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Vollständiger Bericht

Kapitel einzeln

Stadtwerke Heidelberg

Nachhaltig handeln, Verantwortung leben

Ich bin Andreas Illmer. Mir ist es wichtig, für ein Unternehmen zu arbeiten, dem der Klimaschutz am Herzen liegt. Deshalb bin ich gerne beim Energie-Team dabei.
Läuft!

Nachhaltigkeits-

kennzahlen und -management

Als hundertprozentig kommunales Unternehmen sind Verantwortung für die Menschen und die Umwelt vor Ort Teil unseres Geschäftsmodells. Diese Haltung spiegelt sich nicht nur in unseren Produkten und Dienstleistungen wider, sondern auch in unseren täglichen Abläufen. Dass uns ein sparsamer und rationeller Umgang mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen sowie der Einsatz umweltverträglicher Materialien wichtig ist, zeigen wir seit über 25 Jahren: Als eines der ersten Unternehmen der Versorgungsbranche haben wir 1995 ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung aufgebaut – ein Jahr, bevor die Verordnung in Kraft trat. Und bis heute sind wir dem anspruchsvollen EMAS-System treu geblieben.

Seither erheben wir regelmäßig Umweltkennzahlen und seit zehn Jahren ergänzend wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Indikatoren. Die Nachhaltigkeitskennzahlen leiten sich aus unseren strategischen Zielen ab, die wir unter anderem in der Energiekonzeption 2020/2030 und der Strategie Stadtwerke Heidelberg festgelegt haben. Mit ihrer Hilfe prüfen wir jährlich, wie sich unsere Leistungen unter den verschiedenen Perspektiven entwickelt haben, wo wir Verbesserungsbedarf haben und welche Maßnahmen geeignet sind, unsere Ziele zu erreichen. Zudem zeigen wir der interessierten Öffentlichkeit so, wie wir uns entwickelt haben und wo wir heute stehen.

Die Mitglieder der Geschäftsführung mit »ihren« neuen Energiemanagement-­Zertifikaten.

Neue Energiemanagement-Zertifikate
Neue Energiemanagement-Zertifikate

Die Mitglieder der Geschäftsführung mit »ihren« neuen Energiemanagement-­Zertifikaten.

Um uns vertieft mit unserem eigenen Energieeinsatz zu befassen, haben wir im Jahr 2020 ergänzend ein Energiemanagementsystem nach der Norm DIN EN ISO 50001 aufgebaut. Die Ziele des Energiemanagementsystems sind ein verringerter Einsatz von Primärenergie sowie eine höhere Energieeffizienz und damit verbunden weniger Energiekosten und mehr Klimaschutz. Im ersten Schritt haben die Stadtwerke Heidelberg die zahlreichen Energieflüsse für ihre Prozesse und Dienstleistungen detailliert erfasst und bewertet – von der Energieerzeugung und -lieferung sowie der Wassergewinnung und -verteilung über die Verwaltung bis hin zum Betrieb der Bäder und der Parkhäuser. Der organisatorische Kern dieses neuen Managementsystems ist das Energiemanagement-Team mit Mitarbeitenden aus allen relevanten Arbeitsbereichen. Hier werden strategische Ziele vorbereitet, die Energiedaten ausgewertet und Umsetzungsmaßnahmen festgelegt. Im Januar 2021 erhielten wir nach erfolgreich bestandener externer Prüfung des neuen Managementsystems für jede unserer Gesellschaften ein DIN EN ISO 50001-Zertifikat.

Geprüftes

Energie­managementsystem nach der Norm

DIN EN ISO 50001

aufgebaut

Leitbilder und Codizes rund um Nachhaltigkeit

  • Strategie Stadtwerke Heidelberg 2022
  • Energiekonzeption 2020/ 2030
  • Umweltleitlinien
  • Energiemanagement-Leitlinien
  • Anti-Korruptions-Richtlinie
  • Datenschutz-Richtlinie
  • Gleichstellungsgrundsätze

Die Kennzahlen aus dem Umwelt- und ab jetzt auch aus dem Energiemanagement werden jährlich aus verschiedenen Unternehmensbereichen zusammengeführt und von der Geschäftsführung als oberster verantwortlicher Stelle für Nachhaltigkeit bewertet. Nachhaltigkeitsaspekte haben wir darüber hinaus in unser konzernweites Risikomanagement integriert sowie in verschiedenen Leitbildern und Codices berücksichtigt.

FINANZEN

Zuschüsse für Bäder und ÖPNV

Das wirtschaftliche Ergebnis der Stadtwerke Heidelberg wird von den Verlusten für die Bäder und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie von den Gewinnen im Versorgungsbereich geprägt. Die Bäder und der ÖPNV sind als Service-Angebote für die Bürger in den meisten Kommunen strukturell bedingte Verlustbringer. Im Jahr 2020 lag der Verlust der Bäder in Heidelberg bei 6,8 (Vorjahr: 6,2) Millionen Euro für fünf Bäder. Der erhöhte Verlust in 2020 ergibt sich aus Mindereinnahmen sowie einem gesteigerten Personaleinsatz aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen.

Für den öffentlichen Personennahverkehr mit Bus und Bahnen, betrieben von dem städteübergreifenden Unternehmen Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) für Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, wird für die nächsten Jahre für Heidelberg von einem tendenziell steigenden Verlust ausgegangen. Die Heidelberger Straßen- und Bergbahn (HSB) übernimmt bis zu einem definierten Betrag die Verluste aus dem operativen Geschäft der rnv in Heidelberg. Hinzu kommen Personalkostenanteile für Mitarbeiter, die an die rnv überlassen sind, sowie Pensionen für die ehemaligen Beschäftigten der HSB, für deren Finanzierung sie weiterhin aufkommt. Diese Kosten gehen jährlich zurück. Im Jahr 2020 betrug der Verlust der HSB zusammengenommen 24,8 (Vorjahr: 26,4) Millionen Euro.

Ergebnis durch externe Einflüsse ­bestimmt

Dem gegenüber stehen Gewinne aus dem Versorgungsbereich der Stadtwerke Heidelberg. Im Bereich der Stadtwerke Energie, Netze und Umwelt liegt der Fokus des Unternehmens darauf, eine wirtschaftliche Optimierung bei gleichzeitigem Wachstum zu erreichen. Dazu werden seit 2009 aufeinander aufbauende Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramme umgesetzt, die seither sukzessive ergebniswirksam werden. Die Programme umfassen einen sozialverträglichen Mitarbeiterabbau durch Altersteilzeitregelungen oder Ringtausch im Unternehmen und mit der Stadtverwaltung Heidelberg. Diese Aktivitäten haben zu Kostensenkungen im gesamten Versorgungsbereich geführt. Im Jahr 2020 fanden diese Programme unter dem Titel Fit 2020 Plus ihre Fortsetzung. Allerdings wurde der Ergebnisbeitrag der Gesellschaften des Versorgungsbereichs und der Garagengesellschaft im Corona-­Jahr 2020 besonders stark von ­externen Einflüssen bestimmt. Aufgrund der Lockdowns und der damit verbundenen Schließung von Gastronomie und Gewerbe ist der Energieabsatz gesunken. Hinzu kamen ungewöhnlich hohe Temperaturen im Februar und März 2020, die zu einer geringeren Nachfrage nach Gas- und Fernwärme geführt haben. Auch die Ausfälle aufgrund des längeren Stillstands des Holz-Heizkraftwerks sowie Corona-bedingt geringere Einnahmen bei den Bädern und Garagen wirkten sich auf das Ergebnis aus. In 2020 betrug der Verlust im Konzern daher 23,6 (Vorjahr: 16,7) Millionen Euro. Damit wurde das anvisierte Ergebnis von 21,3 Millionen Euro um 2,3 Millionen Euro unterschritten.

