NACHHALTIGKEIT

für heute
die Zukunft

»Im Jahr 2024 bin ich über das F3-Programm* ins Unternehmen gekommen und habe nun die große Chance, als Nachhaltigkeitsbeauftragte einzusteigen. Das ist genau das, was ich mir gewünscht habe – denn Nachhaltigkeit ist mir eine Herzensangelegenheit. Gut, dass ich dabei auf die langjährigen Vorarbeiten meiner Kolleginnen und Kollegen aufbauen kann. Gemeinsam sind wir ein starkes Team.«

Bugra Aslan, Nachhaltigkeitsbeauftragte

*Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften der Stadtwerke Heidelberg

NACHHALTIGKEIT

»Im Jahr 2024 bin ich über das F3-Programm* ins Unternehmen gekommen und habe nun die große Chance, als Nachhaltigkeitsbeauftragte einzusteigen. Das ist genau das, was ich mir gewünscht habe – denn Nachhaltigkeit ist mir eine Herzensangelegenheit. Gut, dass ich dabei auf die langjährigen Vorarbeiten meiner Kolleginnen und Kollegen aufbauen kann. Gemeinsam sind wir ein starkes Team.«

Bugra Aslan, Nachhaltigkeitsbeauftragte

*Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften der Stadtwerke Heidelberg

für heute

die Zukunft

»Im Jahr 2024 bin ich über das F3-Programm* ins Unternehmen gekommen und habe nun die große Chance, als Nachhaltigkeitsbeauftragte einzusteigen. Das ist genau das, was ich mir gewünscht habe – denn Nachhaltigkeit ist mir eine Herzensangelegenheit. Gut, dass ich dabei auf die langjährigen Vorarbeiten meiner Kolleginnen und Kollegen aufbauen kann. Gemeinsam sind wir ein starkes Team.«

Bugra Aslan, Nachhaltigkeitsbeauftragte

*Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften der Stadtwerke Heidelberg

Unser Nachhaltigkeitsansatz
Der Schutz des Klimas und unserer Umwelt ist die Basis für unseren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Für uns als Energieversorger ist Klimaschutz gleichzeitig das Thema, bei dem unser Spielraum, einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, am größten ist.

Aus diesen Gründen investieren wir in eine zukunftsfähige Energieversorgung. Dabei berücksichtigen wir auch ökologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte und stehen im Dialog mit vielen Partnern.

Das gilt ganz besonders für unsere Energiekonzeption 2030, mit der wir wesentliche Maßnahmen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt übernehmen. Dieser Plan bildet den Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten ab. Je besser uns hier ein konstruktiver Austausch gelingt, umso eher können wir unsere Energien auf den erforderlichen zügigen Um- und Ausbau unserer lokalen Infrastruktur für eine weitestgehend CO2- freie Zukunft konzentrieren. Zu diesem Zweck führen wir zahlreiche Gespräche und bieten in Online- und Präsenzveranstaltungen den offenen Austausch an – sei es zum Ausbau unseres Fernwärmenetzes oder zusammen mit der Stadt Heidelberg zur Gestaltung des Areals der Flusswärmepumpe am Neckar in Heidelberg-Bergheim.

Unsere Energiekonzeption 2030 umfasst als wesentlichen Baustein auch die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen für den Klimaschutz und die Energieeffizienz. Mit unseren Energie-Services sorgen wir dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch selbst Energie erzeugen können. So ermöglichen wir es ihnen, ein Teil der Energiewende zu werden.

In unseren betrieblichen Abläufen achten wir ebenfalls auf Klimaschutz sowie auf den rationellen Umgang mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen, auf umweltverträgliche Materialien und Artenvielfalt. Als Unternehmen aus der Region für die Region übernehmen wir auch immer wieder Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Deshalb unterstützen wir Umwelt-, Sport- und Kulturinitiativen sowie ausgewählte soziale Projekte. Und als Arbeitgeber bieten wir unseren Beschäftigten einen guten Platz in der Arbeitswelt.

Schwerpunkt unseres Nachhaltigkeitsansatzes: Klimaschutz und Energieeffizienz - im Dialog

Über ineinandergreifende Managementsysteme und Organisationsstrukturen verankern wir die verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte in unserem Unternehmen. Mit diesen Strukturen stellen wir sicher, dass Klima- und Umweltschutzaspekte bei unseren Tätigkeiten Berücksichtigung finden:

  • Unsere Energiekonzeption 2030 definiert unsere Klimaschutzziele und -maßnahmen. Erstmals 2011 veröffentlicht, wird das Konzept kontinuierlich fortentwickelt. Viele Ziele haben wir schon erreicht, weitere sind hinzugekommen. Inzwischen sind seine Ziele im kommunalen Wärmeplan der Stadt Heidelberg integriert, in den wir sie aktiv eingebracht haben.
  • Im Jahr 1995 haben wir als eines der ersten Unternehmen der Versorgungsbranche ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung aufgebaut. Bis heute sind wir diesem anspruchsvollen System treu geblieben, unterziehen uns inzwischen alle fünf Jahre einer umfassenden Validierung und veröffentlichen in den Jahren dazwischen eine vereinfachte Umwelterklärung – ebenfalls extern geprüft.
  • Die Stadtwerke Heidelberg Bäder beteiligen sich seit 14 Jahren am städtischen Projekt Nachhaltiges Wirtschaften und werden auch hier durch externe Auditoren geprüft.
  • 2020 haben wir zudem ein regelmäßig geprüftes Energiemanagementsystem nach der Norm DIN EN ISO 50001 eingeführt.
  • Weitere Managementsysteme stellen die Regelkonformität und Corporate Governance sicher. Ergänzend haben wir verschiedene Beauftragtenfunktionen im Unternehmen etabliert, die für eine Berücksichtigung weiterer Nachhaltigkeitsaspekte sorgen: eine Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz mit drei Gleichstellungsbeauftragten, einen Beauftragten für Schwerbehinderte, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), ein Arbeitsschutzteam, dezentrale Sicherheits- sowie Datenschutzbeauftragte.

UNSERE LEITBILDER RUND UM NACHHALTIGKEIT

  • Energiekonzeption 2030 und kommunaler Wärmeplan
  • Umweltleitlinien
  • Energiemanagement-Leitlinien
  • Anti-Korruptionsrichtlinie
  • Datenschutz-Richtlinie
  • Richtlinien zum Informationssicherheitsmanagement (ISMS)
  • Gleichstellungsgrundsätze

Nachhaltigkeitsziele und -kennzahlen

Seit der Veröffentlichung der ersten EMAS-Umwelterklärung vor 30 Jahren erheben wir jährlich Kennzahlen zum Umweltschutz und ergänzend seit 15 Jahren auch zu wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten. Die Nachhaltigkeitskennzahlen leiten sich aus unseren Zielen ab, die wir unter anderem in der Energiekonzeption 2030 festgelegt haben. Zudem berücksichtigen wir die Anforderungen, die im Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie in der Matrix der Gemeinwohl-Ökonomie aufgelistet sind.

Unsere prioritären Nachhaltigkeitsziele als Energieunternehmen beziehen sich auf unser Kerngeschäft: eine klimaschonende Energieversorgung. Insbesondere über die Fortschritte bei den Zielen der Energiekonzeption 2030 und des kommunalen Wärmeplans der Stadt Heidelberg, berichtet die Geschäftsführung im Aufsichtsrat an die Vertretungen von Gemeinderat, Stadt und Arbeitnehmern. Die Entwicklung der Kennzahlen erfassen wir jährlich bei der Erstellung des integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts sowie der EMAS-Umwelterklärung.

Die Kennzahlen werden aus allen Unternehmensbereichen zusammengeführt und von der Geschäftsführung als oberster verantwortlicher Stelle für Nachhaltigkeit bewertet. In den Berichten zeigen wir, wo wir Optimierungsbedarf sehen und welche Maßnahmen geeignet sind, um noch besser zu werden. So informieren wir die interessierte Öffentlichkeit, wie wir uns entwickelt haben und wo wir heute stehen.

Beschäftigte an Nachhaltigkeitsansatz beteiligen

Alle Beschäftigten der Stadtwerke Heidelberg haben die Möglichkeit, über das betriebliche Vorschlagswesen Ideen für mehr Nachhaltigkeit einzureichen. Vorschläge mit ökologischem oder sozialem Mehrwert erhalten Bonuspunkte.

Die wichtigsten Nachhaltigkeitsziele aus dem Umweltmanagement, dem Energiemanagement sowie der Energiekonzeption 2030 spiegeln sich zudem in den Zielvereinbarungen der zuständigen Führungskräfte wider und sind somit auch monetär wirksam. In jährlichen Mitarbeitergesprächen wird die Umsetzung dieser Ziele überprüft. Über die Mitarbeitergespräche werden die Ziele auch auf weitere Ebenen heruntergebrochen.

WIRTSCHAFT

Das wirtschaftliche Ergebnis der Stadtwerke Heidelberg wird von den Verlusten der Bäder und des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie von den Gewinnen im Versorgungsbereich beeinflusst. Die Bäder und der ÖPNV sind als Service- Angebote für die Bürger in den meisten Kommunen strukturell bedingte Verlustbringer; das trifft auch in Heidelberg zu. 

Der Verlust der fünf Bäder in Heidelberg betrug 2024 7,1 (Vorjahr: 7,4) Millionen Euro. Beim öffentlichen Personennahverkehr in Heidelberg, betrieben vom städteübergreifenden Unternehmen Rhein- Neckar-Verkehr GmbH (rnv) für Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, übernimmt unsere Gesellschaft Heidelberger Straßen- und Bergbahn (HSB) bis zu einem definierten Betrag die Verluste aus dem operativen Geschäft der rnv in Heidelberg. Hinzu kommen Personalkostenanteile für Mitarbeitende, die an die rnv überlassen werden, sowie Pensionen für die ehemaligen Beschäftigten der HSB, für deren Finanzierung die Stadtwerke- Gesellschaft weiterhin aufkommt. Im Jahr 2024 betrug der Verlust der HSB 20,4 (Vorjahr: 19,9) Millionen Euro.

