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Gesellschaft und Politik

Fairer Umgang mit Gesellschaft und Politik

Verbundenheit mit der Gesellschaft vor Ort

Als kommunales Unternehmen sind wir eng mit der Region und den Menschen verbunden, für die wir arbeiten. Unsere Kundinnen und Kunden kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Wie bei jedem kommunalen Unternehmen sind Gemeinderäte als Vertretung der lokalen Gemeinschaft im Aufsichtsrat tätig und übernehmen dort Kontrollfunktionen. Zudem werden einige Grundsatzentscheidungen im Gemeinderat gefällt.

Als kommunales Unternehmen stehen wir im Fokus der Öffentlichkeit. Deshalb legen wir ein großes Augenmerk auf Rückmeldungen aus unserem Umfeld. So erfassen wir Feedbacks durch unser Social-Media-Monitoring: An jedem Arbeitstag verfolgen wir Kommentare zu Beiträgen sowie Leserbriefe aus Printmedien. Zudem werten wir regelmäßig Beschwerden aus. Zeigt sich ein thematisches Cluster, so stimmt das Team des Beschwerdemanagements mit den Fachabteilungen Verbesserungsmaßnahmen ab und moderiert bei Bedarf zwischen externen Stakeholdern und unseren Fachabteilungen.

Teilhabe und Gemeinschaft sind auch Ziel der Energiekonzeption 2030: Bei größeren Infrastrukturprojekten suchen wir den Dialog mit den betroffenen Parteien – weit über die rechtlichen Anforderungen hinaus. Bei Baumaßnahmen informieren wir regelmäßig über Handzettel, über die Presse, in persönlichen Gesprächen sowie bei Bedarf über Veranstaltungen. Wir stehen mit vielen Anspruchsgruppen im Austausch über die Fortschritte beim Umbau der Energiesysteme. Die Bürgerinnen und Bürger beteiligen wir auch ganz konkret an der Energiewende: Mit unserem Genussrecht heidelberg KLIMA-INVEST geben wir ihnen die Möglichkeit, finanziell an unseren Energiewende-Aktivitäten zu partizipieren. Kunden bieten wir dabei besonders hohe Verzinsungen.

Gute Beziehungen zu unseren Kundinnen und Kunden

Erste Ansprechpartner für unsere Kundinnen und Kunden ind unsere Teams im Kundenservice und in unserem ENERGIEladen. Dort sorgen engagierte Mitarbeitende dafür, dass Anliegen möglichst transparent und zügig erledigt werden. Über unsere Pforte sind wir rund um die Uhr persönlich erreichbar, ebenso bei Störungen über unsere Verbundleitstelle. Viele Aufgaben lassen sich zudem online erledigen – unter anderem über ein Energie- und ein Netzkundenportal.

Das Beschwerdemanagement nutzt das Kundenfeedback laufend für Verbesserungsvorschläge. Unsere Antworten auf Beschwerden unterschreiten die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen in den meisten Fällen bei Weitem. Auf Feedbacks via Social Media antworten wir meist innerhalb eines Arbeitstags.

Wir sehen unsere Kundinnen und Kunden als unsere Partner bei der Energiewende. Deshalb bieten wir ihnen viele Produkte und Services an, mit denen sie ihren Energiebedarf nachhaltig decken und gleichzeitig selbst klimaverträglich Energie produzieren können. Informationen zu Produkten im Energiebereich, wie Angaben zum Energiemix und zu den CO2-Emissionen, senden wir unseren Kunden mit den Produktblättern zu. Bei Preisänderungen werden die Gründe über Anschreiben, Presse sowie unsere Website transparent an die Kunden und die Öffentlichkeit kommuniziert.

Der Schutz der Kundendaten wird vom Datenschutzmanagement überwacht. Die Datenschutzbeauftragten sind in alle relevanten Prozesse eingebunden.

Sinn und gesellschaftliche Bedeutung unserer Produkte und Leistungen

Unsere Produkte und Leistungen dienen der Daseinsvorsorge: Wir stellen Trinkwasser, Strom, Wärme, Kälte, Straßenbeleuchtung sowie Infrastruktur für schnellen Datentransfer bereit und tragen mit unseren Bädern, den Bergbahnen und mit Parkraum sowie mit unseren Dienstleistungen im öffentlichen Personennahverkehr zur Lebensqualität in Heidelberg und der Region bei.