Aus den Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften ergibt sich insgesamt ein Jahresfehlbetrag von 22,2 (Vorjahr: 15,8) Millionen Euro. Im Konzernabschluss beträgt der Jahresfehlbetrag 23,6 (Vorjahr: 16,7) Millionen Euro. Die Differenz erklärt sich aus unterschiedlichen bilanziellen Vorschriften für die Berücksichtigung von Firmenwerten im Konzernergebnis. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden 22,2 Millionen Euro aus der Kapitalrücklage entnommen, so dass ein ausgeglichenes Bilanzergebnis der Stadtwerke Heidelberg als Obergesellschaft erzielt wurde.

UMWELTSCHUTZ

Viele Jahre Erfahrung mit zertifiziertem Umweltmanagement

Seit dem Jahr 1995 bilanzieren wir in unserem Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung jährlich unsere Umweltwirkungen, schreiben ein systematisches Umweltprogramm mit Zielen und Maßnahmen fort und führen alle drei Jahre eine Umweltbetriebsprüfung durch. Ein externer, unabhängiger Gutachter validiert die Ergebnisse. In einer umfassenden Umwelterklärung veröffentlichen wir anschließend die Umweltziele, -wirkungen und -maßnahmen. In den Jahren dazwischen bieten wir der interessierten Öffentlichkeit eine aktualisierte Umwelterklärung auf unserer Homepage.

EMAS-
Umwelterklärung

veröffentlicht unter

Umweltwirkungen

durch Eigenverbrauch inklusive Dienstleistungen1

Material­effizienz (kg) 2020 2019 2018
Gefahr­stoffe 40.781 49.828 50.907

Energie­effizienz (MWh)1
Strom-Eigen­erzeugung 57.075 62.317 59.563
Strom-Eigen­erzeugung aus erneuerbaren Energien 44.162 48.498 46.575
Wärme-Eigen­erzeugung 151.736 169.057 162.496
Wärme-Eigen­erzeugung aus erneuerbaren Energien 87.665 99.634 92.312
Gesamt-Energie­verbrauch (Strom, Fernwärme, Gas) (MWh) 189.338 193.047 187.800
Treib­stoffe2 (MWh) 1.445 1.411 1.445
Anteil erneuer­barer Energien am Gesamt-­Strom­verbrauch (%) 72 72 70
Anteil erneuer­barer Energien am Gesamt-Wärmeverbrauch (%) 18 20 19

Wasser (m3)
Wasser­verbrauch 95.919 148.428 169.519

Abfälle1,3 (t)
Abfälle gesamt 18.874,6 19.828,­9 13.773,­2
Abfälle zur Verwertung 14.020,9 19.642,­6 13.341,­9
Abfälle zur Beseitigung 61,0 111,3 157,9
Gefährliche Abfälle zur Verwertung 4.785,6 71,9 273,4
Gefährliche Abfälle zur Beseitigung 7,2 3,1 0,03

Emissionen (t)
Gesamt­emission Treibhaus­gase (CO2-Äquivalent)4 15.802 17.356 18.633
Sonstige Emissionen in der Luft: CO, NOX, SO2, Staub 129 132 128

Flächen­verbrauch in Bezug auf biologische Vielfalt2,5 (m2)
Gesamt­flächen­verbrauch 456.632 548.028 548.028
Naturnahe Flächen 273.979 271.413 271.413
Versiegelte Flächen 182.653 145.386 145.386

1 | Nicht regional begrenzt
2 | Änderung der Berechnungsgrundlage
3 | Antizyklische Entsorgung
4 | Emissionen aus dem Eigenverbrauch und dem Brennstoffverbrauch zur Eigenerzeugung sowie Schlupf von SF6, F-Gasen und Methan
5 | Ohne Stadtwerke Neckargemünd

Materialverbrauch

Die Bandbreite der im Unternehmen eingesetzten Materialien ist groß und reicht von Netzrohren über Brennstoffe bis hin zu Papier in der Verwaltung. Soweit rechtlich möglich, wählen wir regionale Lieferanten aus. So ist beim Einkauf des Grünschnitts und Landschaftspflegematerials zum Betrieb des Holz-Heizkraftwerks ein Entfernungsradius in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt. Zudem haben wir im Jahr 2020 neue Qualitätskriterien vorgegeben.

Bei Ausschreibungen für Printprodukte wird weitgehend Recyclingpapier, möglichst mit dem Umweltzeichen Blauer Engel, gefordert. Alternativ kommt für einige Einsatzzwecke FSC-Papier zum Einsatz. Das Holz für seine Herstellung stammt aus einer zertifizierten nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Zudem wird ausschließlich klimaneutraler Druck beauftragt. Bei einigen Print-Produkten, aber auch bei Großbestellungen von Möbeln fordern wir den Nachweis eines Umweltmanagements. Um die CO2-Emissionen von Postsendungen auszugleichen, unterstützen die Stadtwerke Heidelberg CO2-Kompensationsprojekte. In den internen Prozessen wird der Papierverbrauch durch weitere Digitalisierung reduziert. Im Jahr 2020 ging er auch durch das verstärkte Homeoffice zurück (s.a. Abfall).

Gefahrstoffe

In unserer Umweltbilanz erfassen wir auch die Menge der beschafften Gefahrstoffe. Im Jahr 2020 betrug sie 40,6 (Vorjahr: 49,8) Tonnen. Mit rund 65 Prozent wurde der größte Anteil an Gefahrstoffen wieder in den Schwimmbädern verwendet. Allerdings sank ihr Einsatz durch den Corona-Sonderbetrieb um rund 30 Prozent. Die Mittel werden vor allem zur Desinfizierung und Aufbereitung des Beckenwassers verwendet. Mengenmäßig schlagen vor allem Mittel zur Neutralisation bzw. zur Einstellung des ph-Wertes zu Buche, gefolgt von chlorhaltigen Substanzen und Flockungsmitteln. Der Verbrauch von Flockungsmitteln sank um 55 Prozent, der Einsatz von chlorhaltigen Verbindungen um 31 Prozent.

Im Technikbereich kommt außerdem Stickstoff zum Einsatz – primär bei Druckprüfungen und Rohrleitungsspülungen. In den Jahren 2019 und 2020 stieg sein Verbrauch aufgrund eines größeren Umbaus und wegen Wartungsarbeiten unter anderem in der Gasdruck-Regelanlage Bruchhausen. Als mengenmäßig relevanter Stoff wird außerdem ein Odorierungsmittel verwendet. Es stellt sicher, dass Gasaustritte geruchsmäßig wahrgenommen werden.

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Desinfektionsmittel

als neue Gefahrstoffe
hinzugekommen

Neu als Gefahrstoffe kamen im Jahr 2020 Desinfektionsmittel hinzu, insbesondere für Flächendesinfektionen in den Bädern. Insgesamt lag ihre Menge bei 1,4 Tonnen. Weitere Gefahrstoffe werden in den Werkstätten eingesetzt. Im Umweltmanagement wird regelmäßig überprüft, ob sich Gefahrstoffe durch weniger gefährliche Alternativen ersetzen lassen.

