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Umweltschutz im Alltag

Seit 1995 bilanzieren wir in unserem Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung jährlich unsere Umweltwirkungen, schreiben ein systematisches Umweltprogramm mit Zielen und Maßnahmen fort und führen regelmäßig eine Umweltbetriebsprüfung durch. Ein unabhängiger Gutachter validiert die Ergebnisse. Jährlich veröffentlichen wir eine Umwelterklärung auf unserer Homepage.

Im Jahr 2025 konnten wir auf 30 Jahre extern geprüftes EMAS-Umweltmanagementsystem zurückblicken.
Im Jahr 2025 konnten wir auf 30 Jahre extern geprüftes EMAS-Umweltmanagementsystem zurückblicken.
Umweltwirkungen durch Eigenverbrauch inklusive Dienstleistungen 2025 2024 2023
Materialeffizienz (kg)
Gefahrstoffe96.14856.60752.366
Energieeffizienz (MWh)1
Strom-Eigenerzeugung73.82878.70262.161
Strom-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien36.31148.37445.355
Wärme-Eigenerzeugung2190.132195.440168.108
Wärme-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien77.524103.05799.357
Gesamt-Energieverbrauch (Strom, Fernwärme, Gas, Kälte) (MWh)3221.421206.595171.591
Treibstoffe (MWh)1.2721.2831.255
Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Stromverbrauch (%)4555467
Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Wärmeverbrauch (%)242728
Wasser (m³)
Wasserverbrauch142.702139.527128.645
Abfälle (t)1, 5
Abfälle gesamt20.402,231.884,614.471,8
Abfälle zur Verwertung20.232,928.906,314.385,1
Abfälle zur Beseitigung54,569,256,6
Gefährliche Abfälle zur Verwertung45,132,928,2
Gefährliche Abfälle zur Beseitigung69,72.876,32,0
Emissionen (t)6
Gesamtemission Treibhausgase (CO2-Äquivalent)528.06325.24720.418
Sonstige Emissionen in die Luft: CO, NOX, SO2, Staub130,8158,7152,1
Flächenverbrauch in Bezug auf biologische Vielfalt (m²)7
Gesamtflächenverbrauch363.721363.666365.739
Naturnahe Flächen218.233218.200219.443
Versiegelte Flächen145.488145.466146.296

1 | Nicht regional begrenzt

2 | Fernwärme- und Kesselanlagen

3 | Erstmalig 2025 inklusive Kälte

4 | Neue Berechnungsgrundlage bei der gesetzlichen Stromkennzeichnungspflicht seit dem Jahr 2024

5 | Antizyklische Entsorgung

6 | Emissionen aus dem Eigenverbrauch und dem Brennstoffverbrauch zur Eigenerzeugung sowie Schlupf von SF6, F-Gasen und Methan

7 | Ohne Stadtwerke Neckargemünd

Wertschöpfungsstufen und Materialverbrauch

Die Bandbreite der beschafften Materialien ist groß – von Büromaterialien bis hin zu großen Fernwärmeleitungen.
Die Bandbreite der beschafften Materialien ist groß – von Büromaterialien bis hin zu großen Fernwärmeleitungen.

Die Stadtwerke Heidelberg bieten ein breit gefächertes Spektrum an Produkten und Dienstleistungen an – von der Fahrt mit der Bergbahn über den Besuch der Bäder bis hin zu Energieprodukten oder der Bereitstellung von Versorgungsinfrastrukturen. Die Bandbreite der im Unternehmen eingesetzten Materialien reicht von Netzrohren und Betriebsstoffen für Kraftwerke über Substanzen zur Aufbereitung von Beckenwasser in den Schwimmbädern bis hin zu Werkzeugen für die Monteure, Papier in der Verwaltung und Reinigungsmitteln. Für all diese Produkte spezifische Kriterien zur ökologischen oder sozialen Gestaltung der Wertschöpfungskette zu definieren, ist wirtschaftlich nicht leistbar. Um diese Aspekte dennoch in unserem Einkaufsprozess zu verankern, haben wir eine Lieferantenbewertung sowie eine Lieferantenselbstauskunft aufgesetzt.

Dabei werden ebenfalls Informationen über Zertifizierungen für Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Soziales abgefragt. Lieferanten, die Zertifizierungen nachweisen, können bevorzugt beauftragt werden.

