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Vollständiger Bericht

Kapitel einzeln

Stadtwerke Heidelberg Bäder

Schwimmen, Entspannen, Co2 reduzieren.

Sommer in der City – abkühlen erwünscht? Dann ab in unsere Bäder, schwimmen, tauchen, Freunde treffen, Spaß haben mit der Familie … der kleine Luxus um die Ecke. Noch schöner, wenn man weiß: Als Bonus gibt’s Nachhaltigkeit und Klimaschutz obendrauf.

Stadtwerke Heidelberg

Bäder

Die Stadtwerke Heidelberg Bäder sind eine Kommanditgesellschaft der Stadtwerke Heidelberg Netze mit den Stadtwerken Heidelberg Umwelt als haftendem Gesellschafter. Fünf Schwimmbäder in Heidelberg gehören zur Bädergesellschaft, zusätzlich betreibt sie das Schwimmbad beim Olympiastützpunkt Rhein-Neckar im Neuenheimer Feld sowie das Gisela-Mierke-Hallenbad in Eppelheim. Ende 2019 waren 24 Mitarbeiter bei den Stadtwerken Heidelberg Bäder beschäftigt.

Bäderlandschaft

Die drei Hallen- und zwei Freibäder in Heidelberg bieten allen Bürgerinnen und Bürgern günstige Möglichkeiten für Sport und Erholung. Damit zählen sie zu den beliebtesten Freizeitorten in Heidelberg.

Hallenbäder in Heidelberg

Das Hasenleiser-Bad in Rohrbach-West
  • Geöffnet von Herbst bis Frühling.
  • Mit finnischer Sauna und Biosauna, zahlreichen Kursen sowie mehreren großen Spiele-Events für Kinder und Jugendliche im Jahr.
Das City-Bad mitten in der Stadt
  • Geöffnet von Herbst bis Frühling.
  • Zahlreiche Schwimm- und Aquafitness-Kurse.
Das Hallenbad Köpfel in Ziegelhausen
  • Ganzjährig geöffnet.
  • Mit Sauna, Liegewiese, Sonnenterrasse und
    Spielplatz.
  • Großes Kursangebot.

Freibäder in Heidelberg

Das Tiergartenbad im Neuenheimer Feld
  • Geöffnet von Mitte Mai bis Mitte September.
  • Mit großem Park, Sprunganlagen, Rutschbahnen und Sportmöglichkeiten.
Das Thermalbad in Bergheim
  • Geöffnet von Mitte April bis Mitte Oktober.
  • Mit beheiztem Wasser und der längsten
    Freibad-Saison in der Region.
  • Zu Saisonbeginn und im Herbst mit Sauna.

Angebote in den Bädern

Der Betrieb öffentlicher Schwimmbäder ist in der Regel nicht kostendeckend: Bundesweit wird jedes Bad durchschnittlich mit einer Million Euro bezuschusst. In den vergangenen Jahren kam es daher in zahlreichen Städten und Gemeinden zu Badschließungen.

Auch in Heidelberg wird jedes der fünf Bäder mit rund 1,2 Millionen Euro subventioniert. Das bedeutet konkret: Jeder Badbesuch kostet zusätzlich zum Eintritt rund zehn Euro an öffentlichen Mitteln. Dabei ist Heidelberg gut mit Bädern versorgt: Die Anzahl der Bäder pro Einwohner liegt mit einem Bad pro 32.000 Einwohnern vergleichsweise hoch.

Floating Fitness
Floating Fitness

Die Stadtwerke Heidelberg Bäder arbeiten kontinuierlich daran, die Lücke zwischen den Einnahmen aus den Bädern und den Kosten für ihren Betrieb zu verringern: Durch attraktive Angebote möchten sie viele Gäste anziehen und gleichzeitig durch effizientes Wirtschaften die Kosten senken. Bei den Freibädern wird die Auslastung vor allem durch das Wetter bestimmt. Umso wichtiger ist es daher, das Angebot in den Hallenbädern zu erweitern und dort für eine kontinuierliche Auslastung zu sorgen.

