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Vollständiger Bericht

Kapitel einzeln

Nachhaltigkeits-

Kennzahlen und Management

»für dich« – das meinen wir ernst. Wir können uns nichts Schöneres vorstellen, als die Menschen in Heidelberg und der Region zuverlässig mit Energie, ­Trinkwasser, ­Infrastruktur und Dienstleistungen zu versorgen. Kurz gesagt, mit allem, was ­unsere Lebensqualität sicher stellt. Weil wir möchten, dass es bei uns so schön bleibt, wie es ist, engagieren wir uns für Klimaschutz und die Energiewende, bieten attraktive Arbeitsbedingungen und setzen uns für Bildung, Sport und Kultur in der Region ein. Das belegen wir auch gerne mit Zahlen und Fakten.

Ana Liebekind
aus der Heidelberger Weststadt, Klimaschützerin, heidelberg KLIMA-Kundin, nutzt regelmäßig den kostenfreien heidelberg ENERGIESPAR-CHECK.

Jährlich erheben wir Nachhaltigkeits-Kennzahlen: So können wir sehen, wie sich unsere Leistungen nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch unter ökologischer und sozialer Perspektive entwickelt haben. Die Kennzahlen helfen uns, Verbesserungsmöglichkeiten zu finden und die richtigen Maßnahmen abzuleiten. Und: Wir zeigen der interessierten Öffentlichkeit damit, wo wir stehen und wie wir uns entwickelt haben.

Die Nachhaltigkeits-Kennzahlen leiten sich aus unseren strategischen Zielen ab, die wir unter anderem in der Energiekonzeption 2020/ 2030 sowie der Strategie Stadtwerke Heidelberg 2022 festgelegt haben. Außerdem haben wir uns an den Umweltzielen orientiert, die wir in der Umwelterklärung nach der EMAS-Verordnung veröffentlicht haben.

Die Kennzahlen werden jährlich aus verschiedenen Unternehmensbereichen zusammengeführt und von der Geschäftsführung als oberster verantwortlichen Stelle für Nachhaltigkeit bewertet. Nachhaltigkeitsaspekte haben wir darüber hinaus in unser konzernweites Risikomanagement integriert sowie in verschiedenen Leitbildern und Codizes berücksichtigt.

Finanzen

ÖPNV- und Bäderverluste stabilisiert

Das wirtschaftliche Ergebnis der Stadtwerke Heidelberg wird von den Verlusten für die Bäder und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie von den Gewinnen im Versorgungsbereich geprägt. Die Bäder und der ÖPNV sind als Service-Angebote für die Bürger in den meisten Kommunen Verlustbringer: Im bundesweiten Benchmark verursacht ein Bad durchschnittlich eine Million Euro Verlust. Bei dieser Summe hat sich auch das Ergebnis der Bäder bei den Stadtwerken Heidelberg eingependelt. In 2017 lag der Verlust bei 5,7 (Vorjahr: 5,8) Millionen Euro für fünf ­Bäder. In den letzten beiden Jahren schlugen dabei als Sonder­effekte auch die Aufwendungen für das Gebäude des ehemaligen Schwimmbad Musikclubs zu Buche.

Für den öffentlichen Personennahverkehr mit Bus und Bahnen, betrieben von dem städteübergreifenden Unternehmen Rhein Neckar Verkehr GmbH (rnv) für Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, wird für die nächsten Jahre ein Verlust von rund 26 bis 27 Millionen Euro kalkuliert. Die Heidelberger Straßen- und Bergbahn übernimmt die Verluste aus dem operativen Geschäft der rnv in Heidelberg. Im Jahr 2017 betrug der Verlust der Heidelberger Straßen- und Bergbahn 27,1 (Vorjahr: 24,7) Millionen Euro. Darin sind auch die Kosten für die Planungen des Betriebshofs Heidelberg enthalten.