Junge in roten Badehosen springt vom Sprungbrett in ein Freibad mit mehreren Schwimmern und grünen Bäumen im Hintergrund

Unser wirtschaftliches Ergebnis wird von den Gewinnen im Versorgungsbereich sowie von den Verlusten der Bäder und des öffentlichen Personennahverkehrs bestimmt.

Ergebnisstabilisierung

Demgegenüber stehen Gewinne aus dem Versorgungsbereich der Stadtwerke Heidelberg. Bei den Stadtwerken Heidelberg Energie, Netze und Umwelt liegt der Fokus darauf, eine wirtschaftliche Optimierung bei gleichzeitigem Wachstum zu erreichen. Dafür werden seit 2009 aufeinander aufbauende Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramme umgesetzt, die seither sukzessive ergebniswirksam werden. 

Die Programme umfassen einen sozialverträglichen Mitarbeiterabbau durch Altersteilzeit-Regelungen sowie Ringtausch im Unternehmen oder mit der Stadtverwaltung Heidelberg. Diese Maßnahmen haben die Kosten im gesamten Versorgungsbereich gesenkt. Im Jahr 2024 fanden diese Programme unter dem Titel Fit 2025 ihre Fortsetzung und führten zu einer Stabilisierung der Ergebnisse der Gesellschaften. Positiv wirkten sich auch die Investitionen in Zukunfts- und Wachstumsfelder, wie den intensivierten Fernwärmeausbau und den weiteren Ausbau von Kälteanlagen, auf das Ergebnis aus. So konnte der Versorgungsbereich der Stadtwerke Heidelberg im Jahr 2024 ein Ergebnis von 14,0 (Vorjahr: 15,0) Millionen Euro erwirtschaften. 

Insgesamt lag der Jahresfehlbetrag im Konzern im Jahr 2024 bei 13,1 (Vorjahr: 12,3) Millionen Euro. Aus den Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von insgesamt 13,5 (Vorjahr: 12,3) Millionen Euro. Damit konnte das anvisierte Ergebnis von –15,8 Millionen Euro um 2,3 Millionen Euro verbessert werden. Die Differenz zwischen dem Ergebnis des Konzerns und den Ergebnissen der Einzelgesellschaften erklärt sich aus unterschiedlichen bilanziellen Vorschriften für die Berücksichtigung von Firmenwerten im Konzernergebnis. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden 16,7 Millionen Euro aus der Kapitalrücklage entnommen, sodass die Stadtwerke Heidelberg als Obergesellschaft im Jahr 2024 einen Bilanzgewinn in Höhe von 3,2 (Vorjahr: 4,1) Millionen Euro erwirtschaftete.

ASPEKTE

Weitere finanzielle Nachhaltigkeitsaspekte

In den Anforderungskatalogen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex und der Gemeinwohl-Ökonomie werden einige Kriterien abgefragt, die für kommunale Unternehmen wie die Stadtwerke Heidelberg nur teilweise passen:

  • Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach ökologischen oder sozialen Kriterien durchlaufen: Finanzanlagen tätigen wir nur im Bereich der Pensionskassen. Hier gibt es allerdings keine Wahlmöglichkeit, da wir aufgrund des Tarifvertrags an die Zusatzversorgung des Kommunalen Versorgungsverbandes gebunden sind.
  • Ethische Haltung im Umgang mit Geldmitteln (Eigenkapital, Relation zu anderen Unternehmen, Darlehen): Seit Jahren halten wir unser Eigenkapital stabil. Ein direkter Vergleich mit anderen kommunalen Unternehmen ist wegen der unterschiedlichen Strukturen und Leistungsangebote kommunaler Unternehmen nicht möglich. Der weitaus größte Teil externer Darlehen wird durch die Sparkasse Heidelberg bereitgestellt. Wie die Stadtwerke Heidelberg ist auch dieses Finanzunternehmen regional verankert und der Stadt und der Region verpflichtet. Die Sparkasse Heidelberg folgt zudem transparenten und veröffentlichten Leitsätzen der Nachhaltigkeit.
  • Soziale Haltung im Umgang mit Geldmitteln: Kapitalerträge fließen unmittelbar in die Finanzierung der öffentlichen Aufgaben des ÖPNV und der Bäder. Darüber hinaus investieren wir unsere Mittel in die Daseinsvorsorge, vor allem in den Ausbau der Energieinfrastruktur für die Energiewende und den Klimaschutz. Über die Finanzierung der erforderlichen Maßnahmen, zum Beispiel aus der kommunalen Wärmeplanung, sind wir im Austausch mit der Stadt und dem Gemeinderat.
  • Sozial-ökologische Investitionen und Mittelverwendung: Unsere wichtigsten Investitionen fließen in die Energiewende und den Klimaschutz, insbesondere in den Bau von Erzeugungsanlagen und in den Ausbau des Fernwärmenetzes, sowie in die Anpassungen des Stromnetzes. Weitere Investitionen tätigen wir für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zur Daseinsvorsorge. Über den Klimafonds, den wir aus dem Produkt heidelberg KLIMA finanzieren und zusammen mit Umweltschutzverbänden verwalten, stellen wir zudem Mittel für ökologische Projekte zur Verfügung.
  • Eigentum und Mitentscheidung: Eigentümer der Stadtwerke Heidelberg ist die Stadt Heidelberg. Relevante unternehmerische Entscheidungen werden im Aufsichtsrat vorgestellt, der sich aus Vertretungen der Stadtverwaltung, des Gemeinderats sowie der Beschäftigten zusammensetzt. Größere Projekte werden dem Gemeinderat als Vertretung der Bürgerschaft präsentiert. Über das Angebot für die Finanzanlage heidelberg KLIMA-INVEST haben wir zudem Bürgerinnen und Bürger an einer Energiewende-Anlage finanziell beteiligt.

UMWELT

Seit 1995 bilanzieren wir in unserem Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung jährlich unsere Umweltwirkungen, schreiben ein systematisches Umweltprogramm mit Zielen und Maßnahmen fort und führen alle fünf Jahre eine Umweltbetriebsprüfung durch. Ein unabhängiger Gutachter validiert die Ergebnisse. In den Jahren dazwischen veröffentlichen wir aktualisierte, ebenfalls geprüfte Umwelterklärungen. Download: www.swhd.de/ unternehmensbroschueren.

Logo 'Nachhaltiges Wirtschaften' mit hervorgehobener Jahreszahl '2024' in grünem Rechteck

Seit dem Jahr 1996 nehmen wir am europäischen Umweltmanagementsystem EMAS teil, seit dem Jahr 2011 am städtischen Projekt Nachhaltiges Wirtschaften.

Logo von EMAS mit sieben Sternen über einem blauen Schwung und einem grünen Blatt, Text 'EMAS Geprüftes Umweltmanagement'

Umweltwirkungen durch Eigenverbrauch inklusive Dienstleistungen

Materialeffizienz (kg)

2024

2023

2022

Gefahrstoffe

56.607

52.366

51.665

Energieeffizienz (MWh)1

2024

2023

2022

Strom-Eigenerzeugung

78.702

62.161

53.973

Strom-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien

48.374

45.355

41.816

Wärme-Eigenerzeugung2

41.816

168.108

143.670

Wärme-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien

103.057

99.357

87.795

Gesamt-Energieverbrauch (Strom, Fernwärme, Gas) (MWh)

206.595

171.591

151.755

Treibstoffe (MWh)

1.283

1.255

1.422

Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Stromverbrauch3 (%)

54

67

67

Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Wärmeverbrauch (%)

27

28

25

Wasser (m3)

2024

2023

2022

Wasserverbrauch

139.527

128.645

117.460

Abfälle 1,4(t)

2024

2023

2022

Abfälle gesamt

31.884,6

14.471,8

17.577,0

Abfälle zur Verwertung

28.906,3

14.385,1

17.482,2

Abfälle zur Beseitigung

69,2

56,5

83,4

Gefährliche Abfälle zur Verwertung

32,9

28,2

10,0

Gefährliche Abfälle zur Beseitigung

2.876,3

2,0

1,4

Emissionen5 (t)

2024

2023

2022

Gesamtemission Treibhausgase (CO2-Äquivalent)

25.247

20.418

14.014

Sonstige Emissionen in die Luft: CO, NOX, SO2, Staub

158,7

152,1

118,4

Flächenverbrauch in Bezug auf biologische Vielfalt6 (m2)

2024

2023

2022

Gesamtflächenverbrauch

363.666

365.739

371.265

Naturnahe Flächen

218.200

219.443

222.759

Versiegelte Flächen

145.466

146.296

148.506

1 | Nicht regional begrenzt
2 | Fernwärme- und Kesselanlagen
3 | Änderung der Berechungsgrundlage
4 | Antizyklische Entsorgung
5 | Emissionen aus dem Eigenverbrauch und dem Brennstoffverbrauch zur Eigenerzeugung sowie Schlupf von SF6, F-Gasen und Methan
6 | Ohne Stadtwerke Neckargemünd

Wertschöpfungsstufen und Materialverbrauch

Die Stadtwerke Heidelberg bieten ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen an – von der Fahrt mit der Bergbahn über den Besuch der Bäder bis hin zu Energieprodukten oder der Bereitstellung von Versorgungsinfrastrukturen. Die Bandbreite der im Unternehmen eingesetzten Materialien ist daher groß und reicht von Netzrohren und Betriebsstoffen für Kraftwerke über Substanzen zur Aufbereitung von Beckenwasser in den Schwimmbädern und neuen Zählern bei der Netzgesellschaft bis hin zu Werkzeugen für die Monteure, Papier in der Verwaltung und Reinigungsmitteln. Für all diese Produkte spezifische Kriterien zur ökologischen oder sozialen Gestaltung der Wertschöpfungskette zu definieren, ist für das Unternehmen nicht leistbar. Um diese Aspekte dennoch in unserem Einkaufsprozess zu verankern, haben wir ein System zur Lieferantenbewertung – bei Bedarf ergänzt durch eine Lieferantenselbstauskunft – aufgesetzt. Dabei werden auch Informationen über Zertifizierungen in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Soziales abgefragt. Lieferanten, die Zertifizierungen nachweisen können oder per Selbstauskunft die gewünschten Informationen über vergleichbare Organisationsstrukturen bereitstellen, können bevorzugt beauftragt werden.

