HEIDELBERGER STRASSEN-UND BERGBAHN

Martin Wenger bringt die Gäste seit vielen Jahren vom Tal auf den Berg und zurück.

MITEINANDER
FÜR UNSERE GÄSTE

»Zwei Millionen Gäste nutzen die Bergbahnen jährlich. Um sie jederzeit bestens zu unterstützen, arbeitet unser Team Hand in Hand – über alle Altersstufen hinweg. Wir freuen uns, ihnen bei einer Fahrt mit unseren Bergbahnen Heidelberg von seinen besten Seiten zeigen zu können.«

Martin Wenger, Wagenbegleiter bei den Heidelberger Bergbahnen

HEIDELBERGER STRASSEN-UND BERGBAHN

»Zwei Millionen Gäste nutzen die Bergbahnen jährlich. Um sie jederzeit bestens zu unterstützen, arbeitet unser Team Hand in Hand – über alle Altersstufen hinweg. Wir freuen uns, ihnen bei einer Fahrt mit unseren Bergbahnen Heidelberg von seinen besten Seiten zeigen zu können.«

Martin Wenger, Wagenbegleiter bei den Heidelberger Bergbahnen

MITEINANDER

FÜR UNSERE GÄSTE

»Zwei Millionen Gäste nutzen die Bergbahnen jährlich. Um sie jederzeit bestens zu unterstützen, arbeitet unser Team Hand in Hand – über alle Altersstufen hinweg. Wir freuen uns, ihnen bei einer Fahrt mit unseren Bergbahnen Heidelberg von seinen besten Seiten zeigen zu können.«

Martin Wenger, Wagenbegleiter bei den Heidelberger Bergbahnen

Martin Wenger bringt die Gäste seit vielen Jahren vom Tal auf den Berg und zurück.

Die Heidelberger Straßen- und Bergbahn (HSB) übernimmt Aufgaben im Management des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für die Stadt Heidelberg. Die Gesellschaft ist Investor und Eigentümer der Straßenbahn-Infrastruktur und trägt zur Finanzierung des ÖPNV in Heidelberg bei. Außerdem ist sie technischer Betriebsführer der Bergbahnen für deren Eigentümer, die Stadtbetriebe Heidelberg. Für die kaufmännische Betriebsführung ist die Konzerngesellschaft zuständig.

Insgesamt sind 219 Personen bei der HSB angestellt. Davon arbeiten 54 Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte für die Bergbahn. 165 (Vorjahr: 187) Mitarbeitende sind an die Rhein-Neckar- Verkehr GmbH für den Betrieb des ÖPNV überlassen.

UNSER UMFELD

Der ÖPNV in Heidelberg

In Heidelberg ist der ÖPNV arbeitsteilig organisiert:

  • Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), im Jahr 2005 von fünf kommunalen Verkehrsunternehmen inklusive der HSB gegründet, ist für den Fahrbetrieb zuständig und führt im Auftrag der HSB das Baugeschäft in Heidelberg durch. 2005 überließ die HSB ihre Beschäftigten der rnv für deren operativen Betrieb.
  • In ihrer Eigentümerrolle ist die HSB in Heidelberg für die Finanzierung und das Fördermittel-Management bei Straßenbahn-Infrastrukturprojekten verantwortlich – inklusive des Projektcontrollings.
  • Zudem übernimmt die Gesellschaft einen Großteil der Verluste aus dem Betrieb von Bussen und Bahnen in Heidelberg.
  • Ergänzend wirkt die HSB für die Stadt in einer ÖPNV-Koordinationsstelle bei der Abstimmung zwischen städtischen Ämtern und der rnv mit.

Situation am Markt der Baudienstleistungen

Die Ausgaben der HSB gehen überwiegend auf Investitionen in die Straßenbahn- Infrastruktur von Heidelberg zurück. Nach wie vor liegen die Bau- und Materialpreise auf einem hohen Niveau. Hinzu kommt, dass die Vorgabe, viele Maßnahmen während der Sommerferien umzusetzen, ebenfalls Mehrkosten zur Folge hat. Denn während dieser Zeiten sind die meisten Baufirmen personell unterbesetzt und die Angebote für Baudienstleistungen somit begrenzt. Einige Maßnahmen konnten wir daher nur zu erhöhten Preisen realisieren.

UNSERE LEISTUNGEN

Die HSB

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeiten im ÖPNV lag im Jahr 2024 auf der Großmaßnahme Ausbau der Dossenheimer Landstraße. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Stadt Heidelberg, der rnv und der HSB, der Stadtwerke Heidelberg sowie weiterer Partner soll dazu beitragen, den ÖPNV noch attraktiver und leistungsfähiger zu gestalten. Neben der Erneuerung von Gleis- und Fahrleitungen steht der barrierefreie Ausbau von zwei Haltestellen an. Gleichzeitig werden der städtische Abwasserkanal sowie die Versorgungsleitungen modernisiert, die Straßen- und Gehwege erneuert und Radwege eingerichtet. Das Projekt macht den Verkehrsraum für alle Verkehrsteilnehmenden deutlich ansprechender und sicherer.

DIE HSB ÜBERNIMMT DIE KOSTEN FÜR ZUSÄTZLICHE FAHRANGEBOTE WÄHREND DER BAUZEIT IN DER DOSSENHEIMER LANDSTRASSE

Die Maßnahme begann nach erfolgreichem Abschluss der Vorarbeiten wie geplant im März 2024. Abgeschlossen werden soll sie im Herbst 2026. Die rnv hat für die Dauer der Baumaßnahmen zusätzliche Fahrangebote auf der Straßenbahn- Linie 25 nach Dossenheim eingeführt. Die Kosten dafür übernimmt die HSB.

