Für Ausflüge mit Weitblick und Geschichte. Die Heidelberger Straßen- und Bergbahn (HSB) übernimmt Aufgaben im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), und als Betriebsführer der Bergbahnen ist sie für eine der größten Tourismusattraktionen in Heidelberg zuständig.

Öffentlicher Personennahverkehr
Der ÖPNV ist eine entscheidende Stellschraube beim Klimaschutz in Heidelberg. Unsere Gesellschaft Heidelberger Straßen- und Bergbahn (HSB) hat verschiedene Rollen im ÖPNV inne: Als Eigentümer der Straßenbahn-Infrastruktur kümmert sie sich um die Finanzierung und das Fördermittel-Management sowie um das Controlling bei Bauprojekten in diesem Aufgabenbereich. Die Gesellschaft übernimmt auch einen Großteil der Verluste aus dem Betrieb von Bussen und Bahnen in Heidelberg. Außerdem wirkt sie für die Stadt in einer Koordinationsstelle zur Abstimmung zwischen städtischen Ämtern und der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) mit.
Die rnv ist für den Fahrbetrieb zuständig. Im Jahr 2005 wurde sie von fünf kommunalen Verkehrsunternehmen gegründet, zu denen auch die HSB gehörte. Damals überließen wir der rnv die HSB-Beschäftigten für den operativen Betrieb.
Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeiten im ÖPNV lag im Jahr 2025 weiterhin auf der Großmaßnahme Ausbau der Dossenheimer Landstraße. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Stadt Heidelberg, der rnv und der HSB, den Stadtwerken Heidelberg sowie weiterer Partner startete im März 2024 und hat zum Ziel, den ÖPNV noch attraktiver, leistungsfähiger und sicherer zu gestalten.
In unserem Auftrag werden dazu Gleis- und Fahrleitungen erneuert und zwei Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Seit Dezember 2025 finden die Arbeiten planmäßig im nördlichen Bereich der Straße statt. Abgeschlossen werden sollen sie im Herbst 2026. Die rnv hat für die Dauer der Baumaßnahmen zusätzliche Fahrangebote auf der Straßenbahnlinie 25 nach Dossenheim eingeführt. Die Kosten dafür übernimmt die HSB.
Im Jahr 2025 begann an der Montpellierbrücke südwestlich von Heidelberg-Weststadt eine weitere große Baumaßnahme der Stadt Heidelberg. Die Brücke hatte Mängel im Ober- und Unterbau aufgewiesen und wurde umfassend saniert, um auch künftige Anforderungen erfüllen zu können. Im Auftrag der HSB wurden in diesem Zuge die Straßenbahngleise erneuert. Außerdem wurde die Haltestelle auf der Brücke barrierefrei ausgebaut. Die Arbeiten liefen im Jahr 2026 noch weiter.
Investitionen, Umsatz und Ergebnis
Die Ausgaben der HSB gehen überwiegend auf die Baumaßnahmen für die Straßenbahn-Infrastruktur zurück. Insgesamt betrugen die Investitionen im Jahr 2025 10,9 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 11,7 Millionen Euro.

Heidelberger Bergbahnen
Die Heidelberger Bergbahnen gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Heidelberg. Seit 2004 ist die obere Bergbahn im Denkmalbuch des Landes als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung eingetragen. Beide Bahnen, die moderne untere und die historische obere, fahren zu 100 Prozent mit Ökostrom.
Nur alle 30 Jahre: Beide Bergbahnen zur Generalüberholung in der Schweiz
Große Revision für beide Bahnen
Jährlich werden die Bergbahnen einer sicherheitstechnischen Prüfung gemäß den Anforderungen für Seilbahnen unterzogen. Im Jahr 2025 fand zwischen dem 7. Januar und dem 28. März 2025 die sogenannte große Revision statt. Dazu wurden die Fahrwerke beider Bahnen von der Karosserie getrennt und für eine Generalüberholung und Überprüfung zur Herstellerfirma in die Schweiz transportiert. Für die untere Bahn ist die große Revision alle sechs Jahre vorgeschrieben, für die obere, historische Bahn alle zehn Jahre.
Dass die Wagen der unteren und oberen Bahn gleichzeitig in die Schweiz gebracht werden, kommt aufgrund der unterschiedlichen Prüfzyklen nur alle 30 Jahre vor. Die Prüfungen waren erfolgreich, und die Bahnen konnten wie geplant am 29. März 2025 ihren Betrieb wieder aufnehmen.
Führungen am Tag des offenen Denkmals
Am 14. September 2025, dem Tag des offenen Denkmals, haben wir Führungen an den Heidelberger Bergbahnen angeboten und an den Stationen entlang der Fahrstrecke zum Königstuhl Einblicke in die Geschichte der Bergbahnen und ihre Technik gegeben.

Nächste Planungen
Auch bei der Bergbahn stehen kontinuierlich Modernisierungen an. So wurde Anfang 2026 ein neuer Frequenzumrichter eingebaut – ein Bauteil, das den Strom in die passende Frequenz für den Maschinenantrieb umwandelt.
Im neuen Geschäftsjahr ist zudem geplant, das Kassen- und Zugangssystem zu modernisieren. Unter anderem werden Online-Tickets buchbar sein. Außerdem soll der aktuelle Zugang über die Drehkreuze neu gestaltet und mit hochleistungsfähigen Ticketlesern ausgestattet werden. Mit diesen Maßnahmen wollen wir sicherstellen, dass die Prozesse insbesondere an der Talstation in der Heidelberger Altstadt für die zwei Millionen Gäste pro Jahr so zügig und reibungsfrei wie möglich laufen.
Fördermittel vom Land für die Brückensanierung und das neue Zugangssystem erhalten
Im Laufe des Jahres 2027 stehen darüber hinaus umfangreiche Erneuerungen an Brücken an, die über die Bergbahngleise führen. Im Jahr 2025 haben wir für die Stadtbetriebe Heidelberg im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2026 des Landes Baden-Württemberg einen Förderantrag für die Brückensanierung sowie die Modernisierung des Zugangssystems gestellt. Ende Februar 2026 hat dieser Eigenbetrieb der Stadt einen positiven Förderbescheid erhalten.
Entwicklung der Gästezahlen
Die Anzahl der verkauften Fahrausweise sowie der Fahrgäste lag trotz der nahezu dreimonatigen großen Revision auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Die Ticketzahl ging noch weniger zurück als die Gästezahl, weil die Tickets während der Stillstandzeiten auch für die Busse galten; Gäste, die die Busse nutzten, wurden dagegen nicht als Bergbahn-Fahrgäste gezählt. Die Erlöse für die Tickets schlagen bei den Stadtbetrieben Heidelberg zu Buche, in deren Auftrag die HSB den Betrieb führt.

| Anzahl Kunden | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Fahrausweise | 1.261.099 | 1.274.033 | 1.223.299 |
| Fahrgäste | 1.975.864 | 2.001.228 | 2.101.511 |