Um mehr Gästen einen Anreiz für einen Besuch der Bäder zu geben, haben die Stadtwerke Heidelberg Bäder auch in 2019 für viele Veranstaltungen und Angebote in den Bädern gesorgt:

  • Die Bädergesellschaft bietet ihren Gästen Schwimm- und Aquafitness-Kurse vor allem in den Hallenbädern an. In 2019 wechselte die Zuständigkeit für das Kursmanagement vom Amt für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg an das Bäderteam der Stadtwerke Heidelberg. Insgesamt haben sie in 2019 139 (Vorjahr: 135) Kurse mit 1.738 (Vorjahr: 1.917) Teilnehmenden angeboten. Dazu zählen zum Beispiel Aquajogging, Wassergymnastik, Kraulen und Schwimmen. Neu hinzu kam ein Floating Fitness-Kurs: Die Trainer leiten Übungen auf schwimmenden Brettern an. So werden das zentrale Nervensystem und der Gleichgewichtssinn unterstützt. Zusätzlich bieten die DLRG sowie der Schwimmverein (SV) Nikar Schwimmkurse, Baby- und Kinderschwimmen sowie Poolball an. Im City-Bad gibt es zudem einen Sportabend, der ausschließlich für Kurse reserviert ist.

NEU:
FLOATING FITNESS

für starke Nerven und
innere Balance

  • 2019 fanden regelmäßig Kurse zum Meerjungfrauenschwimmen statt: Hier können alle, die sich wie Meerjungfrauen oder -männer im Wasser bewegen möchten, das Schwimmen mit einer Monoflosse lernen. Die Sportart trainiert die Koordination und Beweglichkeit, hält fit und fordert den ganzen Körper. Insgesamt wurden sieben Termine mit je drei Kursen angeboten. 210 Personen nutzten das Angebot.
  • Im Jahr 2019 fanden zwei große Kunterbunte Badespaß-Aktionen statt, je eine zu Fasching und eine zu Halloween. An diesem Tag gehört das Hallenbad in Heidelberg-Rohrbach nur den jungen Gästen: Farbiges Wasser in den Schwimmbecken und Fingerfarben lassen das Event zu einem fröhlichen Spektakel werden. Im Angebot sind viele Spielgeräte sowie Animationsspiele des Bäderteams. 2019 kamen 346 (Vorjahr: 479) Gäste zu den beiden Events.

RUNDE
80 JAHRE

das Thermalbad
feierte Geburtstag

  • Die Stadtwerke Heidelberg unterstützen Veranstaltungen der Stadt Heidelberg, indem sie die Bäder dafür zur Verfügung stellen: Dazu zählten die Lions-Team-Challenge und der parallele Kindertriathlon Ironkids am 8. September sowie der Familiensporttag am 17. September 2019 mit 150 teilnehmenden Familien.
  • Am 1. August 2019 feierte das Bergheimer Thermalbad sein 80-jähriges Bestehen. Jeder Barzahler an der Kasse kam am Jubiläumstag für 80 Cent ins Bad. Geboten wurden kostenlose Schnupper-Aquajogging-Kurse, Führungen in die Technikräume des Bades, Musik, Clownerie und Kinderprogramm sowie eine Ausstellung über die Historie des Bades. Rund 1.500 Gäste besuchten das Fest.
  • Nach Abschluss der Badesaison im Tiergartenbad fand wieder das beliebte Hundeschwimmen statt – mit noch mehr Gästen als im Vorjahr. Das Wasser ist zu diesem Zeitpunkt bereits chlorfrei und wird nach dem Event abgelassen. Rund 1.400 (Vorjahr: 800) Besucher mit 531 (Vorjahr: 320) Hunden kamen ins Bad. Die Einnahmen wurden wieder an das Heidelberger Tierheim gespendet.

Nach Abschluss der Badesaison im Tiergartenbad fand wieder das beliebte Hundeschwimmen statt – mit noch mehr Gästen als im Vorjahr.

Hundeschwimmen im Tiergartenbad
Hundeschwimmen im Tiergartenbad

Nach Abschluss der Badesaison im Tiergartenbad fand wieder das beliebte Hundeschwimmen statt – mit noch mehr Gästen als im Vorjahr.

