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Kapitel einzeln

Stadtwerke Heidelberg Energie

Voller Energie
für den Klimaschutz

Mein Name ist Amélie Wippern. Auch im Corona-Jahr 2020 habe ich mich dafür einge setzt, dass es mit der Elektromobilität vorangeht – zum Beispiel durch neue Lade säulen. Und komfortable Services.
Läuft!

Stadtwerke Heidelberg

Energie

Die Stadtwerke Heidelberg Energie sind zuständig für die Beschaffung von Energie und die Lieferung von Strom, Erdgas und Fernwärme. Ihren Kunden bieten sie zudem zahlreiche Energiedienstleistungen an. Durch ihre Services rund um das Ökostrom-Produkt heidelberg KLIMA ermöglichen sie außerdem den sparsamen Einsatz von Energie. Mit dem Kundenzentrum und dem ENERGIEladen sind sie erster Ansprechpartner für die Energiekunden. Die Gesellschaft ist außerdem für energiewirtschaftliche Grundsatzfragen zuständig. Ende 2020 zählte sie 90 Beschäftigte.

UNSER UMFELD

Energiewirtschaft und bundesdeutscher Erzeugungsmix

Das Energiejahr 2020 war in erheblichem Maß von der Corona-Situation geprägt. Die Nachfrage nach Energie ging vor allem während der nationalen Lockdowns im Frühling und im Winter zurück. Gleichzeitig sanken die Preise für Erdgas und andere Energieträger. Im Strombereich wurden durch diese Effekte vor allem Kohlekraftwerke aus der Merit-Order gedrängt – das ist die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke zur Stromerzeugung mit dem Ziel, die Kraftwerke mit den niedrigsten Grenzkosten einzusetzen und damit den Strom so günstig wie möglich zu erzeugen.

Die Folgen dieser Entwicklungen waren geringere Börsenstrompreise und verminderte Emissionen. Der Ausstoß an Treibhausgasen sank Corona-bedingt um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung – also dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt – lag 2020 erstmals bei über 50 (Vorjahr: 46) Prozent. Die Windkraft war mit einem Anteil von 27 Prozent an der Stromerzeugung wieder die wichtigste Energiequelle. Der hohe Anteil der erneuerbaren Energien ist zum einen auf günstige Windbedingungen und eine hohe Zahl an Sonnenstunden, zum anderen auf den geringeren Strombedarf in der Wirtschaft zurückzuführen.

CO-Emissionen

aus Heiz- und Kraftstoffen

haben ab jetzt einen

Preis

CO₂-Handel

Seit Beginn des Jahres 2021 wird in Deutschland ein Preis für die CO2-Emissionen auf Heiz- und Kraftstoffe erhoben. Grundlage ist das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz – BEHG). Während der Einführungsphase bis 2025 werden die Preise für Emissionszertifikate staatlich festgelegt. Der Preis für eine Tonne CO2 liegt 2021 bei 25 Euro und soll bis 2025 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne steigen. Vorgesehen ist, dass die Zertifikate 2026 erstmals in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro versteigert werden. Danach sollen sie voraussichtlich frei am Markt gehandelt werden. Die Preise bestimmen sich dann durch Angebot und Nachfrage. Die Gesamtmenge der Zertifikate und damit die maximale Menge an Emissionen in den Bereichen Wärme und Verkehr soll in Orientierung an den Klimazielen begrenzt werden.

Klimaschutzziele erhöht

Zudem hat die EU Ende 2020 beschlossen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 nicht nur um 40, sondern um mindestens 55 Prozent zu reduzieren. Ergänzend hat ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im April 2021 dazu geführt, dass auch die Bundesregierung im Mai 2021 einen neuen Entwurf für ein Klimaschutzgesetz vorlegt hat. Demnach sollen die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 Prozent und bis 2040 um 88 Prozent sinken.

Ende 2020 stellte der Bund Mittel zur Förderung der Elektromobilität zur Verfügung. Die Nachfrage danach war so hoch, dass sie im Frühjahr 2021 aufgestockt wurden.

Bund fördert Elektromobilität Ende 2020. Förderungen aufgrund hoher Nachfrage in 2021 aufgestockt.
Bund fördert Elektromobilität Ende 2020. Förderungen aufgrund hoher Nachfrage in 2021 aufgestockt.

Ende 2020 stellte der Bund Mittel zur Förderung der Elektromobilität zur Verfügung. Die Nachfrage danach war so hoch, dass sie im Frühjahr 2021 aufgestockt wurden.

Push für die Elektromobilität

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2030 mindestens sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren und gleichzeitig eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Fördermaßnahmen wie Kaufprämien, Steuervergünstigungen und Zuschüsse zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur sollen Impulse geben, um diese Ziele zu erreichen. Der Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung sieht die Einrichtung von 50.000 öffentlichen Ladepunkten bis Ende 2022 vor. Auch private Lademöglichkeiten werden gefördert: Seit Ende 2020 stellt die KfW dafür Mittel zur Verfügung. Weil das auf 200 Millionen Euro angesetzte Fördervolumen innerhalb kurzer Zeit vergriffen war, stockte der Bund das Fördervolumen im Februar 2021 auf 400 Millionen Euro auf.

30-Punkte-Plan für Klimaschutz der Stadt Heidelberg

Ende 2019 hat der Gemeinderat mit dem 30-Punkte-Aktionsplan für Klimaschutz 30 prioritäre Klimaschutz-Maßnahmen definiert, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Die Stadtwerke Heidelberg sind dabei ein zentraler Partner der Stadt: Viele Maßnahmen aus dem 30-Punkte-Plan sind auch Bestandteil der Energiekonzeption 2020/2030, unserem Plan für die Energiewende und den Klimaschutz vor Ort.