LIEFERANTEN MIT ZERTIFIZIERUNGEN ZU NACHHALTIGKEITSASPEKTEN KÖNNEN BEVORZUGT BEAUFTRAGT WERDEN

Für ausgewählte Produktgruppen haben wir zudem Umweltkriterien definiert. Beim Einkauf von Grünschnitt und Landschaftspflegematerial zum Betrieb des Holz-Heizkraftwerks ist beispielsweise ein Entfernungsradius von 75 Kilometern in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt.

In Ausschreibungen für Druckerzeugnisse fordern wir weitgehend Recyclingpapier, möglichst ebenfalls mit dem Blauen Engel. Alternativ kommen für einige Zwecke FSC-Papiere zum Einsatz. Zudem beauftragen wir ausschließlich klimaneutralen Druck.

Der interne Papierverbrauch sinkt durch mobiles Arbeiten und weitergehende Digitalisierung kontinuierlich. Auch der Druck von Informationsmaterialien reduziert sich durch die zunehmend digitale Kommunikation. Insgesamt lag der Papierverbrauch 2024 bei 7,3 (Vorjahr: 8,2) Tonnen, 2019 betrug er noch 11,6 Tonnen.

Gefahrstoffe

Im Jahr 2024 haben wir 56,6 (Vorjahr: 52,4) Tonnen Gefahrstoffe beschafft. Mit rund 77 (Vorjahr: 82) Prozent kam der größte Anteil davon in den Schwimmbädern zum Einsatz.

Die leichte Senkung des Bäderanteils an der beschafften Gefahrstoffmenge ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Anzahl der Bäder-Betriebstage gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, zum anderen auf eine erhöhte Beschaffung für andere Unternehmensbereiche: Hier ist vor allem der Einkauf von Frostschutzmitteln für neue Kälteanlagen hervorzuheben, der allein vier Tonnen umfasste.

Energieerzeugung

Die Strom-Eigenerzeugung stieg von 62.161 im Vorjahr auf 78.702 Megawattstunden. Hintergrund für den Anstieg war, dass zum einen das Holz-Heizkraftwerk und zum anderen die im Laufe des Jahres 2023 in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerke (BHKW) der iKWKAnlage in 2024 mehr Betriebsstunden aufwiesen. Die Strom-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien nahm zwar absolut gesehen von 45.355 auf 48.374 Megawattstunden zu, ihr Anteil an der Gesamtstromerzeugung sank jedoch aufgrund des höheren Einsatzes von Erdgas- BHKW von 73 auf 61 Prozent.

Analog zur Entwicklung bei der Strom- Eigenerzeugung ist auch die Wärme- Eigenerzeugung von 168.108 auf 195.440 Megawattstunden angestiegen. Auch hier war die höhere Anzahl von Betriebsstunden des Holz-Heizkraftwerks und der Blockheizkraftwerke ausschlaggebend.

Die Wärme-Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg ebenfalls an: von 99.357 auf 103.057 Megawattstunden. Ähnlich wie bei der Stromerzeugung sank der prozentuale Anteil jedoch von 59,1 auf 52,7 Prozent.

Energieverbrauch

Der Gesamtenergieverbrauch erhöhte sich von 171.591 im Vorjahr auf 206.595 Megawattstunden. Maßgeblich wird er durch die Energieerzeugung bestimmt.

Mit 78 Prozent ist der Anteil von Bio- und Erdgas am Gesamtenergieverbrauch am größten, auch hier schlug die höhere Anzahl von Betriebsstunden bei den Blockheizkraftwerken der iKWK-Anlage zu Buche.

Zudem wurden 13 Prozent des Energieverbrauchs als Fernwärme für Heizung und Warmwasser eingesetzt, weitere zehn Prozent als Stromverbrauch.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch lag mit 27 Prozent in vergleichbarer Höhe wie im Vorjahr.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch hat sich von 67 auf 54 Prozent verringert; Hintergrund sind veränderte Berechnungsgrundlagen, die auf Änderungen bei der gesetzlichen Stromkennzeichnungspflicht zurückzuführen sind.

Person taucht kopfüber ins klares Wasser eines Schwimmbeckens

Der größte Anteil des Trinkwasserverbrauchs der Stadtwerke Heidelberg geht auf die Schwimmbäder zurück.

Um uns vertieft mit unserem Energieverbrauch zu befassen, haben wir ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 für alle Gesellschaften eingeführt. In diesem Rahmen entwickeln wir auch unsere Verbrauchserfassung weiter. Im Jahr 2024 wurden wieder eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Energieverbrauch zu senken. Dazu gehörten Optimierungen an unseren Erzeugungsanlagen sowie die Maßnahmen in den Bädern im Zuge des Projektes Nachhaltiges Wirtschaften.

Treibstoffverbrauch

Der Treibstoffverbrauch im Fuhrpark lag im Jahr 2024 mit 1.283 (Vorjahr: 1.255) Megawattstunden auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Zur klimafreundlichen Entwicklung unseres Fuhrparks:

Wasserverbrauch und Abwasser

50 Prozent des Trinkwasserverbrauchs gingen im Jahr 2024 auf den Betrieb der Schwimmbäder zurück. Gegenüber dem Vorjahr ist der Wasserverbrauch dort leicht gesunken. Ein möglicher Grund sind die niedrigeren Temperaturen in den ersten Sommermonaten, in denen weniger Gäste in die Freibäder kamen. Weitere 28 Prozent des Verbrauchs sind auf die Trinkwasseraufbereitung zurückzuführen. Trinkwasser wird hier unter anderem für die Reinigung von Wasserspeicheranlagen benötigt. Diese Aufgaben führen wir als Betriebsführer der Trinkwasserversorgung im Auftrag der Stadtbetriebe Heidelberg durch.

Der Wasserverbrauch in den Werkstätten und in der Verwaltung des Unternehmens mit dem Hauptsitz in Bergheim und mit dem ENERGIEpark Pfaffengrund betrug 10.149 (Vorjahr: 8.312) Kubikmeter und hatte damit einen Anteil von sieben (Vorjahr: 6) Prozent am Trinkwasserverbrauch. Die Erhöhung liegt jedoch innerhalb der üblichen Schwankungsbereite, der Wert für das Jahr 2024 entspricht dem Mittel der letzten fünf Jahre.

Insgesamt stieg der Wasserverbrauch mit 139.527 (Vorjahr: 128.645) Kubikmetern gegenüber dem Vorjahr an. Dazu trug ein erhöhter Verbrauch für die Wasseraufbereitung bei, der auf Reinigungsund Wartungsarbeiten in den Wasseranlagen zurückzuführen war. Zudem nahm der Trinkwasserverbrauch aufgrund der Inbetriebnahme sowie dem erhöhten Bedarf an Rückkühlung beim Betrieb der Kältezentrale am Europaplatz in Heidelberg- Bahnstadt zu.

Besonders zu behandelnde Abwässer fallen im Bereich der Hallenbäder an. Dort kommen Chlor-Elektrolyse-Anlagen zum Einsatz. Neutralisationsanlagen stellen sicher, dass die Einleitungswerte der städtischen Abwassersatzung eingehalten werden.

Abfälle

Nach dem Abfallrecht unterscheiden wir vier Abfallkategorien: Abfälle zur Verwertung und Beseitigung sowie gefährliche Abfälle zur Verwertung und zur Beseitigung.