Für ausgewählte Produktgruppen haben wir zudem Umweltkriterien definiert. Beim Einkauf von Grünschnitt und Landschaftspflegematerial für das Holz-Heizkraftwerk ist zum Beispiel ein Entfernungsradius von 75 Kilometern in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt. In Ausschreibungen für Druckerzeugnisse fordern wir weitgehend Recyclingpapier, möglichst mit dem Blauen Engel. Alternativ kommen für einige Zwecke FSC-Papiere zum Einsatz. Zudem beauftragen wir ausschließlich klimaneutralen Druck.

Der interne Papierverbrauch sinkt kontinuierlich. Auch der Druck von Informationsmaterialien reduziert sich durch die digitale Kommunikation. Insgesamt lag der Papierverbrauch bei 6,7 (Vorjahr: 7,3) Tonnen, 2019 betrug er noch 11,6 Tonnen.

Gefahrstoffe

Im Jahr 2025 haben wir 96,1 (Vorjahr: 56,5) Tonnen Gefahrstoffe beschafft. Der große Anstieg ist auf die Erstbefüllung einer großen Kältezentrale mit Frostschutzmittel zurückzuführen. Mit 48,6 Tonnen beträgt sein Anteil an der Gesamtsumme 50,6 Prozent. Weitere 42 Prozent der Gefahrstoffe wurden bei den Bädern eingesetzt. Absolut gesehen sank die Menge dort aufgrund technischer Modernisierungen um rund 3,8 Tonnen gegenüber dem Vorjahr.

Energieerzeugung

Unsere Strom-Eigenerzeugung ging von 78.702 im Vorjahr auf 73.828 Megawattstunden zurück, da das Holz-Heizkraftwerk im Jahr 2025 weniger Betriebsstunden aufwies.

Die Strom-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien sank aufgrund des erhöhten Einsatzes der Heizwerke anstelle von Fernwärmelieferungen aus Mannheim sowie der geringeren Betriebszeiten des Holz-Heizkraftwerks von 48.374 auf 36.311 Megawattstunden. Ihr Anteil an der Gesamtstromerzeugung lag bei 49,2 Prozent.

Analog zur Entwicklung bei der Strom-Eigenerzeugung ist die Wärme-Eigenerzeugung von 195.440 auf 190.132 Megawattstunden gesunken. Auch hier war die geringere Anzahl von Betriebsstunden des Holz-Heizkraftwerks ausschlaggebend. Ebenso sank die Wärme-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien: von 103.057 auf 77.524 Megawattstunden. Ihr prozentualer Anteil betrug 40,8 Prozent.

Energieverbrauch

Der Gesamtenergieverbrauch stieg von 206.595 im Vorjahr auf 221.421 Megawattstunden. Maßgeblich wurde er durch die Energieerzeugung bestimmt.

Mit 77 (Vorjahr: 78) Prozent war der Anteil von Bio- und Erdgas daran am größten. Deren absolute Menge hat sich jedoch erhöht, weil unsere Blockheizkraftwerke in der iKWK-Anlage verstärkt im Einsatz waren. Weitere 14 Prozent gingen auf die Heizung der Verwaltungsgebäude zurück; durch den Umzug ins neue Gebäude ist der Anteil auf 14 (Vorjahr: 13) Prozent gestiegen, während der Anteil des Stromverbrauchs von zehn auf acht Prozent sank. Erstmals wurde 2025 auch Kälteverbrauch bilanziert,

der auf die Kühlung in der neuen Hauptverwaltung zurückzuführen ist. Aufgrund des Neuaufbaus der Abrechnung durch den Vermieter können sich hier in den nächsten Jahren noch Abweichungen der in 2025 gewählten Methode ergeben.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Wärmeverbrauch lag mit 24 Prozent in einer vergleichbaren Höhe wie im Vorjahr.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Stromverbrauch hat sich von 54 auf 55 Prozent erhöht und lag somit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.

Treibstoffverbrauch

Der Treibstoffverbrauch im Fuhrpark blieb im Jahr 2025 mit 1.272 (Vorjahr: 1.283) Megawattstunden auf ähnlichem Niveau wie zuvor. Der Anteil von Benzin und Erdgas ging dabei zurück, da erstmals Biodiesel zum Einsatz kam.

Wasserverbrauch und Abwasser

48,0 Prozent des Trinkwasserverbrauchs schlugen im Jahr 2025 für den Betrieb der Schwimmbäder zu Buche. Absolut gesehen lag er in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr. Weitere 18,8 Prozent des Verbrauchs sind auf die Trinkwasseraufbereitung zurückzuführen, wo es unter anderem für die Reinigung von Wasseranlagen oder für Rohrnetzspülungen verwendet wurde.

