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Kapitel einzeln

Stadtwerke Heidelberg Bäder

Gute Idee:

Mehr Sauna
wagen.

Zufriedene Badegäste durch Kundenbefragung und anschließende Maßnahmenergreifung: Ein Saunawagen

Stadtwerke Heidelberg Bäder

Die Stadtwerke Heidelberg Bäder sind eine Kommanditgesellschaft der Stadtwerke Heidelberg Netze mit den Stadtwerken Heidelberg Umwelt als haftendem Gesellschafter. Fünf Schwimmbäder in Heidelberg gehören zur Bädergesellschaft, zusätzlich betreibt sie das Schwimmbad im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar im Neuenheimer-Feld sowie das Gisela-Mierke-Hallenbad in Eppelheim. Ende 2018 waren 27 Mitarbeiter bei den Stadtwerken Heidelberg Bäder beschäftigt.

Bäderlandschaft

Die drei Hallen- und zwei Freibäder in Heidelberg bieten allen Bürgerinnen und Bürgern günstige Möglichkeiten für Sport und Erholung. Damit zählen sie zu den beliebtesten Freizeitorten in Heidelberg.

Hallenbäder in Heidelberg

Das Hasenleiser-Bad in Rohrbach-West
  • Geöffnet von Herbst bis Frühling.
  • Mit finnischer Sauna und Biosauna, zahlreichen Kursen sowie mehreren großen Spiele-Events
    für Kinder und Jugendliche pro Jahr.
Das City-Bad mitten in der Stadt
  • Geöffnet von Herbst bis Frühling.
  • Zahlreiche Schwimm- und Aquafitness-Kurse.
Das Hallenbad Köpfel in Ziegelhausen
  • Ganzjährig geöffnet.
  • Mit Sauna, Liegewiese, Sonnenterrasse und Spielplatz.
  • Großes Kursangebot.

Freibäder in Heidelberg

Das Tiergartenbad im Neuenheimer Feld
  • Geöffnet von Mitte Mai bis Mitte September.
  • Mit großem Park, Sprunganlagen, Rutschbahnen und Sportmöglichkeiten.
Das Thermalbad in Bergheim
  • Geöffnet von Mitte April bis Mitte Oktober.
  • Mit beheiztem Wasser und der längsten Freibad-Saison in der Region.
  • Zu Saisonbeginn und im Herbst erstmals mit Sauna.

Stellschraube für geringes Defizit: gute Auslastung in den Bädern

Der Betrieb öffentlicher Schwimmbäder ist in der Regel ein Zuschussgeschäft. Damit die Lücke zwischen Einnahmen und Kosten möglichst gering ausfällt, arbeiten die Stadtwerke Heidelberg Bäder kontinuierlich daran, mehr Bad-Besucher zu gewinnen und gleichzeitig die Kosten zu senken.

Bei den Freibädern wird die Auslastung jedoch vor allem vom Wetter bestimmt. Potenziale, mehr Gäste zu gewinnen, liegen dort am ehesten bei den Sportschwimmern. Umso wichtiger ist es daher, das Angebot in den Hallenbädern zu erweitern und dort für eine kontinuierliche Auslastung zu sorgen.

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Das Thermalbad in Heidelberg-Bergheim öffnet als erstes Bad in der Region schon im April seine Tore.

Thermalbad in Heidelberg-Bergheim

Viele Events in den Bädern

Um mehr Gästen einen Anreiz für einen Besuch der Bäder zu geben, haben die Stadtwerke Heidelberg Bäder auch in 2018 wieder für viele Veranstaltungen und Angebote in den Bädern gesorgt:

