigkeitsfeldern der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU befragt.

Das Ergebnis: Für unser Kerngeschäft, die Energie- und Wasserversorgung, aber auch für unsere Service-Gesellschaften ist der Klimaschutz unser wichtigstes Nachhaltigkeitsthema, gefolgt von unserer Verantwortung für unsere Beschäftigten und für unsere Kunden und Kundinnen. In allen technischen Bereichen spielen außerdem die Minderung der Einträge in unsere Umwelt sowie Ressourceneffizienz eine Rolle. Als Unternehmen aus der Region für die Region übernehmen wir auch immer wieder Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten, und zwar durch die Unterstützung ausgewählter Umwelt-, Sport-, Bildungs- und Kulturinitiativen.

Nachhaltigkeit mit System

Über ineinandergreifende Managementsysteme und Organisationsstrukturen verankern wir die verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte in unserem Unternehmen. Mit diesen Strukturen stellen wir sicher, dass Klima- und Umweltschutzaspekte bei unseren Tätigkeiten Berücksichtigung finden:

Klimaschutz ist unser oberstes Nachhaltigkeitsziel
Klimaschutz ist unser oberstes Nachhaltigkeitsziel.
  • Unsere Energiekonzeption 2030, erstmals veröffentlicht im Jahr 2011, definiert unsere Klimaschutzziele und -maßnahmen. Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt investieren wir in eine zukunftsfähige Energieversorgung. Viele Zwischenziele haben wir schon erreicht, die weiteren Ziele sind inzwischen im kommunalen Wärmeplan der Stadt Heidelberg integriert, in den wir sie aktiv eingebracht haben. Dabei stehen wir im Dialog mit vielen Partnern und bieten in Online- und Präsenzveranstaltungen den offenen Austausch an – aktuell vor allem zum Ausbau unseres Fernwärmenetzes. Unsere Energiekonzeption 2030 umfasst auch die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen für den Klimaschutz und die Energieeffizienz, mit denen wir unsere Kundinnen und Kunden als Partner in der Energiewende gewinnen.
  • Im Jahr 1995 haben wir als eines der ersten Unternehmen der Versorgungsbranche ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung aufgebaut. Dieses System stellt seither sicher, dass wir auch in unseren betrieblichen Abläufen Klimaschutz, Emissionsminderung, Ressourceneffizienz sowie Artenvielfalt beachten. Seit 1995 veröffentlichen wir jährlich eine Umwelterklärung über unsere Fortschritte und lassen unser Umweltmanagementsystem regelmäßig extern prüfen. Im Jahr 2025 konnten wir auf 30 Jahre mit EMAS zurückblicken, und im Dezember haben wir das Rezertifizierungsaudit erneut bestanden. Das neue Zertifikat gilt wieder für drei Jahre. Die Stadtwerke Heidelberg Bäder beteiligen sich zudem seit 15 Jahren am städtischen Projekt Nachhaltiges Wirtschaften und werden auch hier extern begutachtet.
  • Seit 2020 führen wir ein regelmäßig geprüftes Energiemanagementsystem nach der Norm DIN EN ISO 50001 fort. Im November 2025 wurde das jährliche Überwachungsaudit abgeschlossen und die Gültigkeit des Zertifikats für ein weiteres Jahr bestätigt.
  • Weitere Managementsysteme stellen die Regelkonformität und Corporate Governance sicher. Ergänzend haben wir verschiedene Beauftragtenfunktionen im Unternehmen etabliert, die für eine Berücksichtigung weiterer Nachhaltigkeitsaspekte sorgen: eine Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz mit drei Gleichstellungsbeauftragten, einen Beauftragten für Schwerbehinderte, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), ein Arbeitsschutzteam sowie dezentrale Sicherheits- und Datenschutzbeauftragte.

Unsere Leitbilder rund um Nachhaltigkeit

  • Energiekonzeption 2030 und kommunaler Wärmeplan
  • Umweltleitlinien
  • Energiemanagement-Leitlinien
  • Anti-Korruptionsrichtlinie
  • Datenschutz-Richtlinie
  • Richtlinien zum Informationssicherheitsmanagement (ISMS)
  • Gleichstellungsgrundsätze

Nachhaltigkeitsziele und -kennzahlen

Seit Veröffentlichung der ersten EMAS-Umwelterklärung vor 30 Jahren erheben wir jährlich Kennzahlen zum Umweltschutz und ergänzend seit 16 Jahren auch zu wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten. Die Nachhaltigkeitskennzahlen leiten sich aus unseren Zielen ab, die wir unter anderem in der Energiekonzeption 2030 festgelegt haben. Zudem berücksichtigen wir die Anforderungen, die im Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie in der Matrix der Gemeinwohl-Ökonomie aufgelistet sind.

Unsere prioritären Nachhaltigkeitsziele als Energieunternehmen beziehen sich auf eine klimaschonende Energieversorgung. Insbesondere über die Fortschritte bei der Umsetzung der Energiekonzeption 2030 und des kommunalen Wärmeplans der Stadt Heidelberg berichtet die Geschäftsführung im Aufsichtsrat an die Vertretungen von Gemeinderat und Stadt sowie Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen.

Die Entwicklung der Kennzahlen erfassen wir jährlich bei der Erstellung des integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts. Die Kennzahlen werden aus allen Unternehmensbereichen zusammengeführt und von der Geschäftsführung als oberster verantwortlicher Stelle für Nachhaltigkeit bewertet. In den Berichten zeigen wir, wo wir Optimierungsbedarf sehen und welche Maßnahmen geeignet sind, um noch besser zu werden. So informieren wir die interessierte Öffentlichkeit, wie wir uns entwickelt haben und wo wir heute stehen.

Unsere Bilanzergebnisse werden durch die Verluste aus den Service-Bereichen wie ÖPNV und Bäder sowie durch die positiven Ergebnisse aus der Energieversorgung bestimmt.
Unsere Bilanzergebnisse werden durch die Verluste aus den Service-Bereichen wie ÖPNV und Bäder sowie durch die positiven Ergebnisse aus der Energieversorgung bestimmt.

Beschäftigte an Nachhaltigkeitsansatz beteiligen

Alle Beschäftigten der Stadtwerke Heidelberg haben die Möglichkeit, über das betriebliche Vorschlagswesen Ideen für mehr Nachhaltigkeit einzureichen. Vorschläge mit ökologischem oder sozialem Mehrwert erhalten Bonuspunkte.

Die wichtigsten Nachhaltigkeitsziele aus dem Umweltmanagement, dem Energiemanagement sowie der Energiekonzeption 2030 spiegeln sich zudem in den Zielvereinbarungen der zuständigen Führungskräfte wider und sind somit auch monetär wirksam. In jährlichen Mitarbeitergesprächen wird die Umsetzung dieser Ziele überprüft. Über die Mitarbeitergespräche werden die Ziele auch auf weitere Ebenen heruntergebrochen.

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