Der Wasserverbrauch in den Werkstätten und in der Verwaltung des Unternehmens betrug 18.766 (Vorjahr: 10.149) Kubikmeter und hatte damit einen Anteil von 13,2 (Vorjahr: 7,3) Prozent am Trinkwasserverbrauch. Hintergrund waren Spülungen der Trinkwasserinstallation in der neuen Hauptverwaltung.

Insgesamt stieg der Wasserverbrauch mit 142.702 (Vorjahr: 139.527) Kubikmetern gegenüber dem Vorjahr an. Dazu trug vor allem ein erhöhter Verbrauch für Spülungen der Leitungen in unserer neuen Hauptverwaltung während und nach unserem Umzug bei.

Besonders zu behandelnde Abwässer fallen im Bereich der Hallenbäder an. Dort kommen Chlor-Elektrolyse-Anlagen zum Einsatz. Neutralisationsanlagen stellen sicher, dass die Einleitungswerte der städtischen Abwassersatzung eingehalten werden.

Abfälle

Im Jahr 2025 fielen 20.232,9 (Vorjahr: 28.906,3) Tonnen Abfälle zur Verwertung an. Diese Abfallkategorie umfasst 99,2 Prozent des gesamten Abfallaufkommens. Absolut gesehen ist sie gesunken. Insbesondere ging die mengenmäßig weitaus größte Fraktion in dieser Abfallkategorie, der Erdaushub aus Baumaßnahmen, zurück. Ihre Menge hängt von den jeweiligen Maßnahmen ab. Zudem sank der Anteil der drittgrößten Fraktion, der Kesselasche aus dem Holz-Heizkraftwerk, da die Anlage längere Zeit still stand. Die zweitgrößte Fraktion aus dieser Abfallkategorie ist der Bauschutt. Sein Aufkommen hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Hintergrund sind veränderte Zuordnungen durch die Entsorgungsfirma.

Insgesamt fielen 54,5 (Vorjahr: 69,2) Tonnen Abfälle zur Beseitigung an. Mit einem Anteil von 80,0 (Vorjahr: 74,2) Prozent bleibt der Restmüll die größte Fraktion in dieser Abfallkategorie, gefolgt von Dämmmaterialien mit einem Anteil von 16,3 (Vorjahr: 16,2) Prozent. Die Dämmungen stammten aus Verteilerschränken und Kunststoffmantelrohren, die im Zuge von Modernisierungsarbeiten ausgetauscht wurden. Die drittgrößte Abfallmenge mit einem Anteil von 2,0 (Vorjahr: 6,6) Prozent stammte aus der Entleerung von Toiletten auf Baustellen und Außenanlagen.

Die gefährlichen Abfälle zur Verwertung stiegen auf 45,1 (Vorjahr: 32,9) Tonnen. Allein 62,2 (Vorjahr: 8,8) Prozent davon gingen auf Elektroschrott zurück. Hier kommt vor allem die Entsorgung von alten Gaszählern zum Tragen, die beim Umstieg auf Fernwärme oder Wärmepumpen anfallen. Im Jahr 2025 wurden sie antizyklisch entsorgt. Weitere 31,1 (Vorjahr: 33,5) Prozent der Gesamtmenge sind auf Benzin- und Ölabscheiderinhalte zurückzuführen. Mit 3,1 (Vorjahr: 4,2) Prozent umfasste die drittgrößte Fraktion in dieser Kategorie öl- und fetthaltige Betriebsmittel.

Die Menge an gefährlichen Abfällen zur Beseitigung lag bei 69,7 (Vorjahr: 2.876,3) Tonnen. Der hohe Wert im Vorjahr war auf die Kältezentrale am Europaplatz zurückzuführen; hier fiel verschmutztes und zu entsorgendes Kühlerfrostschutzmittel an. Im Jahr 2025 waren 73,0 Prozent der gefährlichen Abfälle asbesthaltige Abrissmaterialien von einer Halle am ENERGIEpark Pfaffengrund, weitere 23,9 Prozent Mineralwolle, und mit 2,7 Prozent Kühlerfrostschutzmittel die drittgrößte Fraktion in dieser Kategorie.

Im Berichtsjahr fielen insgesamt 20.402,2 (Vorjahr: 31.884,6) Tonnen Abfälle an. Der Rückgang ist primär auf den geringeren Erdaushub bei Bautätigkeiten zurückzuführen.