  • Im Jahr 2024 wurden 28.906,3 (Vorjahr: 14.385,1) Tonnen Abfälle zur Verwertung erfasst. Diese Abfallkategorie hat sich somit mehr als verdoppelt. Die weitaus größte Fraktion darunter war der Erdaushub, der bei Baumaßnahmen im Versorgungsgebiet anfiel. Ebenfalls auf Bauarbeiten ist die drittgrößte Fraktion in dieser Abfallkategorie, der Straßenaufbruch, zurückzuführen. Zusammen machten sie 82 Prozent der Abfälle zur Verwertung bzw. 74 Prozent des gesamten Abfallaufkommens aus. Mit einem Anteil von rund zwölf (Vorjahr: 17) Prozent stellte die Kesselasche aus dem Holz-Heizkraftwerk die zweitgrößte Fraktion bei den Abfällen zur Verwertung dar.
  • Insgesamt fielen 69,2 (Vorjahr: 56,5) Tonnen Abfälle zur Beseitigung an. Mit einem Anteil von 74 Prozent war der Restmüll die größte Fraktion in dieser Abfallkategorie, gefolgt von Dämmmaterialien mit einem Anteil von 16 (Vorjahr: 15) Prozent. Die Dämmungen stammten aus Verteilerschränken und Kunststoffmantelrohren, die im Zuge der Fernwärme-Baumaßnahme in der Rohrbacher Straße sowie weiterer Modernisierungsmaßnahmen ausgetauscht wurden. Die drittgrößte Abfallmenge mit einem Anteil von zehn (Vorjahr: 8) Prozent stammte aus der Entleerung von Toiletten auf Baustellen und Außenanlagen.
  • Die gefährlichen Abfälle zur Verwertung stiegen auf 32,9 (Vorjahr: 28,2) Tonnen. Ein wesentlicher Grund dafür lag in der Reinigung aller Benzin- und Ölabscheider unserer Energie- und Wasserversorgungsanlagen, die im Jahr 2024 generalinspiziert wurden: Diese Abfallmenge betrug 11,0 Tonnen und hatte somit einen Anteil von 33 Prozent an den gesamten gefährlichen Abfällen zur Verwertung. Zusätzlich fielen 10,4 (Vorjahr: 1,4) Tonnen Altöl durch die Wartung unserer Energieerzeugungsanlagen an. In den Vorjahren wurde diese Abfallart nicht vollumfänglich berücksichtigt, da die Arbeiten inklusive Entsorgung von einem Dienstleister durchgeführt wurden. Die drittgrößte Abfallfraktion in dieser Kategorie war der Elektroschrott, der weitgehend aus ausgetauschten Stromzählern bestand. Sein Anteil sank jedoch mit 2,9 (Vorjahr: 16,0) Tonnen wieder. Hintergrund war eine antizyklische Entsorgung.
  • Die Menge an gefährlichen Abfällen zur Beseitigung lag bei 2.876,3 (Vorjahr: 2,0) Tonnen. Dieser deutliche Sprung ist auf die Einrichtung des Kühlkreislaufs für die Kältezentrale am Europaplatz zurückzuführen; hier fiel verschmutztes Kühlerfrostschutzmittel an, das zu entsorgen war.

BAUSTELLEN VERURSACHEN DEN GRÖSSTEN ANTEIL UNSERES ABFALLAUFKOMMENS

Das Abfallaufkommen betrug somit 31.884,6 (Vorjahr: 14.471,8) Tonnen. Der sprunghafte Anstieg ist auf die verstärkten Bautätigkeiten zurückzuführen.

Emissionen

Der Berechnung der Treibhausgas- und der Schadstoffemissionen liegen die Einsatzmengen verschiedener Energieträger für die Eigenerzeugung in unseren Anlagen sowie der Treibstoffe im Fuhrpark zugrunde. Die Emissionen werden über Emissionsfaktoren aus den eingesetzten Brennstoffen ermittelt. Hinzu kommen Entweichungen von SF6 aus Strom-Schaltanlagen, von Methan aus Gasanlagen und von F-Gasen aus Klima- und Kälteanlagen.

Im Jahr 2024 haben sich die Treibhausgas- Emissionen auf 25.247 (Vorjahr: 20.418) Tonnen erhöht. Der Hauptgrund lag in den längeren Laufzeiten der Blockheizkraftwerke in der iKWK- Anlage.

Die sonstigen Emissionen sind mit 158,7 (Vorjahr: 152,1) Tonnen analog gestiegen.

Baustelle mit freigelegten Versorgungsleitungen vor historischer Gebäudefassade an der Rohrbacher Straße

Im Zuge der Großbaustelle Rohrbacher Straße wurden Dämmmaterialien von Verteilerschränken und Mantelrohren entsorgt.

Flächenverbrauch und Artenvielfalt

Die zunehmende Umwandlung naturnaher und landwirtschaftlicher Flächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen hat unumkehrbare ökologische Auswirkungen wie den Verlust von Arten und Biotopen. Deshalb erfassen wir auch den Anteil versiegelter Flächen und setzen uns für Artenvielfalt ein. Unser Flächenverbrauch ist 2024 von 365.739 auf 363.666 Quadratmeter gesunken, da eine Fläche beim Werksgelände Pfaffengrund im Zuge der Entwicklung vor Ort verkauft wurde.

60 Prozent unserer Fläche sind unversiegelt und bewachsen. Bis auf eine begründete Ausnahme halten wir die Flächen rund um unsere Anlagen mechanisch frei von Beikräutern. Grundstücke abseits von Wohngebieten werden nur zweimal im Jahr nach dem Aussamen der Gräser gemäht. Um Insekten und Vögeln im freien Feld Lebensräume zu bieten, haben wir auf diesen Grundstücken schon vor vielen Jahren Vogelschutzhecken mit bis zu 300 Heckenarten wie Apfelbäume, Wildrosen oder Schlehen angelegt und pflegen sie seither extensiv. An den Wasserwerken zum Beispiel wurden Streuobstwiesen und am Heizwerk Speyerer Straße Speierlinge angepflanzt – ein Wildobstgehölz, das zu den seltensten Baumarten in Deutschland zählt. In den Bädern sorgen wir ebenfalls laufend für neuen Bewuchs. So wurden auch zuletzt wieder neue Bäume angepflanzt, die für die zunehmende Trockenheit geeignet sind. Dazu gehört unter anderem die Hopfenbuche.

ARTENVIELFALT DURCH VOGELSCHUTZHECKEN MIT BIS ZU 300 HECKENARTEN

Auch in unserem ENERGIEpark Pfaffengrund achten wir auf eine ökologische Gestaltung. So wurden rund um das Holz-Heizkraftwerk, an Wegrändern sowie auf weiteren Flächen Insektenweiden angelegt. Am Holz-Heizkraftwerk haben wir in Kooperation mit einem Imker Bienenstöcke aufgestellt. Den ENERGIEpark-Honig verkaufen wir in unserem ENERGIEladen in der Heidelberger Altstadt. Zudem haben wir Holz- und Steinbiotope für Insekten und Echsen an geschützten Plätzen angelegt, die von den Tieren gut angenommen werden, und planen eine Fassadenbegrünung am Heizwerk in Heidelberg- Bergheim.

Grüner Garten mit blühenden Bäumen und einem kleinen rechteckigen Teich im Vordergrund

Flächen von Anlagen pflegen wir extensiv. Hier die Trinkwasseranlage Schmitt’sche Quelle im Heidelberger Mühltal.

Ökologisches Verhalten unserer Beschäftigten fördern

Das Umweltmanagementsystem nach der EMAS-Verordnung stellt sicher, dass in wesentlichen Prozessen im Unternehmen Umweltaspekte berücksichtigt werden. Die Abteilungsleitung für Umweltschutz und Arbeitssicherheit sowie die ihr zuarbeitenden Beauftragten sorgen außerdem dafür, dass alle Beschäftigten regelmäßig in Umwelt- und Arbeitsschutzfragen unterwiesen werden. Im betrieblichen Vorschlagswesen werden Ideen besonders honoriert, die einen Beitrag zum Umwelt- oder Klimaschutz leisten.

Ergänzend geben wir Anreize für ökologisches Verhalten im Bereich der Mobilität:

  • Eine Betriebsvereinbarung regelt, dass Dienstreisen per Zug durchzuführen sind, für Dienstgänge stehen Fahrräder und Pedelecs und im Fuhrpark Erdgasfahrzeuge sowie Elektroautos zur Verfügung.
  • Darüber hinaus bieten wir allen Beschäftigten ein Deutschlandticket als Jobticket an und ermöglichen ihnen den Kauf eines Jobrads.
  • Durch das Angebot von Trinkwasser aus Wasserspendern reduzieren wir Einweggebinde und Transportfahrten für Mehrwegbehältnisse, und in unserem Betriebsrestaurant bieten wir vegetarische Gerichte aus regionalen Zutaten.

PERSONAL

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen

Zum Jahresende hatten wir 1.093 (Vorjahr: 1.031) fest angestellte Beschäftigte. 165 (Vorjahr: 187) von ihnen sind dem Verkehrsunternehmen rnv überlassen und nicht für unseren Konzern tätig. Ende 2024 befanden sich zudem 40 (Vorjahr: 46) Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. Die Erhöhung der Beschäftigtenzahlen von 2023 auf 2024 ist auf eine geänderte Personalzuordnung von 39 (Vorjahr: 46) Wagenbegleiterinnen und -begleitern bei den Heidelberger Bergbahnen zurückzuführen. Bis zum Jahr 2024 wurden sie gesondert ausgewiesen.

Neue Steuerungsaufgaben in der Energiewende, der Ausbau der Fernwärme und der Erzeugungsanlagen, der Umbau der Energiesysteme sowie die zunehmende Digitalisierung haben viele neue Aufgaben und somit Neueinstellungen in unserem Unternehmen zur Folge. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, Nachfolgerinnen oder Nachfolger für ausscheidende Beschäftigte zu finden. Denn 39 Prozent der Belegschaft sind über 50 Jahre alt und werden unser Unternehmen in den nächsten zehn bis 15 Jahren verlassen. Auch wenn der Altersdurchschnitt kontinuierlich sinkt, wird es eine wesentliche Aufgabe bleiben, gute, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und weiterzuentwickeln. Daran arbeiten wir mit einem breiten Maßnahmenmix.