Beliebt: der Saunawagen

Das traditionsreiche Thermalbad ist das Freibad mit der längsten Saison in der Region. 2019 dauerte der Thermalbadsommer vom 14. April bis zum 13. Oktober. Zum Beginn und zum Ende der Saison konnten die Gäste des Bades wieder je sechs Wochen lang die mobile Sauna nutzen. In 2019 wurde, anders als im Vorjahr, eine Gebühr von drei Euro für den Besuch erhoben. Insgesamt haben 2.211 (Vorjahr: 4.400) Gäste die Sauna besucht.

TRAININGS für EINEN reibungslosen Badebetrieb

Um einen reibungslosen Ablauf beim Schwimmbetrieb und bei besonderen Anlässen in den Bädern zu unterstützen, wurden im Jahr 2019 die angekündigten Schulungen für einen hohen Kundenservice und eine gute Kommunikation mit den ganz unterschiedlichen Gästen in den Bädern umgesetzt.

Nachgewiesen nachhaltig

Die Heidelberger Bäder wollen Orte der Nachhaltigkeit sein und auch damit zu einer Wohlfühl-Atmosphäre für ihre Badegäste beitragen. Alle Bäder haben daher am städtischen Projekt Nachhaltiges Wirtschaften Heidelberg teilgenommen und berücksichtigen systematisch Umweltschutzkriterien im Betrieb. Als erstes Bad nahm 2012 das Hallenbad Köpfel an dem Projekt teil, zwei Jahre später folgten das City-Bad im Darmstädter Hof Centrum sowie das Thermalbad. Nachdem auch das Hallenbad Hasenleiser sowie das Tiergartenbad erfolgreich teilgenommen haben, sind inzwischen alle fünf Bäder der Stadtwerke Heidelberg als nachhaltige Betriebe ausgezeichnet. Das Köpfelbad wurde im Frühjahr 2017 das zweite Mal geprüft und ausgezeichnet, mit dem Thermalbad ging 2018 das zweite Bad in die Revalidierung. Die anderen Bäder werden voraussichtlich in den Jahren 2020/ 2021 folgen.

FÜR DAS
KLIMA

Warmwasser sparsam
verwenden

Durch das Projekt wurden zahlreiche Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz in den Bädern umgesetzt: Im Thermalbad wurde beispielsweise der Energieverbrauch durch Dämmerungsschalter in den Umkleidebereichen und Präsenzmelder im Behindertenbereich, in den Duschräumen, Toiletten und Wärmeräumen optimiert.

In 2019 wurden ergänzend LED-Leuchten eingebaut. Die Installation diverser Unterzähler verbessert die Verbrauchstransparenz und ermöglicht so eine Verbrauchsoptimierung. Auch mit der Ressource Wasser wird bedacht umgegangen: So werden die Grünflächen im Thermalbad ausschließlich mit Wasser aus einem eigenen Brunnen beregnet, und das Beckenwasser wird zu 75 Prozent über dieses Brunnenwasser nachgespeist. In 2019 wurde zudem die Duschanlage erneuert: Seither werden die Duschen nach rund 25 Sekunden abgeschaltet, damit während des Einseifens kein unnötiges Warmwasser verbraucht und die Dauer des Duschens reguliert wird. So wird der Energieverbrauch deutlich gesenkt. Die Gäste können den Wasserverbrauch durch zweimaliges Drücken auch selbst regeln. Die Stadtwerke Heidelberg Bäder haben 2019 einen Flyer mit dem Titel »Zwei Mal drücken« an ihre Gäste verteilt, um auf diese Option hinzuweisen.

Im City-Bad und im Hasenleiser-Bad wurde zudem eine Energiecontrolling-Software eingeführt. Frequenzgesteuerte Pumpen im Hallenbad Köpfel und Präsenzmelder im Tiergartenbad sind weitere Beispiele für Investitionen in mehr Klimaschutz. Und nicht zuletzt kann sich das Bad-Team klimaneutral auf Dienstfahrten begeben: mit einem Pedelec, natürlich geladen mit Ökostrom.