Dem gegenüber stehen Gewinne aus dem Versorgungsbereich der Stadtwerke Heidelberg. Im Bereich Energie, Netze und Umwelt liegt der Fokus des Unternehmens darauf, eine wirtschaftliche Optimierung bei gleichzeitigem Wachstum zu ­erreichen. Dazu wurden seit 2009 aufeinander aufbauende Restrukturierungs- und Moderni­sierungsprogramme umgesetzt, die seither sukzessive ergebniswirksam werden. Die Programme umfassen einen sozialverträglichen Mitarbeiterabbau durch Abfindungen, Altersteilzeitregelungen oder Ringtausch im Unternehmen und mit der Stadtverwaltung Heidelberg. Diese Aktivitäten haben zu Kostensenkungen im gesamten Versorgungsbereich geführt. Insgesamt lag der Ergebnisbeitrag der Gesellschaften des Versorgungsbereichs und der Garagengesellschaft im Jahr 2017 ­daher bei 26,9 (Vorjahr: 14,2) Millionen Euro. Dieses Ergebnis enthält Erträge aus Sondereffekten.

Aus den Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften ergibt sich damit insgesamt ein Jahresfehlbetrag von 5,9 (Vorjahr: 16,4) Millionen Euro. Im Konzernabschluss beträgt der Jahresfehlbetrag dagegen 7,2 (Vorjahr: 17,5) Millionen Euro. Die Differenz erklärt sich aus unterschiedlichen bilan­ziellen Vorschriften für die Berücksichtigung von Firmenwerten im Konzernergebnis.

Umweltschutz

Umweltschutz

Im Jahr 1995 haben wir ein Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung aufgebaut, um den Umweltschutz in unseren Prozesse zu berücksichtigen. 1996 wurde das System erstmals validiert. Seitdem bilanzieren wir jährlich unsere Umweltwirkungen, schreiben ein systematisches Umweltprogramm mit Zielen und Maßnahmen fort und führen alle drei Jahre eine Umweltbetriebsprüfung durch. Ihre Ergebnisse werden von einem externen Gutachter validiert und in einer Umwelterklärung dokumentiert. Alle drei Jahre veröffentlichen wir eine umfassende, in den Jahren dazwischen eine aktualisierte Umwelterklärung.

Die Umweltkennzahlen im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht orientieren sich an den Vorgaben der EMAS-Verordnung.

Noch mehr ­Umweltschutz

Noch mehr ­
Umweltschutz

EMAS-Umwelt­­erklärung:
siehe www.swhd.de/
verantwortung
.

Umweltwirkungen

durch Eigenverbrauch inklusive Dienstleistungen1 2017 2016 2015
Energieeffizienz
Gesamt-Energieverbrauch (Strom, Fernwärme, Gas)2 (MWh) 183.373 166.496 186.670
Treibstoffe (MWh) 1.470 1.475 1.400
Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Stromverbrauch (%) 74 66 60
Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Wärmeverbrauch (%) 20 19 20
Materialeffizienz (kg)
Gefahrstoffe 48.579 40.886 40.574
Wasser (m3)
Trinkwasserverbrauch 152.823 169.270 129.600
Abfälle3 (t)
Abfälle zur Verwertung 5.313 6.001 5.866
Abfälle zur Entsorgung 71 67 80
Gefährliche Abfälle zur Verwertung 228 29 26
Gefährliche Abfälle zur Entsorgung 0,9 10,8 1,6
Biologische Vielfalt (m2)
Flächenverbrauch/überbaute Fläche4 75.278 75.278 75.278
Emissionen5 (t)
Gesamtemission Treibhausgase: CO2-Äquivalent6 28.992 27.225 30.355
Gesamtemission Treibhausgase: CO2-Äquivalent7 30.365 28.598 31.728
Gesamtemission in die Luft: CO, NOX, SO2, Feinstaub 19,9 18,4 19,0

Energieverbrauch

Rund 75 Prozent des Gesamt-Energieverbrauchs gehen auf die Nutzung von Gas zurück. Der größte Teil des eingesetzten Erd- und Biogases wird zur Erzeugung von Strom und Wärme in Anlagen der Stadtwerke Heidelberg Umwelt verwendet. Im Jahr 2017 ist der Gas-Verbrauch gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da 2016 einige Anlagen längere Zeit nicht am Netz waren.

Rund 17 weitere Prozent des Energiebedarfs werden in Form von Fernwärme für Heizzwecke gedeckt. Der Fernwärmeverbrauch lag 2017 über den Vorjahren, da einige Räume seit dem Abschluss von Umbauarbeiten wieder geheizt werden.