Beschäftigte1

2024

2023

2022

Stadtwerke Heidelberg

254

238

233

Stadtwerke Heidelberg Netze

391

365

357

Stadtwerke Heidelberg Energie

127

118

101

Stadtwerke Heidelberg Bäder

41

35

33

Stadtwerke Heidelberg Umwelt

11

11

10

Stadtwerke Heidelberg Garagen

5

4

2

Stadtwerke Heidelberg Technische Dienste

45

60

65

Heidelberger Straßen- und Bergbahn2

54

13

15

Überlassen an die rnv

165

187

207

Stadtwerke Heidelberg Konzern

1.093

1.031

1.023

davon in Freistellungsphase der Altersteilzeit

40

46

52

1 | Angaben zum 31.12.2024 und gemäß organisatorischer Zuordnung. Personen, nicht Vollzeitkräfte. Ohne Auszubildende und Aushilfen
2 | Wechsel bei Datenerfassung. 2024: mit 39 Bergbahn-Wagenbegleitern und -begleiterinnen; 2023: ohne 46, 2022: ohne 40 Wagenbegleiter und -begleiterinnen

Alter

bis 20

21-30

31-40

41-50

51-60

61-65

Anzahl1

7

133

234

193

251

110

1 | Angaben zum 31.12.2024. Personen, nicht Vollzeitkräfte. Ohne Auszubildende und Aushilfen, außerdem ohne rnv-Überlassene. Inklusive 40 Personen in der Freistellungsphase der Altersteilzeit

Junges Mädchen arbeitet an einer elektrischen Installation während des Girls' Day 2024, begleitet von einem männlichen Betreuer

Auch im Jahr 2024 haben wir wieder Töchter, Nichten und Enkelinnen von Beschäftigten zum Girls’ Day eingeladen, damit sie sich in typischen Männerberufen ausprobieren konnten.

Vergütung und Arbeitszeit

Die Personalkosten lagen 2024 bei 95,6 (Vorjahr: 89,5) Millionen Euro. Davon entfielen 7,3 (Vorjahr: 8,7) Millionen Euro auf die Altersvorsorge. Die Grundlage für die Vergütung, die Arbeitszeit-Regelungen sowie die Ausgestaltung der Arbeitsverträge ist der Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe (TV-V). Darüber hinaus können besondere Leistungen von Projektmitarbeitenden mit Prämien gewürdigt werden. Es besteht die Möglichkeit, Mitarbeitende, die dauerhaft außergewöhnliche Leistungen zeigen, mit einer Höhergruppierung zu honorieren. Führungskräfte mit außertariflichen Verträgen erhalten zudem einen variablen Gehaltsanteil. Je nach Tätigkeit gehören zu den vergütungsrelevanten Zielen auch Nachhaltigkeitsaspekte.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt für tariflich angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 39 Stunden, für außertariflich bezahlte Führungskräfte 42 Stunden. Für die Beschäftigten der Heidelberger Straßen- und Bergbahn (HSB), die der rnv überlassen wurden, gilt der Haustarifvertrag der rnv.

Vielfalt und Chancengleichheit

Viele Berufe bei Stadtwerken sind traditionell eine Männerdomäne. Doch die Rollen wandeln sich. Seit vielen Jahren steigt der Frauenanteil sowohl im Gesamtunternehmen als auch bei den Führungskräften. Ende 2024 lag er bei fast einem Drittel – und damit so hoch wie nie zuvor.

Wir möchten Mädchen schon früh für technische Berufe begeistern und ihnen die Chance eröffnen, sich in typischen Männerberufen zu verwirklichen. Deshalb bieten wir Töchtern, Nichten und Enkelinnen von Mitarbeitenden am Girls’ Day die Möglichkeit, technische Tätigkeiten kennenzulernen. Auch im Jahr 2024 waren wieder sechs Mädchen einen Tag lang bei uns und wurden von den Ausbildenden bei den Probearbeiten angeleitet.

Die Stadtwerke Heidelberg sind für Menschen mit Schwerbehinderungen offen. Ihr Anteil überschreitet den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent.

Um Chancengleichheit sicherzustellen, haben wir eine Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz mit drei Gleichstellungsbeauftragten sowie einem Beauftragten für Schwerbehinderte eingerichtet. Wie in den Vorjahren sind auch 2024 keine Beschwerden eingegangen.

Diversity1 (%)

2024

2023

2022

Frauenanteil

32,1

28,1

30,4

Frauenanteil an den oberen Führungskräften

26,6

23,1

27,9

Anteil von Beschäftigten mit Schwerbehinderung

6,8

6,9

8,1

1 | Ohne rnv-Überlassene

Beruf und Privatleben im Einklang

Jede Generation hat ihre eigenen Ansprüche an die Arbeit. Doch was alle eint: Die meisten Berufstätigen wünschen sich Erfüllung bei der Arbeit und gleichzeitig ausreichende Flexibilität, um ihr Privatleben freier gestalten zu können. Neue Formen des Arbeitens helfen, alle Lebensbereiche gut miteinander zu vereinbaren. Bei kommunalen Unternehmen geben rechtliche und tarifliche Regelungen den Rahmen vor. Diesen Rahmen haben wir als Erste in der Branche im Interesse einer größeren Flexibilität weitestmöglich ausgeschöpft und die Möglichkeiten in einer Betriebsvereinbarung festgeschrieben: Bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit können unsere Beschäftigten mobil arbeiten, sofern ihre Arbeitstätigkeit nicht an eine feste Infrastruktur gebunden ist. Dieses Angebot wird gern und umfangreich genutzt.

KINDERTAGESPFLEGE ENERGIEBÜNDEL FÜR KINDER UND ENKEL UNSERER BESCHÄFTIGTEN

Auch Teilzeitarbeit hat einen hohen Stellenwert, wenn es darum geht, Privatleben und Beruf besser in Einklang zu bringen. Unsere Teams sind für diese Option offen. So steigt der Anteil an Teilzeitstellen kontinuierlich und lag Ende des Jahres 2024 bei 16 Prozent.

In herausfordernden familiären Situationen unterstützen wir die Betroffenen, indem wir individuelle Lösungen mit ihnen entwickeln. Ergänzend bieten wir Sabbaticals an. Mit unserer eigenen Kindertagespflege ENERGIEbündel unterstützen wir Kolleginnen und Kollegen mit Kindern zwischen ein und drei Jahren. Unter anderem wird eine Notfallbetreuung angeboten, außerdem ist die Einrichtung auch für Enkelkinder von Mitarbeitenden offen.

Zusammenarbeit zwischen den Generationen

Eine gute Verständigung zwischen den Generationen ist uns ein wichtiges Anliegen: Denn wir möchten die Potenziale aller Mitarbeitenden optimal fördern und Synergien aus ihrem Zusammenspiel nutzen. Trifft Erfahrung auf neue Ideen und sind alle Seiten offen füreinander, so ist der Gewinn für das Unternehmen und auch für seine Beschäftigten am größten.

Wir haben daher im Jahr 2024 das Thema Zusammenarbeit zwischen den Generationen verstärkt auf die Agenda gesetzt. In mehreren Generationen-Cafés und Seminaren haben Angehörige der verschiedenen Generationen die Chance genutzt, sich über ihre jeweiligen Perspektiven auszutauschen. Das Ergebnis: ein größeres Verständnis füreinander sowie die Erkenntnis, dass die Sichtweisen gar nicht so weit auseinanderliegen, sobald man einmal darüber spricht.

FAZIT DES GENERATIONENAUSTAUSCHS: DIE PERSPEKTIVEN SIND OFT ÄHNLICHER ALS GEDACHT

Mehrere Frauen unterschiedlichen Alters unterhalten sich im Generationen-Café 2024, einige halten Papiere und Stifte in der Hand.

Im Generationen-Café kamen verschiedene Generationen miteinander ins Gespräch.

Aus- und Weiterbildung fördern

Wir wollen junge Talente schon früh für unser Unternehmen gewinnen und halten. Deshalb investieren wir in die Ausbildung. Schon seit vielen Jahren ist sie ein wichtiges Standbein unserer Personalgewinnung. In den letzten Jahren haben wir noch einmal deutlich nachgelegt: Im Jahr 2022 haben wir den Meilenstein von 50 Auszubildenden im Unternehmen erreicht, seither ist ihre Anzahl auf 58 Personen angestiegen.

ANZAHL DER AUSZUBILDENDEN WEITER GEWACHSEN

Unser Spektrum an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft und IT ist groß. Außerdem bilden wir Fachangestellte für Bäder aus. In unserem Arbeitgebermarketing legen wir einen Fokus auf die Ausbildung in der Technik und in den Bädern, denn hier dauern die Stellenbesetzungen meist länger. Engagierte Auszubildende mit guten Leistungen fördern wir individuell und bieten ihnen Fortbildungen sowie gute Übernahme- Chancen. Als große Hilfe, den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen, hat sich unser F3-Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften erwiesen. Während des zweijährigen Programms erhalten Studienabsolventen die Möglichkeit, in unternehmensübergreifenden Projekten mitzuarbeiten oder sie sogar zu leiten. Die Zusammenarbeit schärft den Blick der jungen Menschen auf das Gesamtunternehmen. Was dieses Programm von sonst üblichen Traineeprogrammen unterscheidet, sind die Freiräume und die Eigenverantwortung, die den Teilnehmenden zugestanden werden. Ein Großteil der Absolventen und Absolventinnen übernahm nach dem Abschluss des Programms 2024 verantwortungsvolle Positionen im Unternehmen.

NEUES BUCH ZUM F3-PROGRAMM: DOWNLOAD UNTER

SOWILLICHARBEITEN.DE/F3-PROGRAMM

Im Jahr 2024 haben wir in unserer Schriftenreihe ein Buch vorbereitet, in dem das Programm umfassend beschrieben ist – als Anregung nicht nur für andere kommunale Unternehmen. Seit Anfang 2025 steht es Interessierten als Download zur Verfügung.

Familie und Beruf 1 (%)

2024

2023

2022

Anteil Teilzeitkräfte

16,0

14,0

13,6

Ausbildung

2024

2023

2022

Auszubildende1

58

53

50

davon Studierende der DHBW

4

1

4

Teilnehmende des F3-Programms2

10

4

5

1 | Ohne rnv-Überlassene
2 | Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften

Auszubildende arbeiten gemeinsam an einer Seifenkiste während der Einführungswoche, um an einer Rallye teilzunehmen

Teamarbeit von Beginn an: Während der Einführungswoche bauen
die neuen Azubis gemeinsam Seifenkisten, um in einer Rallye
gegeneinander anzutreten.