Weitere Modernisierungen für ein angenehmes Badeerlebnis

Um die Bäder attraktiv zu gestalten, investieren die Stadtwerke Heidelberg Bäder kontinuierlich in die Modernisierung. Im Jahr 2019 wurde im Tiergartenbad ein Wasserspielgerät im Beckenbereich installiert, mehrere Pavillons mit Sitzgelegenheiten gebaut und der Kioskbereich mit Terrasse neu gestaltet. Zudem wurde die Bepflanzung umgestaltet. Im Sanitärbereich wurde die Warmwasserbereitung für die Duschen modernisiert und eine Enthärtungsanlage eingebaut.

Auch im Köpfelbad wurden umfangreichere Maßnahmen umgesetzt: Das Hallenbad war deshalb während der Sommer- und damit Freibadzeit vier Wochen geschlossen. In dieser Zeit fanden die vorgeschriebenen Prüfungen der technischen Anlagen sowie Fliesenreparaturen statt. Zudem wurde eine neue Brandmeldeanlage installiert.

SCHWIMMEN FÜR ALLE

Die Stadtwerke Heidelberg Bäder sind mehr als nur ein Anbieter von Schwimmflächen für Sport- und Freizeitfans: Sie sehen sich auch in der Verantwortung, Kindern sowie Erwachsenen einen Ort zu bieten, an denen sie schwimmen lernen können. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DLRG ergab, dass ein Drittel der Kinder und Jugendlichen und ein Viertel der Erwachsenen eher schlechte Schwimmer oder sogar Nichtschwimmer sind. Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten Kinder jedoch so früh wie möglich schwimmen lernen. Denn wer sicher schwimmen kann, kann sich und anderen in Gefahrenlagen besser helfen.

FÜR SPASS,
FITNESS UND
SICHERHEIT

schwimmen lernen
in den Bädern

Die Stadtwerke Heidelberg stellen ihre Bäder daher für das Schulschwimmen zur Verfügung. So ist das Hasenleiser-Bad unter der Woche bis 15 Uhr für das Schulschwimmen geöffnet. Das City-Bad ist montags vormittags ausschließlich dem Schulschwimmen vorbehalten. An zwei weiteren Vormittagen wird das Bad parallel zum öffentlichen Betrieb auch für Schulschwimmen genutzt. Im Köpfel-Bad gilt das sogar ganztags von Montag bis Freitag. Während dieser Zeit stellen das Bäder-Team den Betrieb sowie die Reinigungsarbeiten sicher. Zudem ermöglichen die Stadtwerke Heidelberg Bäder es verschiedenen Vereinen, dort Kurse und Trainings durchzuführen. Auch 2019 unterstützte die Gesellschaft Initiativen zum Schwimmenlernen wie Heidelberger Kids auf Schwimmkurs unter der Schirmherrschaft von Franziska van Almsick durch die Bereitstellung der Bäder.

HERAUSFORDERUNG: BÄDERPERSONAL

Bundesweit herrscht in der Bäderbranche Personalmangel. Wie in vielen anderen kommunalen Bädern zeigte auch bei den Stadtwerken Heidelberg Bädern der veränderte Arbeitsmarkt seine Folgen: Personalengpässe unter anderem aufgrund von Krankheiten konnten vor allem während des Saisonwechsels nicht komplett aufgefangen werden. Während dieser Zeit öffnen bereits die Freibäder, während die Hallenbäder ebenfalls noch nicht in der Sommerpause sind. Neue Einsatzplanungen sowie eine kurzfristige Aufstockung des Personals durch Aushilfskräfte und Rettungsschwimmer konnten allerdings den Engpass in 2019 weitgehend auffangen. Um Engpässen vorzubeugen, wird seit 2018 verstärkt in das Personal- und Ausbildungsmarketing investiert. Für das Jahr 2020 ist daher der Launch einer neuen Employer-Branding-Kampagne unter anderem mit Bäder-Motiven geplant.