Energieverbrauch

Wie im Vorjahr waren rund 67 Prozent des Gesamt-Energieverbrauchs auf die Nutzung von Gas zurückzuführen. Der größte Teil des Erd- und Biogases wird zur Erzeugung von Strom und Wärme in Anlagen der Stadtwerke Heidelberg Umwelt verwendet. Absolut gesehen lag der Gasverbrauch jedoch niedriger als in den beiden Vorjahren. Ein Grund: Während der Lockdowns waren einige öffentliche Gebäude, vor allem Schulen, geschlossen, in denen Anlagen der Stadtwerke Heidelberg Umwelt für Wärme sorgen. Zusammengerechnet ging der Energie-Eigenverbrauch über die Energieträger Gas, Strom und Fernwärme mit 189.338 Megawattstunden (Vorjahr: 193.047) zurück.

Rund 13 (Vorjahr: 15) Prozent des Energiebedarfs wurden im Jahr 2020 in Form von Fernwärme für Heizzwecke im Unternehmen eingesetzt. Der Verbrauchsrückgang ist auf das verstärkte Homeoffice zurückzuführen.

Der Anteil des Stroms am gesamten Energieverbrauch betrug 20 (Vorjahr: 18) Prozent. Dieser Anstieg ist ausschließlich durch energiewirtschaftlich begründete Strombeschaffungsmengen bedingt. Der Eigenverbrauch an Strom sank dagegen in vielen Bereichen des Unternehmens. Dazu zählten vor allem die Bäder wegen der Lockdowns bzw. des Corona-Sonderbetriebs, die Stadtwerke Heidelberg Umwelt wegen des reduzierten Anlagenbetriebs sowie die Straßenbeleuchtung wegen der fortgeschrittenen Umrüstung auf sparsamere LED.

Die Produktionsmenge an Wärme und Strom ging im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen spielte der geringere Einsatz von Anlagen vor allem bei kommunalen Kunden während des Lockdowns eine Rolle, zum anderen wirkte sich die längere Stillstandszeit im Holz-Heizkraftwerk aufgrund der Vollrevision aus.

Die Anteile erneuerbarer Energien am Gesamt-Stromverbrauch und am Wärmeverbrauch lagen in derselben Größenordnung wie im Vorjahr.

Der Treibstoffverbrauch im Fuhrpark ist im Jahr 2020 wieder leicht auf 1.445 (Vorjahr: 1.411) Megawattstunden angestiegen. Das erklärt sich durch einen erhöhten Verbrauch an Diesel, da viele Mitarbeiter aus der Technik Corona-bedingt direkt von zuhause zu ihren Einsatzorten im Versorgungsgebiet gestartet sind. Der Benzinverbrauch der PKW ging dagegen um zehn Prozent zurück, weil die Dienstreisen reduziert waren und zudem im Zuge der Ersatzbeschaffung immer effizientere und möglichst mit Erdgas oder elektrisch betriebene Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Insgesamt waren Ende 2020 13 (Vorjahr: 12) mit Ökostrom betriebene E-Mobile und 14 (Vorjahr: 16) Erdgasfahrzeuge im Einsatz. Die PKW-Flotte bestand aus drei Fahrzeugen weniger als noch in 2019.

Dienstfahrten im Stadtgebiet werden weitgehend mit Fahrrädern oder Pedelecs erledigt. Bei Dienstreisen haben gemäß Betriebsvereinbarung öffentliche Verkehrsmittel den Vorrang.

Als Ergebnis der Zusammenarbeit mit einem renommierten Umweltinstitut haben wir in 2020 Eckpunkte eines Konzepts für die Umstellung der PKW-Flotte auf alternative Antriebe und Energieträger erarbeitet. Bis 2030 wollen wir diese sukzessive, wo immer möglich und wirtschaftlich vertretbar, auf Batteriebetrieb umstellen.

Wasserbecken in einem unserer Wasserwerke. Von hier stammt ein Teil unseres Eigenverbrauchs an Trinkwasser für viele verschiedene Zwecke.

Wasserbecken für Trinkwasser in einem unserer Wasserwerke
Wasserbecken für Trinkwasser in einem unserer Wasserwerke

Wasserbecken in einem unserer Wasserwerke. Von hier stammt ein Teil unseres Eigenverbrauchs an Trinkwasser für viele verschiedene Zwecke.

Wasserverbrauch und Abwasser

Trinkwasser wird bei den Stadtwerken Heidelberg vor allem bei den Schwimmbädern verbraucht, außerdem in der Wasserversorgung durch Spülungen des Rohrnetzes und als Überlauf bei den Trinkwasserspeichern, weiter in den Werkstätten, der Verwaltung, den Immobilien der Bergbahn und in den Parkhäusern. Im Jahr 2020 ist der Wasserverbrauch mit 95.919 Kubikmetern gegenüber dem Vorjahr (148.428) erheblich gesunken. Das lag unter anderem an den Bäderschließungen sowie an den geringeren Besucherzahlen während des Corona-Sonderbetriebs. Dort wurde 2020 rund 30 Prozent weniger Trinkwasser eingesetzt als im Vorjahr. Darüber hinaus fanden weniger Rohrnetzspülungen statt. In diesem Einsatzbereich reduzierte sich der Wasserverbrauch um 71 Prozent. Der Eigenverbrauch in den Immobilien der Stadtwerke Heidelberg sank wegen der verstärkten Tätigkeiten im Homeoffice und wegen des Starts aus der Fläche auf 60 Prozent.

Besonders zu behandelnde Abwässer fallen im Bereich der Hallenbäder an. Dort kommen Chlorelektrolyse-Anlagen zum Einsatz. Neutralisationsanlagen stellen sicher, dass die Einleitungswerte der städtischen Abwassersatzung eingehalten werden.

Abfälle

Im Jahr 2020 wurden 14.021 (Vorjahr: 19.643) Tonnen Abfälle zur Verwertung erfasst. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Erdaushub – die größte Abfallfraktion in dieser Abfallkategorie – sowie weniger Straßenaufbruch und Bauschutt anfielen. Diese drei Abfallarten machen rund 70 Prozent der Abfälle zur Verwertung aus. Im Vorjahr war ihr Aufkommen noch höher: Der Grund dafür waren Abbrucharbeiten und Bautätigkeiten im ENERGIEpark Pfaffengrund.

Weitere Abfälle zur Verwertung gehen auf das Holz-Heizkraftwerk zurück: Die Menge an Kesselasche, die zweitgrößte Abfallfraktion zur Verwertung, sowie die Menge an Filterstäuben sank 2020 gegenüber den Vorjahren. Grund dafür ist der Einsatz von Holz-Brennstoffen höherer Qualität. Dafür haben wir die Verträge mit dem Vorlieferanten angepasst.

Weniger Abfall

aus Holz-Heizkraftwerk
wegen höherer Qualität
der Einsatzmaterialien

Die Abfälle zur Beseitigung sind auf 61,0 (Vorjahr: 111,3) Tonnen gesunken. Im Wesentlichen ist diese Minderung auf den Rückgang von Restmüll in den Bädern aufgrund der Bäderschließung bzw. des Corona-Sonderbetriebs zurückzuführen. Absolut gesehen sank das Restmüllaufkommen auf 48,8 (Vorjahr: 85,7) Tonnen. Anders als im Jahr zuvor fiel auch kein Straßenaufbruch zur Beseitigung an. Damit blieb der prozentuale Anteil des Restmülls an dieser Abfallkategorie mit 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich.