Emissionen

Im Jahr 2025 haben wir die Nordfassade des Heizwerks in Heidelberg-Bergheim begrünt.
Im Jahr 2025 haben wir die Nordfassade des Heizwerks in Heidelberg-Bergheim begrünt.

Der Berechnung der Treibhausgas- und der Schadstoffemissionen liegen die Einsatzmengen verschiedener Energieträger für die Eigenerzeugung in unseren Anlagen sowie der Treibstoffe im Fuhrpark zugrunde. Die Emissionen werden über Emissionsfaktoren aus den eingesetzten Brennstoffen ermittelt. Hinzu kommen Entweichungen von SF6 aus Strom-Schaltanlagen, von Methan aus Gasanlagen und von F-Gasen aus Klima- und Kälteanlagen.

Im Jahr 2025 haben sich die Treibhausgasemissionen auf 28.063 (Vorjahr: 25.247) Tonnen erhöht, da anstelle des Holz-Heizkraftwerks teilweise mit fossilen Energien betriebene Anlagen zum Einsatz kamen.

Die sonstigen Emissionen sind mit 130,8 (Vorjahr: 158,7) Tonnen gesunken, da der Verbrauch an Energieträgern zurückging.

Flächenverbrauch und Artenvielfalt

Unser Flächenverbrauch ist 2025 um 55 auf 363.721 Quadratmeter gestiegen, da die HSB eine kleine Fläche an den Gleisen in Heidelberg-Rohrbach-Süd zur Arrondierung hinzugekauft hat.

60 Prozent unserer Flächen sind unversiegelt und bewachsen. Bis auf eine begründete Ausnahme halten wir die Flächen rund um unsere Anlagen mechanisch frei von Beikräutern. Grundstücke abseits von Wohngebieten werden nur zweimal im Jahr nach dem Aussamen der Gräser gemäht. Um Insekten und Vögeln im freien Feld Lebensräume zu bieten, haben wir dort schon vor vielen Jahren Vogelschutzhecken mit bis zu 300 Heckenarten wie Apfelbäumen, Wildrosen oder Schlehen angelegt und pflegen sie seither extensiv. An den Wasserwerken wurden Streuobstwiesen und am Heizwerk Speyerer Straße Speierlinge angepflanzt – ein Wildobstgehölz, das zu den seltensten Baumarten in Deutschland zählt. In den Bädern sorgen wir ebenfalls laufend für neuen Bewuchs mit trockenresistenten Arten.

Auch in unserem ENERGIEpark Pfaffengrund achten wir auf eine ökologische Gestaltung. So wurden auf einigen Flächen Insektenweiden angelegt, und am Holz-Heizkraftwerk sind Bienenstöcke aufgestellt. Den ENERGIEpark-Honig verkaufen wir in unserem ENERGIEladen in der Heidelberger Altstadt. Zudem haben wir Holz- und Steinbiotope für Insekten und Echsen an geschützten Plätzen angelegt. Im Jahr 2025 wurde ferner die Fassade am Heizwerk in Heidelberg-Bergheim begrünt.

Ökologisches Verhalten der Beschäftigten fördern

Unser Umweltmanagementsystem stellt sicher, dass in wesentlichen Prozessen im Unternehmen Umweltaspekte berücksichtigt werden. Im betrieblichen Vorschlagswesen werden Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz in besonderem Maße honoriert. Ergänzend geben wir Anreize für ökologisches Verhalten im Bereich der Mobilität:

  • In einer Betriebsvereinbarung wird geregelt, dass Dienstreisen per Zug durchzuführen sind, für Dienstgänge stehen Fahrräder und Pedelecs und im Fuhrpark Erdgasfahrzeuge sowie Elektroautos zur Verfügung.
  • Allen Beschäftigten bieten wir ein Deutschlandticket als Jobticket an und ermöglichen ihnen den Kauf eines Jobrads.
  • Indem wir Trinkwasser aus Wasserspendern anbieten, reduzieren wir Einweggebinde und Transportfahrten für Mehrwegbehältnisse, und in unserem Betriebsrestaurant servieren wir vegetarische Gerichte aus regionalen Zutaten.
  • Unser Betriebsrestaurant verwendet vorwiegend regionale Lebensmittel.
Unser Betriebsrestaurant verwendet vorwiegend Lebensmittel aus der Region.
Unser Betriebsrestaurant verwendet vorwiegend Lebensmittel aus der Region.
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