Personalmangel in der Bäderbranche

Bundesweit herrscht in der Bäderbranche Personalmangel. Die Stadtwerke Heidelberg haben daher ihr Personal- und Ausbildungsmarketing intensiviert.

Personalmangel in der Bäderbranche

Bundesweit herrscht in der Bäderbranche Personalmangel. Die Stadtwerke Heidelberg haben daher ihr Personal- und Ausbildungsmarketing intensiviert.

Preisanpassung zum Jahresstart 2020

Zum 1. Januar 2020 haben die Stadtwerke Heidelberg Bäder ihr Preissystem erstmals seit zehn Jahren angepasst. Hintergrund waren deutlich erhöhte Betriebskosten während dieses Zeitraums: Die Personalkosten waren um 34 Prozent, Energie- und Instandhaltungskosten um 25 Prozent gestiegen. Hinzu kamen die laufenden Investitionen in Modernisierungen. Im selben Zeitraum waren die Eintrittspreise bundesweit laut des Bäderreports 2019 um zwei Prozent pro Jahr gestiegen. Die Stadtwerke Heidelberg Bäder haben die Preise für die Einzeltickets in den Hallenbädern und im Tiergartenbad um ca. 12,5 Prozent bzw. im Thermalbad um 20 Prozent erhöht und lagen damit noch unter der bundesweiten Bädereintrittspreis-Steigerung.

Im Juli 2019 gab es eine mehrwöchige Hitzewelle, in denen zahlreiche Gäste Abkühlung in den Bädern suchten. Insgesamt waren die Temperaturen aber moderater als im heißen Sommer des Vorjahres.

Hitzewelle: zahlreiche Gäste suchten Abkühlung in den Bädern
Hitzewelle: zahlreiche Gäste suchten Abkühlung in den Bädern

Im Juli 2019 gab es eine mehrwöchige Hitzewelle, in denen zahlreiche Gäste Abkühlung in den Bädern suchten. Insgesamt waren die Temperaturen aber moderater als im heißen Sommer des Vorjahres.

NEUES
PREISSYSTEM

Preise angepasst,
Angebote flexibler,
soziale Aspekte gestärkt

Zeitgleich mit der Erhöhung der Einzeleintrittspreise wurde das Tarifsystem angepasst: Die Jahres- und Saisonkarten, die maximal zwölf Monate bzw. vier bis sechs Monate gültig und nicht übertragbar waren, wurden durch rabattierte und übertragbare Mehrfachkarten mit einer Gültigkeitsdauer von drei Jahren ersetzt. Insbesondere Nutzern, die nicht sicher waren, ob sich die Jahres- und Saisonkarten für sie lohnten, bietet das neue System eine flexiblere Alternative. Für sportliche Kurzzeitbesucher gibt es weiterhin die beliebte Geldwertkarte. Auch hier wurden die Preise angepasst.

Das neue Preissystem berücksichtigt verstärkt soziale Aspekte:

  • So wurde die Familienkarte erweitert: Nun können bis zu sieben Personen das Ticket nutzen.
  • Badbesucher mit einem Grad der Behinderung ab 50 Prozent können nun auch ermäßigt ins Bad. Das war bisher nur ab einem Grad von 80 Prozent möglich.
  • Zudem gelten die ermäßigten Einzeleintrittspreise auch für einkommensschwache Personen mit dem Heidelberg-Pass. Kinder zahlen mit dem Pass sogar noch 50 Cent weniger als den ermäßigten Preis.

Neuerungen gab es auch bei den Saunen: Wer in den Hallenbädern Hasenleiser oder Köpfel nur saunieren möchte, erhält ein separates und damit günstigeres Einzel- oder Zehnerticket ohne Zugang zu den Bädern.

Das neue übersichtlichere und flexiblere Eintrittssystem wurde weitgehend positiv aufgenommen. Kritische Stimmen gab es wegen der Abschaffung der Saison- und Jahreskarten, die für Vielnutzer den Einzeleintritt teilweise auf unter einen Euro gesenkt hatten. Für diese vergleichsweise kleine Gruppe waren die Veränderungen am einschneidensten. Gleichzeitig konnten diese Besucher lange im besonderen Maß von der durchschnittlichen Bezuschussung pro Badbesuch von zehn Euro profitieren.