Die gefährlichen Abfälle zur Verwertung haben sich im Jahr 2020 auf 4.785,6 (Vorjahr: 71,9) Tonnen erhöht. Der Grund für diese enorme Steigerung liegt in der ersten Vollrevision des Holz-Heizkraftwerks: Im Zuge der Turbinenwartung führte ein Dienstleister einen Ölwechsel bei der Turbine durch.

Die gefährlichen Abfälle zur Beseitigung sind mit 7,2 (Vorjahr: 3,1) Tonnen ebenfalls gestiegen. Hier schlagen die antizyklische Entsorgung von Trockenbatterien sowie der Abbruch von Zementfaserplatten aus einer Minigolfanlage im Tiergartenbad zu Buche.

Das Abfallaufkommen betrug im Jahr 2020 insgesamt 18.874,6 (Vorjahr: 19.829) Tonnen. In der Gesamtsumme spiegeln sich die unterschiedlichen Tätigkeiten in den jeweiligen Jahren wider. Ein Trend ist dabei nicht zu erkennen. Die Stadtwerke Heidelberg sorgen nach Möglichkeit für ein Recycling bzw. eine Wiederverwertung der anfallenden Stoffe. Ansatzpunkte für Optimierungen im Bereich Abfall liegen vor allem beim Restmüll. Im Zuge des geplanten Umzugs der Hauptverwaltung inklusive der Werkstätten in ein neues Gebäude wird daher ein anderes Konzept für die Abfalltrennung aufgesetzt.

Emissionen

Flächenverbrauch und Artenvielfalt

Der Berechnung der Treibhausgas- und der Schadstoffemissionen liegen die Einsatzmengen verschiedener Energieträger für die Eigenerzeugung in unseren Anlagen sowie der Treibstoffe im Fuhrpark zugrunde. Die Emissionswerte werden über Emissionsfaktoren ermittelt. Hinzu kommen Entweichungen von SF6 in Strom-Schaltanlagen, von Methan in Gasanlagen und von F-Gasen aus Klima- und Kälteanlagen. Die Minderung der Emissionen ist vor allem auf die geringeren Energieeinsatzmengen zurückzuführen, insbesondere von Gas.

Die zunehmende Umwandlung naturnaher und landwirtschaftlicher Flächen zu Siedlungs- und Verkehrsflächen hat hohe und oft unumkehrbare ökologische Auswirkungen wie den Verlust von Arten und Biotopen. Deshalb erfassen wir auch den Anteil versiegelter Flächen und setzen uns zudem für Artenvielfalt ein. In 2020 haben wir eine neue Methode zur Flächenberechnung verwendet. Die Vorjahresdaten lassen sich daher nicht vergleichen.

Vogelschutzhecken mit rund 300 verschiedenen Pflanzensorten

Vogelschutzhecken mit rund 300 unterschiedlichen Pflanzensorten am Umspannwerk Nord bieten Vögeln Lebenraum und Nahrung inmitten ansonsten weitgehend heckenfreier, landschaftlich genutzter Felder.

Vogelschutzhecken mit rund 300 verschiedenen Pflanzensorten

Vogelschutzhecken mit rund 300 unterschiedlichen Pflanzensorten am Umspannwerk Nord bieten Vögeln Lebenraum und Nahrung inmitten ansonsten weitgehend heckenfreier, landschaftlich genutzter Felder.

Rund 40 Prozent der von uns bewirtschafteten Fläche sind offen, die übrigen 60 Prozent dagegen unversiegelt und bewachsen. Bis auf eine begründete Ausnahme werden die Nutzflächen mit mechanischen Methoden frei von Beikräutern gehalten. Grundstücke von Anlagen abseits von Wohngebieten werden zum Erhalt der Artenvielfalt nur zweimal im Jahr nach Aussamen der Gräser gemäht. Um Insekten und Vögeln auch im freien Feld Lebensräume zu bieten, haben wir auf Grundstücken dort schon vor vielen Jahren Vogelschutzhecken mit bis zu 300 verschiedenen Heckenbüschen, unter anderem mit Apfelbäumen, Wildrosenhecken und Schlehen, angelegt und pflegen sie seither extensiv. An den Wasserwerken Rauschen und Schlierbach haben wir Streuobstwiesen sowie am Heizwerk Speyerer Straße den Speierling angepflanzt – ein Wildobstgehölz, das zu den seltensten Baumarten in Deutschland zählt. Um auf den Liegeflächen der Schwimmbäder sicherzustellen, dass es für die großen alten Bäume rechtzeitig Ersatz gibt, wurden im Thermal-, Köpfel- und Tiergartenbad neue, trockenheitsresistente Baumsorten gesetzt.

Vogelschutzhecken

Streuobstwiesen,
Insektenweiden und
seltene Wildobstgehölze

Auch in unserem ENERGIEpark Pfaffengrund achten wir auf eine ökologische Gestaltung. So sind rund um das Holz-Heizkraftwerk, an Wegrändern sowie auf weiteren Flächen Insektenweiden mit einer hohen Artenvielfalt angelegt. Am Holz-Heizkraftwerk haben wir in Kooperation mit einem Imker Bienenstöcke aufgestellt. Das entstehende ökologische hip-Parkhaus zeigt zudem, dass auch versiegelte Flächen über Grünfassaden die Möglichkeit bieten, Lebensraum für bedrohte Arten zu schaffen.

Personal

Mitarbeitende

Zum Jahresende waren bei den Stadtwerken Heidelberg 1.063 (Vorjahr: 1.070) Beschäftigte angestellt. 253 (Vorjahr: 268) von ihnen sind von der Heidelberger Straßen- und Bergbahn an das Verkehrsunternehmen rnv überlassen und nicht mehr für den Konzern tätig. Ende 2020 befanden sich zudem 67 (Vorjahr: 61) Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. Hinzu kommen 46 Wagenbegleiter bei den Heidelberger Bergbahnen. Insgesamt ist die Anzahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr nahezu gleichgeblieben. Bei der Bewertung der Daten sind zwei gegenläufige Trends zu berücksichtigen:

Seit über zehn Jahren begleitet das Thema Effizienz die Stadtwerke Heidelberg. Aufeinander aufbauende Projekte geben immer neue Impulse zur Kostensenkung. Die Projekte waren mit einem sozialverträglichen Abbau von Arbeitsplätzen verbunden, der bis heute wirksam ist. So hat eine ganze Reihe von älteren Beschäftigten Altersteilzeit-Vereinbarungen getroffen, die sukzessive umgesetzt werden.

Zugleich hat sich jedoch das Aufgabenspektrum vergrößert: Die vielen Bauaktivitäten in Heidelberg erfordern verstärkten Personaleinsatz; Themen wie Glasfaserausbau und Digitalisierung sind neu hinzugekommen. Das erfordert Kompetenzaufbau und hat auch zu Neueinstellungen geführt.