Der Anteil des Stroms am gesamten Energieverbrauch beträgt acht Prozent. Den größten Anteil daran haben die Straßenbeleuchtung sowie die Verwaltungsgebäude. Der Stromverbrauch ist ab 2016 durch den Übergang der Beleuchtung in Neckargemünd an die Stadtwerke Neckargemünd gestiegen. Gleichzeitig senkte die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie die neue Wassertechnik in den Bädern den Verbrauch wieder.

Der Energie-Eigenverbrauch lag 2017 mit insgesamt 183.373 Megawattstunden ­unter demjenigen von 2016 und wieder in ähn­licher Höhe wie 2015. Diese Schwankung ist maßgeblich auf die geringere Eigenerzeugung in 2016 zurückzuführen.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamt-Stromverbrauch hat aufgrund des gestiegenen Ökostrom-Anteils am Strommix weiter zugenommen. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärme entspricht demjenigen des Vorjahres.

Der Treibstoffverbrauch im Fuhrpark lag mit 1.470 Megawattstunden 2017 in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr (1.475 MWh). Die leichte Erhöhung in diesen beiden Jahren gegenüber 2015 resultiert aus der Übernahme der Mitarbeiter der Stadtwerke Neckargemünd und der damit verbundenen Erweiterung der Aufgaben. Viele Dienstfahrten werden mit Fahrrädern oder Pedelecs erledigt. Außerdem sind zwei E-Mobile, betrieben mit Ökostrom, im Einsatz und werden auch gut genutzt. Bei Dienstreisen haben darüber hinaus, festgeschrieben in einer Betriebsvereinbarung, öffentliche Verkehrsmittel Vorrang.

Wasserverbrauch und Abwasser

Der Trinkwasserverbrauch lag 2017 in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr. Die größten Wasserverbraucher sind die Schwimmbäder und die Wasserwerke, außerdem die Hallen, Werkstätten und Lager. Die Steigerung gegenüber 2015 in den Jahren 2016 und 2017 ist unter anderem auf die verstärkten Spülungen der Rohrnetze durch die Stadtwerke Heidelberg Netze in den verschiedenen Stadtteilen zurückzuführen. Besonders zu behandelnde Abwässer fallen bei den Stadtwerken Heidelberg nicht an.

Materialverbrauch

Die Bandbreite der eingesetzten Materialien im Unternehmen ist groß und reicht von Netzrohren über Brennstoffe bis hin zu Papier in der Verwaltung und Lebensmitteln für die Kantine. Soweit rechtlich möglich, werden regionale Lieferanten ausgewählt. Das gilt vor allem für Lebensmittel. Auch beim Brennstoff für das Holz-Heizkraftwerk ist ein Entfernungsradius in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt. Im Fuhrpark werden Kriterien wie Lärm- und Schadstoffemissionen berücksichtigt. Bei Druckerzeugnissen wird FSC- und zunehmend mehr Recyclingpapier in den Ausschreibungen gefordert. Um die CO2-Emissionen von Druckerzeugnissen und Postsendungen auszugleichen, unterstützen die Stadtwerke Heidelberg CO2-Kompensations­projekte.

In der Umweltbilanz wird die Menge der beschafften Gefahrstoffe erfasst. In den vergangenen Jahren nahm sie kontinuierlich ab. Hintergrund ist neben einer stetigen Optimierung des Gefahrstoffeinsatzes auch die zunehmende Verlagerung von Werkstattarbeiten an Auftragnehmer. In 2017 ist die Menge an Gefahrstoffen erstmals wieder leicht angestiegen, da die Wasseraufbereitung in den Bädern durch eine Elektrolyseanlage optimiert wurde. Zwar sorgt sie nun auf Basis von Kochsalz für sauberes und weiches Badewasser, doch gleichzeitig wurde der Einsatz von neutralisierender Säure erforderlich.

Abfälle

Der größte Anteil der Abfälle zur Verwertung ist auf den Betrieb des Holz-Heizkraftwerks zurückzuführen. Dabei handelt es sich um Rost- und Kesselasche sowie um Filterstäube. Im Jahr 2017 sind die Abfälle zur Verwertung leicht gesunken, weil sich die Qualität des Brennmaterials verbessert hat. Die gefährlichen Abfälle zur Verwertung haben sich im Jahr 2017 dagegen auf 228 (Vorjahr: 29) Tonnen erhöht. Der Grund liegt in der antizyklischen Entsorgung von Kabelendverschlüssen aus dem Bereich der Freileitungen, die in den vergangenen Jahren angefallen sind. Die gefährlichen Abfälle zur Entsorgung sind gegenüber 2016 wieder auf das vorherige Niveau zurückgegangen. Der hohe Wert in 2016 war auf Abfälle aus dem Abriss des Gaskesselfundaments im Pfaffengrund zurückzuführen. Dort entsteht nun der Energie- und Zukunftsspeicher.