Zwei Straßenbahnen auf Gleisen in einer Stadtstraße mit mehrstöckigen Gebäuden und Baustellenabsperrungen

Während der Bauzeit fährt die Straßenbahnlinie 25 weiter – und es wurden zusätzliche Fahrangebote eingerichtet.

Bergbahn

Die Heidelberger Bergbahnen – die moderne untere sowie die obere mit den Originalwagen aus dem Jahr 1907 – gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Heidelberg. Seit dem Jahr 2004 sind sie im Denkmalbuch des Landes als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung eingetragen. Die Bergbahnen fahren zu 100 Prozent mit Ökostrom.

Sicherheitstechnische Prüfung

Jährlich werden die Bergbahnen einer umfassenden sicherheitstechnischen Prüfung unterzogen. Im Jahr 2024 fand sie zwischen dem 4. und 17. März statt. Während dieser Zeit standen die Bahnen für die Wartungsarbeiten still. Als Alternative wurden wieder Busse eingesetzt.

Rote Bergbahn fährt einen steilen Hang hinauf mit Blick auf Stadt und blauen Himmel mit Wolken

Jährlich werden die Bergbahnen einer sicherheitstechnischen Prüfung unterzogen – so auch im März 2024.

Arbeiten an Stützmauer

Die Bergbahnstrecken werden von einer Stützmauer entlang des Hangs flankiert. Seit mehreren Jahren überwachen wir sie regelmäßig, denn der Hang bewegt sich. Die Stützmauern können sich somit sukzessive verformen.

DER BERG BEWEGT SICH. ZUM SCHUTZ WURDE EIN STAHLNETZ ZWÖLF METER TIEF IM FELSEN VERANKERT

Die letzten Messungen zeigten, dass sich die Hangbewegungen oberhalb der Station Schloss beschleunigt hatten.

Auf Expertenrat hin wurden wir deshalb noch vor der Frostperiode aktiv und ließen ein Stahlnetz zur Hangsicherung anbringen. Mit Felsennägeln wurde es im Hang verankert. Bis zu zwölf Meter tief wurde dazu gebohrt, um den tragenden Felsen zu erreichen. Mit über 200 Verankerungen wurde das Netz schließlich befestigt und auf Spannung gebracht, um herabfallende Steine aufzufangen. Die Wand konnte so längerfristig gesichert werden.

Die Bauarbeiten dafür fanden vom 7. Oktober bis zum 14. November 2024 statt. Während dieser Zeit stand die untere Bahn still, als Ersatz kamen Busse zum Einsatz. Die obere Bahn fuhr weiter.

ERGEBNISSE

Im Jahr 2024 stieg die Anzahl der verkauften Fahrausweise weiter, während die Anzahl der Fahrgäste ähnlich wie im Vorjahr bei über zwei Millionen lag.

Der Anstieg bei der Ticketanzahl ist darauf zurückzuführen, dass die Tickets während der Stillstandszeiten auch für die Busse galten; Gäste, die die Busse nutzten, werden jedoch nicht als Bergbahn- Fahrgäste gezählt.

Die Erlöse für die Tickets schlagen bei den Stadtbetrieben Heidelberg zu Buche, in deren Auftrag die HSB die Betriebsführung übernommen hat.

Arbeiter montieren ein Sicherungsnetz aus Stahl an der Stützmauer entlang der Bergbahnstrecke mit Hilfe eines roten Minibaggers

Zwischen Anfang Oktober und Mitte November 2024 wurde ein Sicherungsnetz aus Stahl an der Stützmauer entlang der Bergbahnstrecken angebracht.

NUTZUNG DER BERGBAHNEN

2024

2023

2022

Fahrausweise

1.274.033

1.223.299

921.699

Fahrgäste

2.001.228

2.101.511

1.578.945

AUSBLICK

Der Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur ist Voraussetzung für eine Ausweitung des ÖPNV-Angebots und damit eine wesentliche Stellschraube im Klimaschutz. Um die Klimaziele der Stadt Heidelberg zu erreichen, sind in den nächsten Jahren umfassende Investitionen in klimaneutrale Antriebe und in den Ausbau des Angebots besonders für die neu entstehenden Stadtteile auf den Konversionsflächen geplant.

Die HSB unterstützt diese Entwicklungen durch ihr Knowhow und ihre hohen Qualitätsstandards im Fördermittel-Management: unter anderem durch zeitnahe Antragstellung, Abwicklung und Abrechnung von Zuwendungen vor allem nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Neben der Fortführung der Erneuerungsmaßnahmen in der Dossenheimer Landstraße stehen im neuen Geschäftsjahr Gleiserneuerungen auf der Montpellierbrücke an. Vorgesehen ist außerdem der Ausbau der Straßenbahn ins Neuenheimer Feld. Noch steht allerdings die Erarbeitung eines Bebauungsplans aus – erst auf seiner Basis können Vorplanungen beginnen. Eine zügige Planung ist gleichzeitig die Voraussetzung dafür, die bereits im GVFG-Bundesprogramm angemeldeten Fördermittel noch zu erhalten.

Ein Ziel der HSB bleibt es, eine hohe Attraktivität der Bergbahnen für die Heidelberger und ihre Gäste sicherzustellen. Im Jahr 2026 stehen umfängliche Erneuerungsmaßnahmen an verschiedenen Brücken an. Weiterhin soll das Kassenund Zugangssystem modernisiert und digitalisiert werden. Diese Maßnahmen wurden 2024 geplant, abgestimmt und vorbereitet.