Die Stadtwerke Heidelberg sind ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber. Viele Mitarbeiter sind daher schon lange bei uns beschäftigt. Das spiegelt sich auch im Altersdurchschnitt wider: Rund 45 Prozent von ihnen – ohne rnv-Überlassene – sind über 50 Jahre alt. Betrachtet man ihre Anzahl ohne die Beschäftigten in der Freistellungsphase der Altersteilzeit sind es noch 37 Prozent.

BESCHÄFTIGTE1 2020 2019 2018
Stadtwerke Heidelberg 226 229 215
Stadtwerke Heidelberg Netze 352 349 353
Stadtwerke Heidelberg Energie 90 77 69
Stadtwerke Heidelberg Bäder 28 24 27
Stadtwerke Heidelberg Umwelt 8 11 12
Stadtwerke Heidelberg Garagen 2 3 2
Stadtwerke Heidelberg Techn. Dienste 90 95 92
Heidelberger Straßen- und Bergbahn2 14 14 14
Überlassen an die rnv 253 268 289
Stadtwerke Heidelberg Konzern 1.063 1.070 1.073
davon in Freistellungsphase der Altersteilzeit 67 61 51

1 | Angaben zum 31.12.2020 und gemäß organisatorischer Zuordnung. Personen, nicht Vollzeitkräfte. Ohne Auszubildende und Aushilfen.

2 | Ohne 46 Bergbahn-Wagenbegleiter.

ALTER bis 20 21–30 31–40 41–50 51–60 61–65
Anzahl1 2 97 185 162 272 92

1 | Angaben zum 31.12.2020. Personen, nicht Vollzeitkräfte. Ohne Auszubildende und Aushilfen, außerdem ohne rnv-Überlassene. Inklusive 67 Personen in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.

2 | Ohne 46 Bergbahn-Wagenbegleiter.

Vielfalt und Chancengleichheit

Bei den Stadtwerken Heidelberg gibt es zahlreiche Berufe, die traditionell eine Männerdomäne sind. Dennoch steigt der Frauenanteil im Unternehmen seit rund zehn Jahren kontinuierlich an. Im Jahr 2020 blieb das erreichte Niveau konstant. Bei den oberen Führungskräften ist der Frauenanteil mit 26,4 Prozent weiter gestiegen und liegt nur knapp unter dem Anteil im Gesamtunternehmen. Seit 2020 ist auch eine Frau Mitglied in der Geschäftsführung.

Um Chancengleichheit zu fördern, sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) drei Beauftragte – ein Mann und zwei Frauen – bei den Stadtwerken Heidelberg benannt.

Die Stadtwerke Heidelberg sind für Menschen mit Schwerbehinderungen offen. Ihr Anteil an allen Beschäftigten ist im Jahr 2020 auf 8,6 Prozent gestiegen und liegt weiterhin über dem gesetzlich geforderten Wert von fünf Prozent.

Diversity1 % 2020 2019 2018
Frauenanteil 29,8 30,0 24,3
Frauenanteil an den oberen Führungskräften 26,4 23,4 23,2
Anteil von Beschäftigten mit Schwerbehinderung 8,6 8,2 8,4

1 | Ohne rnv-Überlassene

Beruf und Privatleben gut vereinbaren

Berufstätige wünschen sich in der Regel eine erfüllende Arbeit sowie ein ausgewogenes Maß an Zeit und Flexibilität, um ihr Privatleben freier gestalten zu können. Nine-to-five-Jobs gehören zunehmend der Vergangenheit an. Neue Formen des Arbeitens sollen dazu beitragen, beide Lebensbereiche gut miteinander vereinbaren zu können. Bei kommunalen Unternehmen geben die rechtlichen und tariflichen Rahmenbedingungen dabei Leitplanken vor. Um die Potenziale innerhalb dieses Rahmens auszuloten, haben wir uns in den Jahren 2018 und 2019 am geförderten Modellprojekt AKTIV kommunal beteiligt und Modelle für flexibles Arbeiten erprobt. Mit praktischem Nutzen für alle Beschäftigten:

Seit 1. April 2020 gilt eine neue Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten, die ortsungebundenes Arbeiten ermöglicht, soweit es die betrieblichen Belange zulassen. Dazu bietet die Vereinbarung zwei Rahmenarbeitszeiten an. Bei beiden Varianten können fünf Arbeitsstunden auch auf einen Samstag gelegt werden. Dieses Arbeitsmodell wurde ab April 2020 sukzessive im Unternehmen eingeführt. Einen Schub bekam dieser Prozess durch die verstärkte Nutzung von Homeoffice aufgrund des Corona-Virus. Gleichzeitig sorgte diese Vorarbeit zum mobilen Arbeiten dafür, dass das Corona-bedingte Homeoffice sehr zügig umgesetzt werden konnte.

Aus dem Bestreben, Privatleben und Beruf besser in Einklang zu bringen, wächst auch die Bedeutung von Teilzeitarbeit weiter. Die Quote der Teilzeit-Beschäftigten hat bei den Stadtwerken Heidelberg in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Im Jahr 2020 stagnierte sie erstmals. Ergänzend sorgen Sabbaticals dafür, dass die Beschäftigten ihre privaten Belange besser mit der Arbeit in Einklang bringen können. Bei herausfordernden familiären Situationen unterstützen wir auch, indem wir gemeinsam mit den Betroffenen individuelle und flexible Lösungen entwickeln.

Familie und Beruf1 (%) 2020 2019 2018
Anteil Teilzeitkräfte 14,7 14,9 11,7

1 | Ohne rnv-Überlassene

Die Anzahl der Frauen auch in technischen Berufen steigt bei den Stadtwerken Heidelberg kontinuierlich. Mobiles Arbeiten erleichtert es zudem, Privates und Beruf besser in Einklang zu bringen.

Mobiles Arbeiten erleichtert die Vereinbarung von Privatleben und Beruf
Mobiles Arbeiten erleichtert die Vereinbarung von Privatleben und Beruf

Die Anzahl der Frauen auch in technischen Berufen steigt bei den Stadtwerken Heidelberg kontinuierlich. Mobiles Arbeiten erleichtert es zudem, Privates und Beruf besser in Einklang zu bringen.

Aus- und Weiterbildung

Ausbildung ist uns ein wichtiges Anliegen, denn wir wollen junge Talente schon früh für unser Unternehmen gewinnen. Im Jahr 2020 ist die Zahl der Auszubildenden weiter gestiegen: Zum Jahresende waren 36 (Vorjahr: 31) Auszubildende bei uns beschäftigt. Wir bieten ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen in Technik, Betriebswirtschaft und IT an. Außerdem bilden wir Bäder-Fachangestellte aus. Besonders herausfordernd ist es, Auszubildende und Angestellte für die Bereiche Technik und Bäder zu finden. Daher haben wir im Jahr 2020 eine neue Arbeitgeberkampagne unter dem Titel sowillicharbeiten.de gelauncht und vermitteln so unsere Stärken als Arbeitgeber: Mit unseren Tätigkeiten für die Versorgung der Menschen vor Ort mit Energie, Wasser und Services bieten wir ein Arbeiten mit Sinn und Verantwortung für die Region. Unsere hochmotivierten Ausbilder sichern hohe Qualitätsstandards während der Ausbildung, und mit Team-Events sorgen wir ab der ersten Woche für eine gute Aufnahme und Einbindung der neuen Mitarbeiter. Die Stadtwerke Heidelberg fördern engagierte Auszubildende mit guten Leistungen auch individuell und bieten ihnen Fortbildungen sowie gute Übernahme-Chancen. Zudem erhalten Auszubildende – wie auch alle anderen Beschäftigten – viele soziale Zusatzleistungen: vom Jobticket über vergünstigte Eintrittskarten für die Bäder, Sportkurse und Sportgruppen bis hin zu einer guten Versorgung durch das Betriebsrestaurant.