BESUCHERZAHLEN

Die Besucherzahl der Freibäder lag 2019 mit 292.166 (Vorjahr: 349.067) Badegästen unter dem Vorjahr. Diese Entwicklung hat seine Ursache im Wetterverlauf: Zwar war der Juni 2019 durch eine Hitzewelle geprägt, aber im Vergleich zum langen und heißen Sommer 2018 waren die Temperaturen deutlich moderater.

Die Hallenbäder hatten mit 253.938 Gästen einen leichten Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr (252.113). Auch das Ziegelhäuser Köpfel-Bad hat 2019 den Rekord vom Vorjahr gehalten – und das trotz vierwöchiger Schließung für Modernisierungen. Mögliche Gründe für den kontinuierlichen Zuwachs sind unter anderem eine intensivierte Öffentlichkeitsarbeit sowie das stets weiterentwickelte Kursangebot in Kooperation mit Partnern wie der DLRG und dem Schwimmverein Nikar e.V.

Thermalbad öffnet als erstes Freibad in der Region

Das Thermalbad öffnet als erstes Freibad in der Region schon im April sein Tore – auch bei noch kühlen Außentemperaturen.

Thermalbad öffnet als erstes Freibad in der Region

Das Thermalbad öffnet als erstes Freibad in der Region schon im April sein Tore – auch bei noch kühlen Außentemperaturen.

Umsatz, Investitionen und Ergebnis

Der Umsatz der Bäder lag 2019 aufgrund der wetterbedingt geringeren Besucherzahlen in den Freibädern bei 1,9 (Vorjahr: 2,2) Millionen Euro. Die Investitionen betrugen 0,7 (Vorjahr: 0,3) Millionen Euro.

Der Bäderbetrieb führt regelmäßig zu einem Jahresfehlbetrag. Im Jahr 2019 lag er mit 6,2 Millionen Euro über dem Vorjahr (5,4). Sein Anstieg ist bedingt durch geringere Erlöse aufgrund der geringeren Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr, höhere Fremdleistungen unter anderem durch die Instandhaltungsarbeiten im Hallenbad Köpfel sowie gestiegene Personalkosten.

Ausblick

Die wichtigsten Ziele der Stadtwerke Heidelberg Bäder bleiben, für die Badegäste noch attraktiver zu werden und damit auch die Einnahmensituation weiter zu verbessern. Die finanziellen Mittel dafür sollen in möglichst wirtschaftlicher Weise eingesetzt werden, um den erforderlichen finanziellen Zuschuss zu mindern. Ein besonderes Augenmerk wird auf eine stabile, auskömmliche und nachhaltige Personalsituation gelegt. Zudem ist geplant, die Bäder auch weiterhin als Orte der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zu entwickeln.

In 2020 sind dazu folgende Maßnahmen geplant:

  • Basierend auf dem in 2017 eingeführten Kassensystem soll in 2020 bargeldloses Zahlen möglich werden, um den Komfort für die Gäste weiter zu erhöhen.
  • Die Beckenwassererwärmung im Tiergartenbad, die aktuell über eine mehr als zwanzigjährige Solarthermieanlage läuft, soll erneuert werden. Geplant ist der Bau einer Wärmepumpe sowie einer Photovoltaikanlage. Verbunden damit ist eine komplette Dachsanierung.
  • Weiter steht in 2020 die Revalidierung des City-Bades, des Hasenleiser-Bades und des Tiergartenbades als nachhaltig wirtschaftende Betriebe an. Außerdem soll das Bad im Olympiastützpunkt, das ebenfalls von den Stadtwerken Heidelberg Bädern betrieben wird, an dem Projekt teilnehmen.
  • Weitere Angebote für Familien (z.B. ein Kleinkindbecken mit Spielgeräten) sind in Prüfung.
  • Die Personalsituation wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten optimiert. Dazu sind verschiedene Maßnahmen in Prüfung. Zudem ist geplant, das Bäder-Team unter anderem durch Aus- und Fortbildungen weiterzuentwickeln.