  • Zusammen mit Partnern bietet die Bädergesellschaft Schwimm- und Aquafitnesskurse an. In 2018 hat das Amt für Sport und Gesundheitsförderung insgesamt 135 (Vorjahr: 132) Kurse mit 1.917 (Vorjahr: 1.590) Teilnehmenden durchgeführt, unter anderem Aquajogging, Wassergymnastik, Kraulen und Schwimmen. Zusätzlich bieten die DLRG sowie der Schwimmverein (SV) Nikar Schwimmkurse, Baby- und Kinderschwimmen sowie Poolball an. Im City-Bad gibt es zudem einen Sport­abend, der ausschließlich für Kurse ­reserviert ist.
  • Im Jahr 2018 fanden zwei (Vorjahr: drei) große Kunterbunte Badespaß-Aktionen, je eine zu Ostern und eine zu Halloween, mit insgesamt 479 (Vorjahr: 650) Gästen statt. Im Dezember 2017 war ein Badespaß-Pass für eine 3:2-Aktion eingeführt worden: Wer an den kommenden beiden Badespaß-Events teilgenommen hatte, hätte beim nächsten Mal einen kostenfreien Eintritt erhalten. Allerdings wurde das Angebot in 2018 kaum genutzt. Gleichzeitig war die Resonanz auf die Events unter anderem in den Sozialen Medien ausgesprochen positiv.
  • Weitere große Events im Tiergartenbad, die von den Stadtwerken Heidelberg unterstützt wurden, waren der Familiensporttag am 22. Juli sowie die Lions-Team-Challenge und der Iron Kids-Triathlon Heidelberg am 9. September 2018.
  • In 2018 fand zum dritten Mal nach Abschluss der Badesaison ein Hundeschwimmen statt: Das Wasser war zu diesem Zeitpunkt bereits chlorfrei und wurde nach dem Event abgelassen. Rund 800 Besucher mit etwa 320 Hunden kamen ins Bad. Die Einnahmen wurden an ein Tierheim gespendet.
  • Das beliebte Meerjungfrauen-Schwimmen für Kinder und Jugendliche ab acht Jahren konnte leider nicht wie geplant angeboten werden, da die Kursleitung kurzfristig ausfiel und nicht ersetzt werden konnte. Für das Jahr 2019 sind jedoch neue Kurse in Planung.

Auf Wunsch unserer Gäste: der Saunawagen

Das traditionsreiche und attraktiv renovierte Thermalbad ist das Freibad mit der längsten Saison in der Region. In 2018 wurde der Sommer wieder besonders lange ausgenutzt: Das Bad öffnete am 8. ­April und verlängerte die Saison noch ungefähr eine gute Woche bis zum 17. ­Oktober. 2018 wurde eine weitere Maßnahme aus der Kundenbefragung vom Jahr 2015 umgesetzt: Nachdem in den letzten Jahren schon verlängerte Öffnungszeiten im Köpfel-Bad sowie eine Geldwertkarte für kürzere Badbesuche in allen Bädern eingeführt worden waren, stellten die Stadtwerke Heidelberg im Geschäftsjahr 2018 ihren Gästen auf ihren Wunsch einen Saunawagen zur Verfügung.

Gut genutzt
Gut genutzt

Gut genutzt

wird der Saunawagen
zu Saisonbeginn
und -ende

Gleich zur Thermalbaderöffnung Anfang April ermöglichte er das Aufwärmen zwischen den Schwimmrunden. Das kostenfreie Angebot wurde so gut genutzt, dass der Saunawagen die letzten sechs Wochen bis Saisonende wieder aufgestellt wurde – diesmal zur Nutzung gegen einen geringen Preisaufschlag.

Schwimmen für alle

Die Stadtwerke Heidelberg Bäder haben in zahlreichen Kooperationen Verantwortung für die Region übernommen. So stellen sie die Bäder für das Schulschwimmen zur Verfügung und ermöglichen es verschiedenen Vereinen, dort Kurse und Trainings durchzuführen. Außerdem unterstützte die Gesellschaft in 2018 wieder soziale Initiativen wie das Projekt Schwimmfix der Manfred Lautenschläger-Stiftung und das Projekt Heidelberger Kids auf Schwimmkurs unter der Schirmherrschaft von Franziska van Almsick durch die Bereitstellung der Bäder.

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Ab ins kühle Nass – eine Wohltat im heißen Sommer 2018.

Ab ins kühle Naß – eine Wohltat im heißen Sommer 2018

Nachgewiesen nachhaltig

Die Heidelberger Bäder sollen Orte der Nachhaltigkeit sein und auch damit zu einer Wohlfühl-Atmosphäre für ihre Badegäste beitragen. Alle Bäder haben an dem städtischen Projekt Nachhaltiges Wirtschaften Heidelberg teilgenommen. Seither berücksichtigen sie systematisch Umweltschutzkriterien im Betrieb. Im Jahr 2018 wurde das Thermalbad zum ersten Mal revalidiert.