Emissionen

Die Berechnung der Treibhausgas- und die Schadstoffemissionen basiert auf dem Einsatz verschiedener Energieträger für die ­Eigenerzeugung in den Anlagen der Stadtwerke Heidelberg. Dazu zählen unter anderem Holzpellets, Grünschnitt und Landschaftspflegematerial, Biomethan, Erdgas sowie Erdöl. Die Steigerung der Emissionen in 2017 ist unter anderem auf vermehrte Testläufe während einer Umbauphase in einem der Heizwerke zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist die erhöhte Eigenerzeugung in 2017 gegenüber dem Jahr 2016.

Personal

Mitarbeiter

Zum Jahresende waren im Konzern 1.050 (Vorjahr: 1.060) Mitarbeiter beschäftigt, davon 306, die von der Heidelberger Straßen- und Bergbahn an das Verkehrsunternehmen rnv überlassen wurden und nicht mehr für den Konzern tätig sind.

Seit Start der Restrukturierung bei den Stadtwerken Heidelberg im Jahr 2009 ist die Anzahl der Beschäftigten um rund 200 gesunken. Während sie im Geschäftsjahr 2016 wegen neuer Stellen für zusätzliche Aufgaben und externe Anforderungen gestiegen war, sank sie 2017 wieder. Der Stand Ende 2017 umfasst auch 54 (Vorjahr: 61) Mitarbeiter in der Ruhephase der Altersteilzeit.

Die Stadtwerke Heidelberg sind ein verlässlicher Arbeitgeber. Viele Mitarbeiter sind daher schon lange dort beschäftigt. Das spiegelt sich auch im Altersdurchschnitt wider: Rund 67 Prozent der Mitarbeiter (ohne rnv-Überlassene) sind zwischen 51 und 60 Jahre alt.

Der Personalaufwand belief sich 2017 auf 78,5 (Vorjahr: 78,8) Millionen Euro. Davon entfielen 7,9 (Vorjahr: 7,5) Millionen Euro auf die Altersvorsorge. Die Arbeitszeiten sind im Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe (TV-V) geregelt und betragen 39 Stunden pro Woche. Für die Mitarbeiter der Heidelberger Straßen- und Bergbahn, die an die rnv überlassen sind, gilt der Haustarifvertrag der rnv.

BESCHÄFTIGTE1 2017 2016 2015
Stadtwerke Heidelberg 217 214 217
Stadtwerke Heidelberg Netze 341 337 329
Stadtwerke Heidelberg Energie 31 31 28
Stadtwerke Heidelberg Bäder 29 27 25
Stadtwerke Heidelberg Umwelt 25 25 21
Stadtwerke Heidelberg Garagen 2 2 3
Stadtwerke Heidelberg Techn. Dienste 86 87 75
Heidelberger Straßen- und Bergbahn2 13 12 15
    Überlassen an die rnv 306 325 339
Stadtwerke Heidelberg Konzern 1.050 1.060 1.052
ALTER bis 20 21–30 31–40 41–50 51–60 61–65
Anzahl1 2 83 147 226 477 115

Vielfalt und Chancengleichheit

Um auch bei technischen Berufen im Unternehmen einen ausgewogenen Gender-Mix zu erreichen, sprechen wir verstärkt Frauen für neu zu besetzende Stellen an. Mit Erfolg: Ihr Anteil im Unternehmen ist kontinuierlich gestiegen. Bei den Führungskräften liegt er mit rund 20 Prozent nur leicht unter dem Frauen-Anteil im Gesamtunternehmen.

Die Stadtwerke Heidelberg sind für Menschen mit Schwerbehinderungen ­offen. Ihr Anteil an allen Beschäftigten beträgt 8,4 Prozent und übersteigt damit klar den gesetzlich geforderten Wert von fünf Prozent.