Zwei junge Männer spielen Beachvolleyball auf einem aufblasbaren Feld während der Azubi-Einführungswoche

Während der Azubi-Einführungswoche: Beachvolleyball auf einem aufblasbaren Feld.

Dem Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt begegnen wir auch, indem wir Beschäftigte berufsbegleitend qualifizieren. Die Basis dafür bildet eine Betriebsvereinbarung. Wir übernehmen die Kosten für die Qualifizierungen und kommen den Mitarbeitenden etwa durch Freistellungen oder Sonderurlaube auch zeitlich entgegen. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Mitarbeitende diese Chance genutzt.

Darüber hinaus bieten wir auf einer Lernplattform interne Schulungen sowie Online-Trainings zu einem breiten Themenspektrum an. Die Online-Trainings ermöglichen es, eine große Anzahl an Pflichtschulungen zeitlich flexibel zu absolvieren.

Im Jahr 2024 hat sich die Anzahl der Schulungen mit 8.225 (Vorjahr: 4.193) nahezu verdoppelt: Durchschnittlich nahm jeder Beschäftigte an acht (Vorjahr: 4,5) Schulungen teil. Die Kosten pro Person blieben mit knapp 1.300 Euro auf ähnlichem Niveau. Hintergrund für diese Entwicklung ist eine verstärkte Nutzung der Online-Lernplattform.

Weiterbildung1

2024

2023

2022

Seminarbesuche aller Beschäftigten (intern und extern)

8.225

4.193

3.085

Seminarbesuche pro Beschäftigten (intern und extern)

8,0

4,5

3,2

Durchschnittliche Reise- und Weiterbildungskosten pro Beschäftigten (€)

1.293

1.337

1.101

1 | Ohne rnv-Überlassene

Gesundheit fördern

Die Stadtwerke Heidelberg bieten ihren Beschäftigten ein breites Programm zur Gesundheitsförderung. Organisiert wird es über das Team des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Zu den Präventionsangeboten gehören verschiedene Kurse, von Business Yoga über Aquajogging und Faszientraining bis hin zu Body-Fit-Kursen. Selbstzahlende können auch Physiotherapiestunden im Haus buchen.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement unterstützt außerdem Betriebssportgruppen wie Laufen, Volleyball, Tennis und Fußball. Ein Fitnessraum in unserer Hauptverwaltung lädt zur bewegten Pause ein. Zusätzlich bieten wir unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit des Krafttrainings an hochwertigen Geräten in unserem unternehmenseigenen Health Gym an.

IM NEUEN HEALTH GYM KANN AN ARBEITSTAGEN ZWISCHEN 6 UND 21 UHR TRAINIERT WERDEN

Alle Beschäftigten können außerdem einen regelmäßigen Gesundheits-Check in Anspruch nehmen. Jederzeit steht ihnen auch ein Online-Hautcheck zur Ersteinschätzung auffälliger Hautstellen zur Verfügung, innerhalb eines Tages erhalten sie Feedback und bei Bedarf sehr zügig einen Termin für eine ärztliche Untersuchung bzw. Behandlung.

Darüber hinaus bieten wir Grippeschutz- und FSME-Impfungen an. Weitere Gesundheitsmaßnahmen werden durch Zuschüsse gefördert, und bei psychischen Belastungen am Arbeitsplatz ermöglichen wir Unterstützung durch Psychotherapeuten.

Im April 2024 hat das Betriebliche Gesundheitsmanagement den jährlichen Gesundheitstag ausgerichtet – mit Angeboten zur Hautgesundheit und zum Rückenscreening, der Messung von Gesundheitswerten sowie Entspannungskursen und vielen weiteren Anregungen.

Beratung zur Hautgesundheit zwischen einem Mann und einer Frau im Health Gym

Beratung zur Hautgesundheit beim Gesundheitstag 2024.

Unternehmenskultur für ein gutes Miteinander

In alle Entscheidungen, die für die Beschäftigten von Belang sind, und auch in viele nicht-mitbestimmungspflichtige Aktivitäten ist in unserem Unternehmen der Betriebsrat eingebunden. Diese Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat ist von einem vertrauensvollen und ausgesprochen konstruktiven Miteinander zum Wohl des Unternehmens geprägt.

Darüber hinaus geben wir verschiedene Impulse für eine gute Unternehmenskultur: Beim jährlichen Zukunftstag geben namhafte Referenten und Referentinnen Anregungen zur Persönlichkeitsentwicklung und für ein gelingendes Leben. Im Jahr 2024 zeigte der Wissenschaftler, Psychiater und Neurologe Prof. Dr. Volker Busch von der Universität Regensburg spannende, ungewöhnliche und hilfreiche Perspektiven auf die Auslöser von Stress und den Umgang damit auf.

Entspannte Pause: Anleitung während des Gesundheitstags 2024.

Ein breites Trainingsangebot unterstützt bei der Entwicklung von Soft Skills. Unter anderem beschäftigt sich eine Übungsgruppe mit der Wertschätzenden Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Möglichkeiten für Coaching und Mediation runden das Angebot ab. Dazu zählt auch ein Pool von internen Coaches, die Kolleginnen und Kollegen in herausfordernden Situationen unterstützen.

Beteiligung der Beschäftigten

Alle Beschäftigten haben in den viermal pro Jahr stattfindenden Betriebsversammlungen die Möglichkeit, Themen offen anzusprechen. Darüber hinaus werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt: Anfang 2025 startete wieder eine Befragung zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Auch mit Blick auf den Umzug Mitte des Jahres 2025 wurden die Mitarbeitenden immer wieder über verschiedene Formate eingebunden.

AUSTAUSCH ÜBER DAS SOCIAL INTRANET STADTNETZWERK

Das Social Intranet stadtNETZwerk unterstützt ebenfalls eine offene Unternehmenskultur und fördert die Beteiligung der Beschäftigten. Unter anderem können sie dort über Highlights der eigenen Arbeit berichten, das Wissen der Stadtwerke-Community nutzen, Fragen stellen, Meinungen abgeben und Diskussionen führen. Diese Möglichkeiten unterstützen den Austausch im Unternehmen und werden gern genutzt.

Darüber hinaus können alle Beschäftigten im betrieblichen Vorschlagswesen Verbesserungen anregen.

Für einen sicheren Arbeitsweg: Bei unserem Gesundheitstag 2024 konnten alle Mitarbeitenden ihre Fahrräder überprüfen zu lassen.

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit werden bei den Stadtwerken Heidelberg zentral koordiniert und sind durch Sicher heitsbeauftragte in den verschiedenen Bereichen dezentral verankert. Zudem werden die Mitarbeitenden jährlich in Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz unterwiesen.

Wir erheben jährlich Kennzahlen zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit und vergleichen sie mit Branchenstandards:

  • Die Anzahl der meldepflichtigen Wegeunfälle, also solcher mit mehr als drei Krankentagen, hat sich wieder auf sieben (Vorjahr: 9) reduziert. Um Wegeunfällen entgegenzuwirken, haben wir Fahrradchecks angeboten.
  • Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte ist mit 15 (Vorjahr: 15) auf demselben Niveau geblieben. Dieser Wert liegt unterhalb des von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erhobenen Branchendurchschnitts. Jedem meldepflichtigen Arbeitsunfall gehen wir nach. Als Gegenmaßnahme führt die zuständige Abteilung zahlreiche Betriebs- und Baustellenbegehungen sowie umfangreiche Unfalluntersuchungen durch. Über alle Begehungen werden Protokolle mit Verbesserungsmaßnahmen erstellt, deren Umsetzung ebenfalls dokumentiert und nachvollzogen werden.
  • Die Anzahl der Krankheitstage pro meldepflichtigem Arbeitsunfall ist mit sieben (Vorjahr: 11) weiter gesunken.
  • Eine weitere Kennzahl zur Unfallhäufigkeit ist die Lost Time Injury Frequency (LTIF = die Häufigkeit von Unfällen mit Ausfallzeit). Diese Kennzahl erfasst die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten ab einem Tag und bezieht sich auf eine Million Arbeitsstunden. Im Jahr 2024 sank sie weiter auf 2,2 (Vorjahr: 3,9).

Arbeitssicherheit

2024

2023

2022

Meldepflichtige Wegeunfälle

7

9

6

Meldepflichtige Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte

15

15

12

Branchendurchschnitt meldepflichtige Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte1

16

16

17

Krankheitstage pro meldepflichtigem Arbeitsunfall

7

11

13

Schwere Arbeitsunfälle

1

Tödliche Arbeits- oder Wegeunfälle

Lost Time Injury Frequency (LTIF)

2,2

3,9

4,9

1 | Erhebung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

GESELLSCHAFT UND POLITIK

Nah an der Gesellschaft

Als kommunales Unternehmen sind wir eng mit der Region und den Menschen verbunden, für die wir arbeiten. Unsere Kunden kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Wie bei jedem kommunalen Unternehmen sind Gemeinderäte als Vertreter der lokalen Gemeinschaft im Aufsichtsrat tätig und übernehmen dort Kontrollfunktionen. Zudem werden einige Grundsatzentscheidungen in politischen Gremien gefällt, oder diese geben Arbeits- und Prüfaufträge an uns weiter. Wir sind uns bewusst, dass wir als öffentliches Unternehmen verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen und ihre Anforderungen an uns besonders hoch sind. Deshalb legen wir ein großes Augenmerk auf Rückmeldungen aus unserem Umfeld, die uns über verschiedene Wege erreichen. So erfassen wir die Feedbacks im Zuge unseres Social-Media-Monitorings: An jedem Arbeitstag verfolgen wir Kommentare und Rückmeldungen auf Artikel sowie Leserbriefe aus Printmedien. Zudem werten wir Beschwerden regelmäßig aus. Zeigt sich ein Cluster mit vermehrten Anliegen, so stimmt das Team des Beschwerdemanagements mit den Fachabteilungen Verbesserungsmaßnahmen ab und übernimmt bei Bedarf die Moderation zwischen den Kunden bzw. Bürgern, Nachbarn und weiteren Anspruchsgruppen sowie den Fachabteilungen.