Dienstfahrten per Pedelec
Dienstfahrten per Pedelec

Dienstfahrten per Pedelec

natürlich mit
Ökostrom

Seit der ersten Validierung des Traditionsbads im Jahr 2013 haben die Stadtwerke Heidelberg Bäder in zahlreiche Maßnahmen investiert: So reduzieren Dämmerungsschalter in den Umkleidebereichen und Präsenzmelder in den Duschen, Toiletten und Wärmeräumen den Energieverbrauch. Auch mit der Ressource Wasser wird bedacht umgegangen: So werden die Grünflächen ausschließlich mit Wasser aus einem eigenen Brunnen beregnet, und auch das Beckenwasser wird zu 75 Prozent über das eigene Brunnenwasser nachgespeist. Zudem wird das Wasser des Überlaufs aus dem Kneipp-Becken für eine weitere Verwendung wiederaufbereitet. Und Dienstfahrten werden per Pedelec zurückgelegt – natürlich mit Ökostrom.

Neue Rekorde bei den Besucherzahlen

Aufgrund des heißen und langen Sommers gab es im Thermalbad einen neuen Besucherrekord: Vierzehn Tage vor Saisonende konnte der 200.000 Badegast dort begrüßt werden. Zum Vergleich: Seit Übernehmen der Bäder von der Stadt Heidelberg im Jahr 2004 schwankte die Besucherzahl im Thermalbad zwischen 128.000 (2014) und 163.000 (2015) Gästen während der gesamten Saison. 

Badegäste
Badegäste

Badegäste

Zum ersten Mal seit
14 Jahren: 200.000er Marke im Thermalbad geknackt

Auch das Ziegelhäuser Köpfel-Bad hat 2018 zum neunten Mal in Folge eine gestiegene Anzahl an Badegästen und damit einen neuen Rekord vorgelegt: Knapp 112.000 Gäste statteten dem Ganzjahresbad 2018 einen Besuch ab – und damit wieder rund 4.000 mehr als im Vorjahr. Mögliche Gründe für den kontinuierlichen Zuwachs sind unter anderem eine intensivierte Öffentlichkeitsarbeit sowie das stets weiterentwickelte Kursangebot in Kooperation mit Partnern wie dem Amt für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg, der DLRG und dem Schwimmverein Nikar e.V. Zudem wurde eine Reihe von Modernisierungen durchgeführt. Positiv wirken sich auch immer noch die verlängerten Öffnungszeiten seit Beginn des Jahres 2016 aus, die als Folge der Kundenumfrage im Jahr 2015 eingeführt wurden.

Herausforderung: Bäderpersonal

Bundesweit ist in der Bäderbranche Personalmangel festzustellen. Wie in vielen anderen kommunalen Bädern zeigte auch bei den Stadtwerken Heidelberg Bädern der veränderte Arbeitsmarkt seine Folgen: Personalengpässe unter anderem aufgrund von Krankheiten konnten insbesondere während der Saisonwechsels nicht komplett aufgefangen werden. Während dieser Zeit öffnen bereits die Freibäder, während die Hallenbäder ebenfalls noch nicht in der Sommerpause sind. Neue Einsatzplanungen sowie eine kurzfristige Aufstockung des Personals durch Aushilfskräfte und Rettungsschwimmer konnten den Engpass allerdings weitgehend auffangen.

Um mittelfristig Personalengpässen vorzubeugen, wird seit 2018 verstärkt in das Personal- und Ausbildungs-Marketing investiert.

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Im Köpfel-Bad gab es 2018 einen neuen Besucher­rekord. Auch die modernisierte Sauna ist dabei ein Anziehungspunkt für viele Gäste.

Modernisierte Sauna im Köpfel-Bad

Umsatz, Investitionen und Ergebnis

Die Besucherzahl der Freibäder lag 2018 wetterbedingt mit 349.067 (Vorjahr: 249.154) Badegästen deutlich über dem Vorjahr. Die Hallenbäder hatten ebenfalls mit 252.113 Gästen einen Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr (250.859).

Der Umsatz der Bäder lag 2018 aufgrund der höheren Besucherzahlen bei 2,2 (Vorjahr: 1,8) Millionen Euro. Die Investitionen betrugen 0,3 (Vorjahr 0,6) Millionen Euro.

Der Bäderbetrieb führt regelmäßig zu einem Jahresfehlbetrag. Im Jahr 2018 lag er mit 5,4 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr (5,7).