DIVERSITY1 (%)
2017 2016 2015
Anteil Frauen 23,1 23,2 22,4
Anteil Frauen an den oberen Führungskräften 19,8 20,0 23,7
Anteil Schwerbehinderte 8,4 9,1 11,5

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Stadtwerke Heidelberg unterstützen Teilzeitarbeit, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. Waren 2009 noch 8,8 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit beschäftigt, liegt ihr Anteil im aktuellen Jahrzehnt kontinuierlich zwischen elf und 13 Prozent.

Zudem sorgen flexible Regelungen, wenn es um die Pflege von Angehörigen geht, Sabbaticals, Homeoffice, Elternzeitfrühstücke und andere Angebote dafür, dass die Mitarbeiter ihre privaten Belange gut mit der Arbeit in Einklang bringen können. Darüber hinaus wird im Unternehmen Wert auf die Einhaltung der ­regulären Tages-Arbeitszeiten gelegt, um Mehrarbeitszeiten auch im Interesse der ­Beschäftigten zu vermeiden.

FAMILIE UND BERUF1 (%) 2017 2016 2015
Anteil Teilzeitkräfte 11,5 11,3 13,0

Aus- und Weiterbildung

Ausbildung hat Tradition bei den Stadtwerken Heidelberg und wird auch künftig ihre hohe Bedeutung behalten. Denn wir wollen junge Talente nicht nur fördern, sondern auch schon früh für unser Unternehmen gewinnen. Unsere Ausbildungsplätze spiegeln unseren steigenden Bedarf an Beschäftigten mit energiewirtschaftlichem und -technischem Hintergrund wider. In den vergangenen Jahren haben wir deshalb unsere Zusammenarbeit mit der Berufsakademie intensiviert.

AUSBILDUNG 2017 2016 2015
Auszubildende1 25 22 31
    davon Studierende der Berufsakademie 2 4 9
    Teilnehmende des F3-Programms2 5 5
WEITERBILDUNG1 2017 2016 2015
Seminarbesuche 2.766 3.575 3.177
Seminarbesuche/Mitarbeiter 3,4 4,5 4,0
Durchschnittliche Reise- und Weiterbildungskosten inkl. Coaching etc. (€/Mitarbeiter) 1.584 1.738 1.650

Darüber hinaus haben wir das Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften – das F3-Programm – aufgesetzt und in 2017 fortgeführt. Zwei Jahre lang bekommen junge Akademiker die Gelegenheit, in wechselnden gesellschaftsübergreifenden Projekten mitzuarbeiten oder sie sogar zu leiten. So übernehmen sie schon früh Verantwortung, gewinnen einen guten Überblick über die Prozesse im Haus und bereiten sich darauf vor, Schlüsselpositionen im Sinne des Gesamtunternehmens auszufüllen. Die ersten Absolventen des Programms haben inzwischen schon verantwortliche Positionen übernommen.

Auch die Qualifizierung und Weiterbildung hat einen hohen Stellenwert bei den Stadtwerken Heidelberg. Ein Großteil der Angebote wird durch einen Inhouse-Trainingskatalog abgedeckt, der den Teilnehmenden eine hohe Flexibilität ermöglicht. Die Anzahl der Seminarbesuche pro Mitarbeiter ist damit in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen: Gegenüber dem Jahr 2008 hat sich die Investition in Trainings fast verdreifacht, und die Anzahl der Seminarbesuche pro Mitarbeiter mehr als verdoppelt. Im Jahr 2016 hatte die Anzahl der Seminarbesuche pro Mitarbeiter unter anderem durch begleitende Schulungen zu zahlreichen ­Veränderungsprozessen im Haus einen Peak erreicht hatte. In 2017 ist ihre Anzahl wieder leicht gesunken.

3 x mehr Investitionen in Trainings

3 x mehr
Investitionen
in Trainings

bei den Stadtwerken
Heidelberg seit 2008

Außerdem machte sich bemerkbar, dass einige neuere Angebote aus den vergangenen Jahren inzwischen von vielen Beschäftigten schon einmal genutzt worden sind. Im Durchschnitt besuchte 2017 jeder Mitarbeiter 3,4 Seminare. Schwerpunkte des Angebots lagen 2017 auf Fachseminaren, außerdem auf Trainings zur Arbeitssicherheit sowie zu sozialen und persönlichen Kompetenzen. Im Berichtsjahr wurde ausserdem eine eLearning-Plattform vorbereitet.