Fairness im Umgang mit Lieferanten

Uns ist ein fairer und transparenter Umgang mit unseren Lieferanten wichtig. Je nach Umfang und Art des Auftrags führen wir öffentliche und begrenzte Ausschreibungen und Vergabegespräche durch. Im Zuge der Gespräche klären wir auch die Ausgangsbedingungen bei den Lieferanten und vereinbaren etwa Ausführungszeiten für Baumaßnahmen oder Teillieferungen von Baumaterialien. Die Ergebnisse der Gespräche werden über Angebotsvergleiche intern nach dem Mehraugenprinzip dokumentiert – ebenso wie die Gründe für unsere Entscheidungen. Lieferanten, die nicht beauftragt wurden, erhalten grundsätzlich eine Rückmeldung und auf Wunsch auch ein ausführlicheres Feedback.

Bei Zahlungen achten wir auf die Einhaltung vereinbarter Fristen. Sofern möglich, nutzen wir Skonto. Unsere Einkaufs- und Bestellrichtlinien sind auf der Homepage öffentlich zugänglich, ebenso die Verpflichtungserklärungen für öffentliche Aufträge, zum Mindestentgelt sowie zu weiteren ethischen Vorgaben.

Menschenrechte in der Lieferkette

Aspekte wie Menschenrechte bzw. Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit in der Lieferkette spielen ganz besonders bei der Herkunft von Energien eine Rolle. Die Stadtwerke Heidelberg setzen im Zuge des Ausbaus der Eigenerzeugung vorwiegend auf regionale Energieträger. Beim Einkauf von Gas und Öl kann im Rahmen der vorhandenen Marktmodelle jedoch lediglich bei Biogas und Ökostrom die Herkunft belegt werden.

Sonstige Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf die Menschenrechte

Das unabhängige Deutsche Institut für Menschenrechte erhebt seit 2016 jährlich die Menschenrechtssituation in Deutschland. Im Dezember 2025 stellte die Organisation dem Bundestag den zehnten Bericht über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vor. Im Fokus des Berichts standen folgende Themen: die Partizipation junger Menschen, die Gefährdung des Rechtsstaats, Prävention von Femiziden, Schutz der Betroffenen von Menschenhandel und Rechtsschutzaufgaben im Kontext von Rüstungsexporten. Im Kontext unserer Tätigkeiten hat insbesondere die Partizipation junger Menschen Relevanz. Die Mitsprache und Mitgestaltung durch junge Kolleginnen und Kollegen ist in unserem Unternehmen durch die Jugend- und Ausbildungsvertretung (JAV) gewährleistet, die eng mit dem Betriebsrat zusammenarbeitet.

Unsere Jugend- und Ausbildungsvertretung stellt die Partizipation junger Kolleginnen und Kollegen sicher.
Unsere Jugend- und Ausbildungsvertretung stellt die Partizipation junger Kolleginnen und Kollegen sicher.

Kooperation und Solidarität mit Mitunternehmen

Die Stadtwerke Heidelberg setzen bei zahlreichen Aufgaben auf Kooperationen mit Partnerunternehmen – insbesondere, um die Energiewende in der Region voranzubringen. Zu diesem Zweck schließen wir uns mit anderen Energieversorgern aus der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen. Auch der Smart-Meter-Rollout läuft in Kooperation mit anderen Unternehmen, ebenso die Umstellung bzw. Konfiguration zentraler IT-Systeme. In der Stadtwerke-Kooperation Trianel arbeiten wir gemeinsam mit anderen Stadtwerken und Energieversorgern an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Services sowie digitaler Lösungen. Über die Trianel Wind und Solar treiben wir auch bundesweit den Ausbau von Strom aus erneuerbaren Energien voran.

Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren

Die Stadtwerke Heidelberg als mittelgroßes Unternehmen beteiligen sich selbst nicht aktiv an Gesetzgebungsverfahren. Wir stehen jedoch als Gesprächs- und Praxispartner für Politik, Verwaltung und Wissenschaft zur Verfügung. Zudem ist unser Energiegeschäftsführer Michael Teigeler Vorstand der GEODE Deutschland e. V., einem Verband für kommunale, mittelständische und genossenschaftliche Verteilnetzbetreiber. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aktive Mitglieder in Verbänden und deren Fachgremien. Dazu zählen unter anderem der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU), die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW), die Stadtwerke-Kooperation Trianel, der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) sowie Verbände der Wasserwirtschaft. Einige dieser Organisationen engagieren sich für kommunale, also gemeinwohlorientierte Ziele und setzen sich für eine dezentrale, klimaschonende Energieversorgung ein, für eine hohe Versorgungssicherheit oder die Reinhaltung des Trinkwassers ein. Die Art der Einflussnahme der Verbände reicht von Pressearbeit über Veranstaltungen bis hin zu persönlichen Gesprächen.

Rechtskonformes Verhalten sicherstellen

Unser Ziel ist es, wissentlich oder unwissentlich verursachten rechtswidrigen Vorfällen oder unangemessenem Verhalten durch klare Regeln, Bereitstellung umfassender Informationen und etablierte Prüfprozesse vorzubeugen. Die Gesamtverantwortung für das Thema Compliance liegt bei der Geschäftsführung. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, hat sie geeignete Organisationsstrukturen und Überwachungsinstrumente eingerichtet und ein Compliance-Managementsystem implementiert. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Organisationsmaßnahmen:

  • Eine Compliance-Beauftragte gewährleistet ein effektives Compliance-Monitoring und berichtet regelmäßig an die Geschäftsführung, entwickelt Vorschläge für die Weiterentwicklung des Compliance-Managements und verankert das Thema in der Gesamtorganisation. Verschiedene Beauftragte, unter anderem zu Datenschutz, Arbeitsschutz, Informationssicherheit, aber auch zu Brandschutz, Gefahrgut und vielen weiteren Aspekten der Arbeit in unserem Unternehmen, sowie die Rechtsabteilung stärken die Compliance-Organisation in komplexen Rechtsgebieten.
  • Das Interne Kontrollsystem (IKS) garantiert, dass automatische Überprüfungen zentraler kaufmännischer Prozesse deren korrekten Ablauf sicherstellen. Die Interne Revision überprüft bzw. beurteilt zusätzlich, ob vorgegebene kaufmännische Prozesse und Regelungen eingehalten werden.
  • Der IKS-Beauftragte und die Revision legen der Geschäftsführung Berichte über die Ergebnisse ihrer regelmäßigen Überprüfungen vor. Auf dieser Basis werden konkrete Maßnahmen und Strategien erarbeitet, um die Organisation bei der complianceconformen Gestaltung der Prozesse und Regelungen zu unterstützen. Externe Wirtschaftsprüfer kontrollieren in ihren Abschlussprüfungen die Funktionsfähigkeit des Compliance-Systems.

In einigen Regelungsbereichen finden zusätzlich externe Audits oder Zertifizierungen statt:

  • Dazu zählen unter anderem das Umweltmanagement und das Energiemanagement.
  • Das zertifizierte Technische Sicherheitsmanagement (TSM) hat die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass alle personellen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, um das komplexe technische Regelwerk inklusive aller rechtlichen Vorschriften und anerkannten Regeln der Technik einhalten zu können.
  • Unser Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) beschreibt Richtlinien, Verfahren und Verantwortlichkeiten mit dem Ziel, die Informationssicherheit in unserem Unternehmen dauerhaft zu gewährleisten, zu steuern und zu optimieren.

Darüber hinaus steht Beschäftigten ein digitales Hinweisgebersystem (HGS) nach dem Hinweisgeberschutzgesetz zur Verfügung: Es umfasst eine interne Meldestelle sowie einen Kanal zur Meldung möglicher Rechtsverstöße, der anonym per Intranet erreichbar ist.

Korruptionsvorfälle sind 2025 nicht aufgetreten. Ebenso wenig sind uns Vorfälle der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften bekannt geworden.

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