Teilhabe und Gemeinschaft sind auch Ziel der Energiekonzeption 2030: Interessierte Bürgerinnen und Bürger informieren wir daher frühzeitig über Planungen und Arbeitsfortschritte. So präsentieren wir in Veranstaltungen der Stadt Heidelberg, die der Bürgerbeteiligung eine große Bedeutung beimisst, unsere Planungen zur Flusswärmepumpe und stellen uns dort den Fragen der Öffentlichkeit. Auch bei umfangreicheren Infrastrukturprojekten binden wir die Betroffenen durch Dialogveranstaltungen ein. Ergänzend führen wir immer wieder Gespräche mit Umweltverbänden sowie weiteren Anspruchsgruppen über die Potenziale und Fortschritte beim Umbau der Energiesysteme. Die Bürgerinnen und Bürger beteiligen wir zudem auch ganz konkret an der Energiewende, indem wir ihnen über unser Genussrecht heidelberg KLIMA-INVEST die Möglichkeit geben, auch finanziell von unseren Energiewende- Aktivitäten zu profitieren.

Über Baumaßnahmen informieren wir regelmäßig über Handzettel, über die Presse, in persönlichen Gesprächen sowie bei Bedarf über Veranstaltungen.

Ende 2024 erhielten wir auf der Basis von Mitarbeiterbewertungen das kununu-Siegel Top Company 2025 und gehören damit zu den fünf Prozent der besten Arbeitgeber.

Gute Beziehungen zu unseren Kundinnen und Kunden

Erster Ansprechpartner für unsere Kundinnen und Kunden sind unsere Teams im Kundenservice und in unserem ENERGIEladen. Dort sorgen engagierte Mitarbeitende dafür, dass die Anliegen der Kundinnen und Kunden möglichst transparent und zügig erledigt werden. Ferner sind wir 24 Stunden am Tag über unsere Pforte persönlich erreichbar. Viele Aufgaben lassen sich zudem online erledigen – unter anderem über ein Energieund ein Netzkundenportal.

Bei Preisanpassungen, der Veröffentlichung neuer Festpreisprodukte oder auch bei der Umsetzung neuer rechtlicher Regelungen kann es immer wieder zu Engpässen kommen, die selbst mit zusätzlicher Zubuchung von Personalkapazitäten nicht immer kurzfristig aufzufangen sind. So verzögerte sich in einigen Fällen auch im Jahr 2024 der Rechnungsversand infolge der komplexen IT-technischen Anpassungen an die Preisbremsengesetze. Noch fehlende Rechnungen waren meist auf Einzelfallprüfungen zurückzuführen, die aufgrund der rechtlichen Vorgaben erforderlich wurden.

Das Beschwerdemanagement nutzt das Kundenfeedback laufend für Verbesserungsvorschläge (s. o.). Antworten auf Beschwerden unterschreiten die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen in den meisten Fällen bei Weitem. Auf Feedbacks via Social Media antworten wir meist innerhalb eines Arbeitstags.

Präsentation im Seminarraum mit Teilnehmern, Vortragender präsentiert eine Karte

Bei größeren Baumaßnahmen bieten wir Informations- und Dialogveranstaltungen an.

Wir sehen unsere Kundinnen und Kunden als unsere Partner bei der Energiewende. Deshalb bieten wir ihnen viele Produkte und Services an, mit denen sie ihren Energiebedarf nachhaltig decken und gleichzeitig selbst klimaverträglich Energie produzieren können. Informationen zu Produkten im Energiebereich, wie Angaben zum Energiemix und zu den CO2-Emissionen, erhalten Kunden über die Produktblätter. Bei Preisänderungen werden die Gründe transparent an die Kunden und die Öffentlichkeit via Anschreiben und Presse sowie Internet kommuniziert.

Der Schutz der Kundendaten wird vom Datenschutzmanagement überwacht. Die Datenschutzbeauftragte ist in alle relevanten Prozesse eingebunden.

Täglich erfassen wir im Beschwerdemanagement auch Feedbacks und Kommentare zu unseren zahlreichen Google- Standorten sowie zu unseren weiteren Kanälen.

Sinn und gesellschaftliche Bedeutung unserer Produkte und Leistungen

Unsere Produkte und Leistungen dienen der Daseinsvorsorge: Wir stellen Trinkwasser, Strom, Wärme, Kälte, Straßenbeleuchtung sowie Infrastrukturen für schnelle Datenübertragung bereit und tragen mit unseren Bädern, den Bergbahnen und mit Parkraum sowie mit unseren Dienstleistungen im öffentlichen Personennahverkehr zur Lebensqualität in Heidelberg und der Region bei.

Fairness im Umgang mit Lieferanten

Uns ist ein fairer und transparenter Umgang mit unseren Lieferanten wichtig. Je nach Umfang und Art des Auftrags führen wir öffentliche und begrenzte Ausschreibungen und Vergabegespräche durch. Im Zuge der Gespräche klären wir auch die Ausgangsbedingungen bei den Lieferanten und vereinbaren etwa Ausführungszeiten für Baumaßnahmen oder Teillieferungen von Baumaterialien. Die Ergebnisse der Gespräche werden über Angebotsvergleiche intern im Mehraugenprinzip dokumentiert – ebenso wie die Gründe für unsere Entscheidungen. Lieferanten, die nicht beauftragt wurden, erhalten grundsätzlich eine Rückmeldung und auf Wunsch auch ein ausführlicheres Feedback.

In wesentlichen Vergabebereichen wie etwa Bauarbeiten müssen die Stadtwerke Heidelberg jedoch oft Vorgaben aus Verwaltung und Politik (z. B. Bau in Ferienzeiten oder nachts) berücksichtigen, um die Einschränkungen von Anwohnenden oder Verkehrsteilnehmern so gering wie möglich zu halten.

Bei Zahlungen achten wir auf die Einhaltung vereinbarter Fristen. Sofern möglich nutzen wir Skonto. Unsere Einkaufs- und Bestellrichtlinien sind auf der Homepage öffentlich zugänglich, ebenso die Verpflichtungserklärungen für öffentliche Aufträge, zum Mindestentgelt sowie zu weiteren ethischen Vorgaben.

Menschenrechte in der Lieferkette

Aspekte wie Menschenrechte bzw. Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit in der Lieferkette spielen ganz besonders bei der Herkunft von Energien eine Rolle. Die Stadtwerke Heidelberg setzen im Zuge des Ausbaus der Eigenerzeugung zunehmend auf regionale Energien. Beim Einkauf von Gas und Öl sind dem jedoch Grenzen gesetzt, denn im Rahmen der vorhandenen Marktmodelle kann lediglich bei Biogas und Ökostrom die Herkunft belegt werden.

Sonstige Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf die Menschenrechte

Das unabhängige Deutsche Institut für Menschenrechte erhebt seit 2016 jährlich die Menschenrechtssituation in Deutschland. Am 9. Dezember 2024 stellte die Organisation dem Bundestag ihren neunten Bericht über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vor. Neben der Verantwortung von Unternehmen für die Menschenrechte in der Lieferkette standen diese Themen im Fokus: Verschärfung in der Migrationspolitik, Wohnungslosigkeit, Inklusion, Wanderarbeiter. Im Kontext unserer Geschäftstätigkeit betrifft uns das Thema Inklusion. Kennzahlen und Maßnahmen dazu finden sich hier.

Kooperation und Solidarität mit Mitunternehmen

Die Stadtwerke Heidelberg setzen bei zahlreichen Aufgaben auf Kooperationen mit Partnerunternehmen – insbesondere, um die Energiewende in der Region voranzubringen. Zu diesem Zweck schließen wir uns mit anderen Energieversorgern aus der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen.

KOOPERATIONEN BEI PRODUKTENTWICKLUNG SIND TEIL UNSERES GESCHÄFTSMODELLS

Auch der Smart-Meter-Rollout läuft in Kooperation mit anderen Unternehmen, und in der Stadtwerke-Kooperation Trianel arbeiten wir mit zahlreichen weiteren Stadtwerken und Energieversorgern an der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen sowie am Ausbau der Eigenerzeugung.

Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren

Die Stadtwerke Heidelberg beteiligen sich als mittelgroßes Unternehmen selbst nicht aktiv an Gesetzgebungsverfahren. Wir stehen jedoch als Gesprächs- und Praxispartner für Politik, Verwaltung und Wissenschaft zur Verfügung und sind aktives Mitglied in zahlreichen Verbänden und deren Fachgremien. Dazu zählen unter anderem der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU), die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW), die Stadtwerke-Kooperation Trianel (s. o.), der Bundesverband der Energieund Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), GEODE Deutschland e. V. sowie verschiedene Verbände der Wasserwirtschaft.

Einige dieser Verbände engagieren sich für kommunale, also gemeinwohlorientierte Ziele und setzen sich zum Beispiel für eine dezentrale, klimaschonende Energieversorgung, für eine hohe Versorgungssicherheit oder die Reinhaltung des Trinkwassers ein. Die Art der Einflussnahme der Verbände ist vielfältig und reicht von Pressearbeit über Veranstaltungen bis hin zu persönlichen Gesprächen.