Neben Qualifizierungen fördern die Stadtwerke Heidelberg auch berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen. Die Basis dafür ist eine Betriebsvereinbarung. Neben der finanziellen Förderung kommt das Unternehmen den Mitarbeitern auch zeitlich entgegen, etwa durch Freistellung, Sonderurlaube und der gesetzlichen Bildungszeit.

01
Beim Gesundheitstag im April 2017 gab es wieder viele Anregungen für ein gesundes Leben – und leckere Smoothies zum Ausprobieren.

Gesundheitsschutz­

Die Mitarbeiter der Stadtwerke Heidelberg können ein breites Angebot zur Gesundheitsförderung nutzen. In 2017 fand wieder ein Gesundheitstag mit vielen Anregungen für ein gesundes Leben statt. Auf der Agenda standen Infos und Übungen zur geistigen Fitness und Beweglichkeits- sowie diverse ­weitere Gesundheitschecks. Als ein weiterer Schwerpunkt wurde das Thema Sucht adressiert. In 2017 wurde zudem eine persönlich anpassbare Gesundheitsplattform online geschaltet: Das Portal liefert viele Gesundheitsinformationen, unterstützt beim Erreichen von individuellen Gesundheitszielen und bietet Anreize zur Bewegung – beispielsweise durch einen Schrittwettkampf, in dem sich die Mitarbeiter der Stadtwerke Heidelberg mit den Beschäftigten anderer Unternehmen messen konnten.

Fitness und Gesundheit

Fitness und
Gesundheit

werden durch viele
Angebote gefördert

Die Stadtwerke Heidelberg haben ihren Mitarbeitern auch 2017 wieder zahl­reiche Fitnesskurse wie Aquajogging und -­biking oder Faszientraining ­angeboten sowie Sportinitiativen wie Fußball, Laufen, Tennis oder TB Wing Tsun unterstützt. Zudem traten wieder Teams des Unternehmens zu verschiedenen Lauf- und sonstigen Sport-Wettbewerben an. Ergänzt wurde das Programm durch Gesundheitschecks für alle Mitarbeiter, Beratungen zu gesunder Ernährung oder zur Work-Life-Balance sowie durch gesunde ­Ernährungsangebote bei Sitzungen und während der Pausenzeiten in der Kantine.

Zur Gesundheit trägt auch ein gutes Arbeitsklima bei. Die Stadtwerke Heidelberg engagieren sich durch vielfältige Maßnahmen für ein gutes Miteinander. Mit Erfolg: Das zeigen auch die Bewertungen auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu. Dort erreichte der Energieversorger Anfang 2018 einen Wert über dem vieler Wettbewerber: Mitarbeiter und Bewerber hatten ihm 4,4 von fünf möglichen Sternen gegeben.

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit­

Die Anzahl der meldepflichtigen Wege­unfälle, also solche mit mindestens drei Krankentagen, hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder um ein Ereignis erhöht. Bei drei Ereignissen handelt es sich um Unfälle mit Fremdverschulden. Auch den vierten Fall hätten weitere vorbeugende Maßnahmen nicht verhindert.

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle erreichte den niedrigsten Stand der letzten drei Jahre und liegt bei der Hälfte des Branchendurchschnitts. Die Anzahl der Krankheitstage pro ­meldepflichtigem Arbeitsunfall liegt auf ähn­lichem Niveau wie im Vorjahr.

ARBEITSSICHERHEIT 2017 2016 2015
Meldepflichtige Wegeunfälle 4 3 2
Tödliche Wegeunfälle
Meldepflichtige Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte 11 17 13
Branchendurchschnitt1 18 18 18
Krankheitstage pro meldepflichtigem Arbeitsunfall 13 12 16
Tödliche Arbeitsunfälle
Schwere Arbeitsunfälle 2

Region

Die Stadtwerke Heidelberg investieren vorwiegend in der Region, schaffen Arbeitsplätze in Heidelberg und bilden auch hier aus. Mit seinen Tätigkeiten stärkt das Unternehmen die Wirtschaft und damit auch das soziale Leben in der Region. Im Vergleich mit den Vorjahren fällt insbesondere das steigende Einkaufsvolumen auf: Diese Entwicklung ist vor allem durch die rege Bautätigkeit bedingt.