Ausbildung 2020 2019 2018
Auszubildende1 36 31 26
davon Studierende der Berufsakademie 6 2 1
Teilnehmende des F3-Programms2 3 5 6

1 | Ohne rnv-Überlassene
2 | Programm zur Förderung von Fach- und Führungskräften

Label Faire

Ausbildung 2020

erhalten

Anfang des Jahres sind wir mit dem Label Faire Ausbildung 2020 ausgezeichnet worden. Dazu hatte das unabhängige Be­ratungs- und Marktforschungsunternehmen trendence unsere Auszubildenden und Dual-Studierenden befragt. Mit einem Gesamtergebnis von 85 Prozent der erreichbaren Punkte haben wir deutlich besser als der Durchschnitt aller teilnehmenden Unternehmen (73 Prozent) abgeschnitten. Besondere Pluspunkte waren die gute Einbindung von Auszubildenden und Dual-Studierenden mit einem abwechslungsreichen Programm und festen Ansprechpartnern in den Abteilungen. Ebenfalls sehr positiv bewertet wurden die zügige Einbindung der Azubis in die Arbeitsprozesse sowie die Feedbacks und die regelmäßigen Treffen untereinander.

Auszeichnung Faire Ausbildung 2020 für die Stadtwerke Heidelberg

Basis für unsere Auszeichnung Faire Ausbildung 2020 war die gute Bewertung durch unsere Auszubildenden und Dual Studierenden.

Auszeichnung Faire Ausbildung 2020 für die Stadtwerke Heidelberg

Basis für unsere Auszeichnung Faire Ausbildung 2020 war die gute Bewertung durch unsere Auszubildenden und Dual Studierenden.

Auch Qualifizierung und Weiterbildung haben einen hohen Stellenwert bei uns. Dem Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt begegnen wir, indem wir Mitarbeiter qualifizieren und ihnen damit ein berufliches Fortkommen über Fachkarrieren ermöglichen. Die Basis dafür ist eine Betriebsvereinbarung. Neben der finanziellen Förderung kommt das Unternehmen den Beschäftigten auch zeitlich entgegen, etwa durch Freistellungen oder Sonder­urlaube. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Mitarbeitende berufsbegleitend qualifiziert. Darüber hinaus bieten die Stadtwerke Heidelberg interne Schulungen zu einem breiten Themenspektrum an. Im Jahr 2020 ging die Anzahl der Seminarbesuche Corona-bedingt zurück: Während die Beschäftigten in den vergangenen Jahren vier bis fünf Seminare pro Jahr besuchten, sank diese Zahl 2020 auf 2,4. Viele Präsenzveranstaltungen entfielen. Parallel haben wir das Online-Angebot erweitert. Dazu zählen zum Beispiel Sprachkurse für das Bergbahn-Personal, Schulungen zum Informationssicherheitsmanagement oder zu Online-Tools im Unternehmen. Zudem bieten wir Webinare zu Methodenkompetenzen an.

Weiterbildung1 2020 2019 2018
Seminarbesuche aller Beschäftigten (intern und extern) 2.121 4.375 3.418
Seminarbesuche pro Mitarbeiter (intern und extern) 2,4 5,0 3,9
Durchschnittliche Reise- und Weiterbildungskosten (inkl. Coaching etc.) pro Mitarbeiter 854 1.802 1.685

1 | Ohne rnv-Überlassene

Engagement zum Schutz der Gesundheit

Die Stadtwerke Heidelberg bieten ihren Beschäftigten ein breites Programm zur Gesundheitsförderung. Corona-bedingt mussten im Jahr 2020 jedoch einige der Angebote zurückgefahren oder eingestellt werden. Dazu gehörten die Fitnesskurse wie Faszientraining, Aquajogging und -biking. Auch die Sportinitiativen wie Fußball, Laufen oder Tennis wurden reduziert. Wegen des Corona-Sonderbetriebs in den Bädern waren zudem die vergünstigten Mitarbeiter-Tickets, die als Anreiz für sportliche Betätigung angeboten werden, nicht einsetzbar. Ebenso musste der jährliche Gesundheitstag entfallen. Die Möglichkeit des Gesundheits-Checks für alle Mitarbeitenden wurde jedoch weiterhin angeboten.

Task Force Corona

beantwortete 2.500
Fragen von Beschäftigten

Das Jahr 2020 stand damit auch im Bereich des Gesundheitsschutzes unter dem Einfluss der Corona-Situation. Die Task Force Corona unterstützte die Fachbereiche bei der Entwicklung von Hygienekonzepten und verabschiedete einheitliche Standards zum Schutz vor dem Virus. Die Beschäftigten erhielten laufend Informationen über die aktuelle Lage; eine Intranetseite mit häufigen Fragen und Antworten zum Umgang mit dem Virus und den betrieblichen Folgen wie Homeoffice mit Tipps für die Mitarbeiter wurde kontinuierlich fortentwickelt. Unter anderem erhielten Beschäftigte, die im Homeoffice arbeiteten oder von zu Hause aus zum Einsatz starteten, via Intranet und Online-Newsletter Anregungen zur Gestaltung eines gesunden und gelingenden Arbeitstages unter den veränderten und nicht immer einfachen Bedingungen. Die Geschäftsführung wandte sich regelmäßig mit motivierenden Botschaften über einen Newsletter sowie im weiteren Verlauf auch über Videos an die Mitarbeitenden. Zudem beantwortete die Task Force Corona 2.500 Fragen von Beschäftigten. Unter Quarantäne stehende Mitarbeitende wurden zudem von der Task Force unterstützt und begleitet. Alle Teams erhielten je nach Bedarf Masken und Desinfektionsmittel.

Gesundheitsschutz im Jahr 2020

Der Gesundheitsschutz stand im Jahr 2020 stark unter dem ­Vorzeichen von Corona.

Gesundheitsschutz im Jahr 2020

Der Gesundheitsschutz stand im Jahr 2020 stark unter dem ­Vorzeichen von Corona.

Im Jahr 2020 wurden die Online-­Angebote zur ­Weiterbildung ausgebaut. Dieser Aspekt trug mit dazu bei, dass wir als ­Ausgezeichneter Arbeitgeber ­zertifiziert sind.

Ausbau der Online-Angebote zu Weiterbildung
Ausbau der Online-Angebote zu Weiterbildung

Im Jahr 2020 wurden die Online-­Angebote zur ­Weiterbildung ausgebaut. Dieser Aspekt trug mit dazu bei, dass wir als ­Ausgezeichneter Arbeitgeber ­zertifiziert sind.