Rechtskonformes Verhalten sicherstellen

Unser Ziel ist es, wissentlich oder unwissentlich verursachten rechtswidrigen Vorfällen oder unangemessenem Verhalten durch klare Regeln, Bereitstellung umfassender Informationen und etablierte Prüfprozesse vorzubeugen.

Die Gesamtverantwortung für das Thema Compliance liegt bei der Geschäftsführung. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, hat sie geeignete Organisationsstrukturen und Überwachungsinstrumente eingerichtet und ein Compliance- Managementsystem implementiert. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Organisationsmaßnahmen:

  • Eine Compliance-Beauftragte sichert ein effektives Compliance-Monitoring und berichtet regelmäßig an die Geschäftsführung, entwickelt Vorschläge für die Weiterentwicklung des Compliance- Managements und verankert das Thema in der Gesamtorganisation. Verschiedene Beauftragte, unter anderem zu Datenschutz, Arbeitsschutz, Informationssicherheit, aber auch zu Brandschutz, Gefahrgut und vielen weiteren Aspekten der Arbeit in unserem Unternehmen, sowie die Rechtsabteilung stärken die Compliance- Organisation in komplexen Rechtsgebieten.
  • Das Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet, dass automatische Überprüfungen zentraler kaufmännischer Prozesse deren korrekten Ablauf sicherstellen. Die Interne Revision überprüft bzw. beurteilt zusätzlich, ob vorgegebene kaufmännische Prozesse und Regelungen eingehalten werden.
  • Der IKS-Beauftragte und die Revision legen der Geschäftsführung Berichte über die Ergebnisse ihrer regelmäßigen Überprüfungen vor. Auf dieser Basis werden konkrete Maßnahmen und Strategien erarbeitet, um die Organisation bei der compliancekonformen Gestaltung der Prozesse und Regelungen zu unterstützen. Externe Wirtschaftsprüfer kontrollieren schließlich in ihren Abschlussprüfungen die Funktionsfähigkeit des Compliancesystems.

In einigen Regelungsbereichen finden zusätzlich externe Audits oder Zertifizierungen statt:

  • Das zertifizierte Technische Sicherheitsmanagement (TSM) hat darüber hinaus die Aufgabe, alle personellen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu gewährleisten, um das komplexe technische Regelwerk inklusive aller rechtlichen Vorschriften und anerkannten Regeln der Technik einhalten zu können.
  • Unser Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) beschreibt Richtlinien, Verfahren und Verantwortlichkeiten mit dem Ziel, die Informationssicherheit in unserem Unternehmen dauerhaft zu gewährleisten, zu steuern und zu optimieren.

Darüber hinaus steht Beschäftigten ein digitales Hinweisgebersystem (HGS) nach dem Hinweisgeberschutzgesetz zur Verfügung: Es umfasst eine interne Meldestelle sowie einen Kanal zur Meldung möglicher Rechtsverstöße, der anonym per Intranet erreichbar ist.

Korruptionsvorfälle sind im Jahr 2024 nicht aufgetreten. Ebenso wenig sind uns Vorfälle der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften bekannt geworden.

REGION

Wirtschaftsfaktor für die Region

Die Stadtwerke Heidelberg sind einer der größten Arbeitgeber in Heidelberg und Auftraggeber für Lieferanten und Dienstleister in der Region. Im Jahr 2024 betrugen unsere Personalaufwendungen 95,6 (Vorjahr: 89,5) Millionen Euro. Wir investieren vorwiegend vor Ort: Im Jahr 2024 haben wir 61,1 (Vorjahr: 46,4) Millionen Euro an Lieferanten und Dienstleister in der Region gezahlt. Die Steigerung ist unter anderem auf den Start des flächendeckenden Fernwärmeausbaus in Heidelberg-Neuenheim zurückzuführen.

FLÄCHENDECKENDER FERNWÄRMEAUSBAU ERHÖHT WERTSCHÖPFUNG IN DER REGION

Unsere Partnerkommunen erhielten 7,5 (Vorjahr: 6,9) Millionen Euro Konzessionsabgaben für unser Recht, Leitungen auf ihrem Gebiet zu bewirtschaften. Zudem schaffen wir Arbeitsplätze in Heidelberg und bilden auch dort aus. Mit unseren Tätigkeiten stärken wir die Wirtschaft und damit auch das soziale Leben in der Region.

Wirtschaftlicher Erfolg kommt der lokalen Gesellschaft zugute

Als hundertprozentig kommunales Unternehmen finanzieren wir öffentliche Aufgaben wie die Bäder und den öffentlichen Personennahverkehr. Rund 7,1 (Vorjahr: 7,4) Millionen Euro haben die Stadtwerke Heidelberg 2024 für die Verluste der Bäder sowie weitere 20,4 (Vorjahr: 19,9) Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr aufgewendet.

Unser Engagement für mehr Lebensqualität vor Ort reicht weit über unseren Versorgungs- und Finanzierungsauftrag hinaus. Mit der Stadt Heidelberg und unseren Partnergemeinden kooperieren wir für mehr Klimaschutz und zukunftsfähige Energien – zusammen mit vielen weiteren Partnern in der Region. Außerdem fördern wir Sport, Kultur und Bildung sowie ausgewählte soziale Projekte. Dialog und Kooperation begleiten unsere Tätigkeiten.

Engagement für Klima und Nachhaltigkeit:

Als Energieversorger ist uns Klimaschutz ein zentrales Anliegen. Seit 15 Jahren kooperieren wir mit den Umweltschutzvereinen NABU Rhein-Neckar- Odenwald, BUND Heidelberg und Ökostadt Rhein-Neckar: Seither erhalten sie jährlich Mittel aus einem Fonds, der sich aus dem Vertrieb der Ökostrom-Tarife heidelberg KLIMA, kurpfalz KLIMA und neckartal KLIMA speist und aus dem sie Projekte für den Klimaschutz finanzieren können. So auch 2024: Jeder Verein erhielt wieder 25.000 Euro. Die Projekte, die so unterstützt wurden, sensibilisieren vor allem Kinder und Jugendliche für Klima-, Natur- und Umweltschutz.

Engagement für Sport:

Wir engagieren uns für den Breitensport und arbeiten dafür schon lange mit dem Sportkreis Heidelberg zusammen: Der Verband vertritt über 400 Vereine mit mehr als 135.000 Mitgliedern. Sportvereine, die Kunden bei den Stadtwerken Heidelberg sind, können sich beim Sportkreis Heidelberg wegen Werbepartnerschaften melden und erhalten im Gegenzug finanzielle Unterstützung. Der Verein koordiniert die Partnerschaften.
Im Jahr 2024 haben wir ein neues Kooperationsangebot zusammen mit dem Sportkreis aufgesetzt, das den Klimaschutz und die Förderung von Sportvereinen in der Region zusammenbringt: Mit heidelberg VEREINT erhält ein Sportverein eine Prämie in Höhe von 50 Euro, sobald eines seiner Mitglieder sich als neuer Kunde für das Ökostrom-Produkt heidelberg KLIMA entscheidet. Zusätzlich zahlen wir 15 Euro in den Klimaschutzfonds.

Aufwendungen für unsere Partner in der Region (Mio. €)

2024

2023

2022

Beschäftigte: Personalkosten

95,6

89,5

86,1

davon Altersversorgung

7,3

8,7

8,0

Lieferanten und Dienstleister: Einkauf

61,1

46,4

52,9

Immobilien- und Grundstücksbesitzer: Mieten und Pachten

2,3

0,5

0,5

Kommunen: Konzessionsabgaben

7,5

6,9

7,0

Finanzierung öffentlicher Aufgaben (Mio. €)

2024

2023

2022

Bäder

7,1

7,4

6,8

ÖPNV

20,4

19,9

23,4

Engagement für Kultur:

Im kulturellen Bereich unterstützen wir herausragende Ereignisse für ein lebendiges kulturelles Miteinander sowie für Bildung in der Region. Beispiele sind die Heidelberger Schlossfestspiele, der Karlstorbahnhof sowie das Metropolink Festival für urbane Kunst.

Auch 2024 erhielten die Umweltschutzverbände wieder Mittel aus dem Verkauf der Ökostrom- Tarife.

Engagement für Bildung und Soziales:

Als Arbeitgeber fördern wir Talente von morgen. Unter anderem unterstützen wir immer wieder gern das Heidelberger Symposium, das von jungen Menschen ausgerichtet wird und angeregte Diskurse über eine Vielzahl politischer, gesellschaftlicher, kultureller und naturwissenschaftlicher Themen bietet.

Ein Schwerpunkt unseres sozialen Engagements liegt auf der Unterstützung von Menschen in Not: Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet uns mit dem Verein OBDACH e.V. Unser größtes soziales Projekt ist der Nothilfefonds [aktion. nähe]: Privatkunden die in eine finanzielle Notlage geraten sind, erhalten seit 2007 Hilfe aus diesem Fonds. Damit können sie ihre Energierechnungen begleichen.

Außerdem unterstützen wir seit über 20 Jahren die Weihnachtsaktion der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung, die mit den Spenden Menschen in schwierigen Lebenssituationen hilft. Die Zeitung arbeitet dazu mit den Sozial-, Kinder- und Jugendämtern von Stadt und Kreis sowie mit den Wohlfahrtsverbänden zusammen.

Junge Frauen im Fußballtraining mit orangefarbenen Trikots, eine Spielerin jubelt auf den Schultern einer anderen.

Das Angebot heidelberg VEREINT können alle Sportvereine und deren Mitglieder nutzen. So fördern sie Klimaschutzprojekte in der Region und unterstützen gleichzeitig ihren Verein.