Darüber hinaus finanziert das Unternehmen öffentliche Aufgaben mit seinen Gewinnen aus dem Energiegeschäft: Rund 5,7 Millionen Euro haben die Stadtwerke Heidelberg 2017 für die Finanzierung der Verluste der Bäder aufgewendet sowie weitere 27,1 Millionen Euro für die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Als Unternehmen aus der Region für die Region reicht das Engagement der Stadtwerke Heidelberg für mehr Lebensqualität vor Ort jedoch weit über den reinen Versorgungsauftrag und über ihre wirtschaftlichen Aktivitäten hinaus: Mit der Stadt Heidelberg und ihren Partnergemeinden kooperieren sie für mehr Klimaschutz und zukunftsfähige Energie. Darüber hinaus beteiligen sie sich an zahlreichen Projekten und Initiativen in Heidelberg und der Region. Eine langjährige Zusammenarbeit ist beispielsweise mit der Stadt Heidelberg im Projekt Nachhaltiges Wirtschaften etabliert, und auch beim Masterplan 100% Klimaschutz arbeiten sie eng mit der Stadt Heidelberg zusammen. Seit vielen Jahren sind die Stadtwerke Heidelberg außerdem bei den Agenda-Tagen, dem Bürgerfest, dem Musikevent Heidelberg singt im Rahmen des Heidelberger Frühlings und vielen anderen Veranstaltungen aktiv dabei. Gemeinsam mit den Umweltverbänden NABU Heidelberg, dem BUND Heidelberg und der Ökostadt Rhein-Neckar haben sie zudem einen Fonds eingerichtet, aus dem die Verbände Projekte für den regionalen Klimaschutz finanzieren – von Repair Cafés über Veranstaltungen zum Klimawandel bis hin zu Projekten zur Förderung von E-Bikes mit Ökostrom.

02
Als Unternehmen aus der Region für die Region reicht das Engagement der Stadtwerke Heidelberg für mehr Lebensqualität vor Ort weit über den reinen Versorgungsauftrag hinaus.

Schwerpunkte des Sponsorings sind außerdem Sport, Kultur und Bildung sowie ausgewählte soziale Projekte. 2017 haben die Stadtwerke Heidelberg wieder den Heidelberger Rollstuhlmarathon und den Familiensporttag unterstützt und verschiedene Sportlerehrungen in ihrem Haus ausgerichtet. Zudem setzten sie die Unterstützung der Sportvereine in der Region über den Heidelberger Sportkreis fort. Beispiele für das kulturelle Engagement sind der Heidelberger Frühling und die Heidelberger Schlossfestspiele.

Mit dem Karlsplatzfest haben die Stadtwerke Heidelberg zudem eine eigene Kultur-Veranstaltung etabliert, die von Jahr zu Jahr mehr Menschen anzieht: Zusammen mit dem Theater Heidelberg bieten sie den Besuchern eine inspirierende Show mit Lichtinstallationen und Musik. Im Jahr 2017 kamen wieder über 3.000 Besucher zu dem stimmungsvollen Event mit Auftritten des Theaters, eine Akrobatikshow, Tanzeinlagen sowie Musik des Hip-Hoppers Toni L.

Auch Bildung ist ein wichtiges Anliegen für den regionalen Energieversorger. Als Arbeitgeber engagiert er sich für Talente von morgen. Deshalb haben die Stadtwerke Heidelberg auch 2017 wieder Initiativen unterstützt, die sich für die Förderung von Jugendlichen und Bildung engagieren, wie das Explo-Lernlabor, das Heidelberg Symposium oder das Mentoring-Programm Rock Your Life!. Im sozialen Bereich fokussiert sich das Unternehmen darüber hinaus auf zwei Projekte mit Bezug zu seinem Kerngeschäft.

AUFWENDUNGEN FÜR UNSERE PARTNER IN DER REGION (Mio. €) 2017 2016 2015
Beschäftigte: Personalaufwand 78,5 78,8 74,6
Beschäftigte: Lehr-, Aus- und Fortbildungskosten 1,0 1,1 1,1
Lieferanten und Dienstleister: Einkauf 45,9 39,9 37,8
Immobilien- und Grundstücksbesitzer: Mieten und Pachten 0,3 0,2 0,3
Kommunen: Konzessionsabgaben 6,9 7,0 6,9
FINANZIERUNG ÖFFENTLICHER AUFGABEN (Mio. €) 2017 2016 2015
Bäder 5,7 5,8 5,6
ÖPNV 27,1 24,7 27,8