Ausgezeichneter Arbeitgeber

Ausgezeichneter Arbeitgeber durch den TÜV Rheinland

Im Jahr 2020 haben wir nach einem umfassenden Audit aller Personal­prozesse sowie nach intensiven Befragungen von Auszubildenden und Beschäftigten ein ­Zertifikat als Ausgezeichneter Arbeitgeber vom TÜV Rheinland erhalten – als erstes Stadtwerk überhaupt. Im Frühjahr 2021 fand das nächste Audit statt und brachte uns die Auszeichnung erneut ein. Wie im Jahr zuvor schnitten wir vor allem in der Kategorie Ethik und Kultur mit bestem Ergebnis ab. Auch in den anderen analysierten Bereichen erreichten wir überdurchschnittliche Punktzahlen. Die Prüfer attestierten unseren Mitarbeitenden außerdem ein hohes Engagement sowie eine offene Haltung und sahen darin eine sehr hohe Zufriedenheit mit den Stadtwerken Heidelberg als Arbeitgeber bestätigt. Diverse Maßnahmen wie Befragungen oder umfassende, gut aufbereitete Informationen zu unterschiedlichen Themen belegten nach Ansicht der Prüfer auch das Interesse des Unternehmens an der Mitarbeiterzufriedenheit. Zudem stellten die Prüfer fest, dass die zunehmend digital erforderlichen Prozesse im Corona-Jahr mit Schulungen und umfangreichen Hinweisen zum mobilen Arbeiten bestens begleitet wurden.

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit werden bei den Stadtwerken Heidelberg durch eine zentrale Stelle koordiniert und durch dezentral angesiedelte Beauftragte in den technischen Bereichen verankert.

Die Anzahl der meldepflichtigen Wegeunfälle, also solche mit mindestens drei Krankentagen, ist im Jahr 2020 auf zwei (Vorjahr: 9) gesunken. Möglicherweise wirken sich hier die Reduzierung der Wegstrecken durch verstärktes Arbeiten im Homeoffice bzw. durch den Start aus der Fläche aus.

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Trotz Corona rund

100 Beschäftigte

zum Ersthelfer aus-
oder fortgebildet

Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte hat sich dagegen leider deutlich erhöht und nach einem Jahr mit sehr wenigen Unfällen wieder an die Vorjahre angeglichen. Mit 18 (Vorjahr: 5) Fällen lag sie aber noch nah am Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) von 17,9 Unfällen. Jedem meldepflichtigen Arbeitsunfall wurde nachgegangen. Die häufigsten Ursachen waren Ausrutschen, Stolpern oder Umknicken, aber auch Verletzungen bei handwerklichen Arbeiten. In den jährlichen Unterweisungen der Sicherheitsfachkräfte werden weiterhin Unfallschwerpunkte und richtiges Verhalten thematisiert. Zudem hat die Arbeitssicherheit wieder zahlreiche Betriebs- und Baustellenbegehungen durchgeführt und sicherheitstechnische Optimierungen angestoßen. Auch die Einführungs- und Fortbildungskurse für Ersthelfer wurden fortgesetzt. Trotz Corona wurden auch 2020 rund 100 Beschäftigte aus- bzw. fortgebildet.

Die Anzahl der Krankheitstage pro meldepflichtigem Arbeitsunfall lag im Jahr 2020 insgesamt bei 24 und damit deutlich über dem Vorjahr (16). Leider kam es auch zu drei schweren Arbeitsunfällen, die sich auf die Kennzahl der Krankheitstage auswirkte. Auslöser für die Unfälle waren auch hier Ausrutscher und Umknicken, die jedoch unglücklicherweise zu längerwierigen Verletzungen führten.

Eine weitere Kennzahl zur Unfallhäufigkeit ist die Lost Time Injury Frequency (LTIF). Diese Arbeitssicherheitskennzahl erfasst die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeiten ab einem Tag und bezieht sich auf eine Million Arbeitsstunden. Im Jahr 2020 stieg sie von 0,8 in 2019 auf 4,1 und lag damit wieder auf dem Niveau der vorherigen Jahre.

ARBEITSSICHERHEIT 2020 2019 2018
Meldepflichtige Wegeunfälle 2 9 3
Tödliche Wegeunfälle
Meldepflichtige Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte 18 5 15
Branchendurchschnitt1 18 18 18
Krankheitstage pro meldepflichtigem Arbeitsunfall 24 16 15
Tödliche Arbeitsunfälle
Schwere Arbeitsunfälle 3 1
Lost Time Injury Frequency (LTIF) 4,1 0,8 3,5

1 | BG ETEM – Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse

Rückgang der Arbeitsunfälle im Jahr 2020

Im Jahr 2020 ging die Anzahl der Wegeunfälle zurück – möglicherweise als eine positive Folge des Starts aus der Fläche, der zur Kontaktreduzierung eingeführt worden war.

Rückgang der Arbeitsunfälle im Jahr 2020

Im Jahr 2020 ging die Anzahl der Wegeunfälle zurück – ­möglicherweise als eine positive Folge des Starts aus der Fläche, der zur Kontaktreduzierung eingeführt worden war.

Region

Wirtschaftskraft für die Region

Die Stadtwerke Heidelberg sind einer der größten Arbeitgeber in Heidelberg und Auftraggeber für Lieferanten und Dienstleister in der Region. Im Jahr 2020 betrugen unsere Personalaufwendungen 85,4 Millionen Euro, 21,3 Millionen Euro davon für soziale Abgaben und Altersvorsorge. Wir investieren vorwiegend vor Ort: Im Jahr 2020 haben wir 45,7 Millionen Euro an Lieferanten und Dienstleister in der Region gezahlt. Unsere Partnerkommunen erhielten 7,5 Millionen Euro Konzessionsabgaben für unser Recht, Leitungen auf ihrem Gebiet zu bewirtschaften. Zudem schaffen wir Arbeitsplätze in Heidelberg und bilden auch dort aus. Mit unseren Tätigkeiten stärken wir die Wirtschaft und damit auch das soziale Leben in der Region.

Öffentliche Aufgaben finanzieren

Was uns als hundertprozentig kommunales Unternehmen von vielen privatwirtschaftlichen Unternehmen unterscheidet, ist unser Geschäftsmodell: Wir orientieren uns an den Zielen der Stadt Heidelberg und unserer Partnergemeinden und finanzieren öffentliche Aufgaben wie die Bäder und den Öffentlichen Personennahverkehr. Rund 6,8 (Vorjahr: 6,2) Millionen Euro haben die Stadtwerke Heidelberg 2020 für die Verluste der Bäder sowie weitere 24,8 (Vorjahr: 26,4) Millionen Euro für den Öffentlichen Personennahverkehr aufgewendet.

Aufwendungen für unsere partner in der region (Mio. €) 2020 2019 2018
Beschäftigte: Personalkosten 85,4 86,8 86,5
Lieferanten und Dienstleister: Einkauf 45,7 42,5 56,9
Immobilien- und Grundstücksbesitzer: Mieten und Pachten 0,4 0,4 0,4
Kommunen: Konzessionsabgaben 7,5 7,0 6,5

 

Finanzierung öffentlicher Aufgaben (Mio. €) 2020 2019 2018
Bäder 6,8 6,2 5,4
ÖPNV 24,8 26,4 27,8

 

Engagement für Umwelt, Kultur, Soziales und Sport

Unser Engagement für mehr Lebensqualität vor Ort reicht weit über unseren Versorgungs- und Finanzierungsauftrag hinaus. Mit der Stadt Heidelberg und unseren Partnergemeinden kooperieren wir für mehr Klimaschutz und zukunftsfähige Energien. Außerdem fördern wir Sport, Kultur und Bildung sowie ausgewählte soziale Projekte. Dialog und Kooperation mit vielen Partnern begleiten unsere Tätigkeiten. Wir wollen verstehen, was man von uns erwartet, und wir wollen erklären, was uns bewegt.

Als Energieversorger sind uns Klimaschutz und Nachhaltigkeit wichtige Anliegen. Deshalb engagieren wir uns mit vielen Partnern in der Region dafür. Eine langjährige Zusammenarbeit ist mit der Stadt Heidelberg und anderen Engagierten im Projekt Nachhaltiges Wirtschaften etabliert. Seit vielen Jahren sind wir bei Veranstaltungen vor Ort aktiv dabei, etwa beim Bürgerfest oder beim Lebendigen Neckar, und werden dies auch wieder realisieren, sobald Präsenzveranstaltungen wieder möglich sind.

Gemeinsam mit den Umweltverbänden NABU Heidelberg, dem BUND Heidelberg und der Ökostadt Rhein-Neckar haben wir seit nunmehr elf Jahren einen gemeinsamen Fonds, aus dem die Verbände Projekte für den regionalen Klimaschutz finanzieren. Der Fonds speist sich aus dem Vertrieb unseres Ökostrom-Produkts heidelberg KLIMA und finanziert zahlreiche Projekte für den Klimaschutz in der Region. Eines der ersten, das in ­Corona-Zeiten mehr Nachfrage hat denn je, ist das Projekt Rückenwind: ein Pedelec-Verleihangebot von Ökostadt Rhein-Neckar. In 2020 haben wir zudem gemeinsam mit dem BUND und der Ökostadt die Kampagne Licht ins Dunkel – die Nacht neu entdecken weitergeführt, wenn auch unter Corona-Bedingungen. Das Projekt startete 2018 und endet Mitte 2021. Neu hinzu kam im Jahr 2020 die Initiative Grün statt Grau des NABU Rhein-Neckar-Odenwald. Damit setzt sich der Verein für den Rückbau von Schottergärten ein, deren Neuanlage inzwischen wegen ihrer Wirkungen auf die Natur und das Klima vor Ort verboten ist.

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit Umwelt­verbänden zusammen und verwalten mit ­ihnen ­einen gemeinsamen Fonds, aus dem ­Klimaschutz-Projekte finanziert werden.

Zusammenarbeit mit Umweltverbänden zur Unterstützung von Klimaschutz-Projekten
Zusammenarbeit mit Umweltverbänden zur Unterstützung von Klimaschutz-Projekten

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit Umwelt­verbänden zusammen und verwalten mit ­ihnen ­einen gemeinsamen Fonds, aus dem ­Klimaschutz-Projekte finanziert werden.

Ein weiteres Feld für unser Engagement ist der Sport: Wir setzen uns vor allem für den Breitensport in Vereinen ein, denn Sport fördert nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern auch Teamgeist und Miteinander. Sport hat damit eine wichtige soziale Funktion. Die Stadtwerke Heidelberg arbeiten daher schon lange mit dem Sportkreis Heidelberg zusammen. Der Verband vertritt über 400 Vereine mit mehr als 135.000 Mitgliedern. Damit erreicht unser Einsatz viele Menschen in der gesamten Region. Sportvereine, die Kunde bei uns sind, können sich beim Sportkreis Heidelberg für Werbepartnerschaften anmelden und erhalten im Gegenzug finanzielle Unterstützung. Der Verein koordiniert die Partnerschaften. Seit vielen Jahren sind wir außerdem einer der Hauptsponsoren des Internationalen Rollstuhlmarathons Heidelberg und unterstützen mit unseren Bädern auch künftig verschiedene Veranstaltungen in der Region, sobald sie wieder stattfinden dürfen.

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Für alle, die zuhause
blieben, haben wir die
Sommerferienaktion der

Stadtbücherei

unterstützt

Eine weitere Säule unseres Engagements ist Kultur. Kultur steht für Lebensqualität, und wir wollen Lebensqualität dort fördern, wo unsere Kunden und unsere Mitarbeiter leben und arbeiten. Beispiele für unser kulturelles Engagement sind die Heidelberger Schlossfestspiele oder die Heidelberger Literaturtage. In 2020 haben wir außerdem ein besonderes Projekt der Stadtbücherei Heidelberg unterstützt: Da im Corona-Sommer 2020 viele Familien ihren Urlaub bei eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten zu Hause verbracht haben, haben die Stadtwerke Heidelberg Mittel bereitgestellt, um den Bestand der Stadtbücherei an Brettspielen um ein Vielfaches aufzustocken. So konnte die Stadtbücherei eine Sommerferienaktion realisieren, bei der möglichst viele Kinder und Jugendliche die Spiele über zwei Wochen hinweg ausleihen konnten. Gegen Ende des Jahres 2020 haben wir außerdem die Kampagne #KaschteKunscht zusammen mit dem Metropolink-Festival für urbane Kunst gestartet. Jeder, der einen Stromkabel-Verteilerschrank – »Kaschte« – künstlerisch gestalten möchte, kann sich bewerben, um »alleine für alle« positive Botschaften in die Stadt tragen – als Anstoß, um auch aus den Corona-Zeiten das Beste zu machen.

Die Kampagne ­#KaschteKunscht im Rahmen des Metro­polink-Festival für urbane Kunst

Ende des Jahres 2020 haben wir mit dem Metro­polink-Festival für urbane Kunst die Kampagne ­#KaschteKunscht gestartet: Jeder, der möchte, kann sich um die künstlerische Gestaltung eines Strom­kabel-Verteilerschranks – »Kaschte« bewerben.

Die Kampagne ­#KaschteKunscht im Rahmen des Metro­polink-Festival für urbane Kunst

Ende des Jahres 2020 haben wir mit dem Metro­polink-Festival für urbane Kunst die Kampagne ­#KaschteKunscht gestartet: Jeder, der möchte, kann sich um die künstlerische Gestaltung eines Strom­kabel-Verteilerschranks – »Kaschte« bewerben.

Auch Bildung ist uns ein zentrales Anliegen. Als Arbeitgeber unterstützen wir die Talente von morgen. Deshalb schreiben wir seit 2014 den Innovationspreis der SRH Hochschule Heidelberg aus, der an Studierende der Wirtschaftsinformatik für herausragende Praxisarbeit vergeben wird. Seit vielen Jahren unterstützen wir außerdem den Verein ROCK YOUR LIFE!. Der Verein setzt sich für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit ein. In einem Mentoring-Programm bringt er dazu ehrenamtlich engagierte Studierende und motivierte Schüler mit schwierigen Ausgangsbedingungen für eine gute Bildung aus Heidelberger und Eppelheimer Schulen zusammen. Im Idealfall begleiten die Mentoren ihre jüngeren Partner dann für zwei Jahre.

Ein Schwerpunkt unseres sozialen Engagements liegt bei der Unterstützung von Menschen in Not. Wir haben unsere Aktivitäten auf zwei Projekte fokussiert: Im ersten arbeiten wir mit Wohlfahrtsverbänden zusammen, um Menschen zu unterstützen, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind und ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen können. Das andere ist eine Kooperation mit dem Verein OBDACH e.V.. Wir unterstützen den Verein dabei, den Energieverbrauch in seinen Wohnungen für wohnungslose Menschen zu senken, und fördern weitere Projekte des Vereins, die Obdachlosen neue Per­spektiven für ihr Leben aufzeigen.