Partner

der Stadt beim

30-Punkte-Plan

für Klimaschutz

Dialog vor Ort

Im Sommer 2020 wurde dem Gemeinderat ein erster Umsetzungsbericht durch die Verwaltung vorgelegt und darin auch über den Stand der Maßnahmen bei den Stadtwerken Heidelberg berichtet. Alle unsere Vorhaben liegen gut im Plan. Die Aktivitäten der Stadt und der Stadtwerke Heidelberg werden durch Umweltverbände sowie die Fridays for Future-Bewegung begleitet. Die Stadtwerke Heidelberg stehen mit diesen Partnern im laufenden Dialog. Ende des Jahres 2020 fand eine gemeinsame Best Practice-Konferenz zum Thema grüne Fernwärme statt.

Politische Maßnahmen aufgrund der Corona-Situation

Um die wirtschaftlichen Folgen ihrer Corona-Beschränkungsmaßnahmen abzufedern, hat die Bundesregierung Ende Juni 2020 ein Konjunkturpaket verabschiedet. Ein Bestandteil war die Senkung der Mehrwertsteuer vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Für Strom, Gas oder Fernwärme sank sie von 19 auf 16 Prozent, beim Wasser von sieben auf fünf Prozent. Zudem konnten Kunden, die von den Corona- Schutzmaßnahmen betroffen waren, ihre Zahlungen für Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser stunden lassen. Um dies möglich zu machen, haben wir unsere IT Abrechnungssysteme angepasst.

Die Arbeiten beim Energie- und Zukunftsspeicher gingen voran.

Im Jahr 2020 gingen – von außen nicht sichtbar – beim Energie- und Zukunftsspeicher die Arbeiten an der Be- und Entladetechnik voran.

Die Arbeiten beim Energie- und Zukunftsspeicher gingen voran.

Im Jahr 2020 gingen – von außen nicht sichtbar – beim Energie- und Zukunftsspeicher die Arbeiten an der Be- und Entladetechnik voran.

UNSERE LEISTUNGEN

Transformation der Wärmeversorgung

Unter der Leitung der Energiegesellschaft entwickeln die Stadtwerke Heidelberg die Energiekonzeption 2020/2030 kontinuierlich weiter – unseren Plan, mit dem wir seit 2011 den Klimaschutz in Heidelberg voranbringen. Mehr erneuerbare Energien, mehr Flexibilität im Energiesystem, Energieeffizienz und Energiesparen sind die Eckpfeiler des Konzepts.

Ein Schwerpunkt in der Energiekonzeption 2020/2030 ist die Transformation der Fernwärme hin zur grünen Energie. Im Sektor Wärme geht der Klimaschutz bundesweit nur langsam voran. Der Grund: Um nennenswerte Änderungen zu erreichen, braucht es sehr viele einzelne Hausbesitzer, Verwalter oder Immobiliengesellschaften, die sich jeweils für neue Heiz-Techniken entscheiden. Viel schneller geht die Wärmewende über das Fernwärmenetz: Investitionen in den Klimaschutz, etwa durch den Bau des Holz-Heizkraftwerks im ENERGIEpark Pfaffengrund, erreichen mit einem Mal alle angeschlossenen Haushalte und sind somit besonders effizient.

In den letzten zehn Jahren konnten wir durch unser Holz-Heizkraftwerk, mehrere Blockheizkraftwerke und zuletzt durch einen größeren Anteil CO2-freier Energien am Bezug aus Mannheim den Anteil CO2-freier Wärme auf 50 Prozent steigern. Der Anteil erneuerbarer Energien beträgt dabei über 25 Prozent – zum Nutzen unserer Kunden: Bei der Umstellung auf Fernwärme erhalten sie nun 30 bis 40 Prozent der Hausanschluss-Kosten aus dem Bundesprogramm effiziente Gebäude erstattet.

Klima-

Engagement für

unsere Kunden:

Umstellen auf

heidelberg WÄRME wird zu

30–40 % gefördert

Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Eigenerzeugung sind in Planung bzw. Umsetzung. In den Transformationsplan werden auch die regionalen Aktivitäten einfließen. Dazu zählen Projekte zur Einbindung von Flusswärmepumpen am Rhein sowie Planungen zur Nutzung von Biomasse und Erdwärme.

Energie- und Zukunftsspeicher: Be- und Entladung erfolgreich getestet

Einer der größeren Bausteine aus der Energiekonzeption 2020/2030 ist der Energie- und Zukunftsspeicher in Heidelberg- Pfaffengrund. Die Anlage speichert Fernwärmewasser und puf fer t damit Nachfragespitzen ab. Zudem kann Strom, der an sonnigen oder windreichen Tagen erzeugt wird, durch Power-to- Heat- Anlagen in Wärme umgewandelt und als heißes Wasser darin gespeichert werden.

Das 55 Meter hohe Gebäude erhält eine spannende Architektur und eine bewegliche Gebäudehülle: ein Netz über einer Helix, bestehend aus vielen kleinen Plättchen, die vom Wind bewegt werden und die Sonne reflektieren. Auf dem Dach des Speichers wird es eine Eventgastronomie, ein öffentlich zugängliches Bistro und eine begehbare Dachterrasse geben. Der Energie- und Bewegungspark – eine gemeinsame Planung mit dem Nachbarn adViva – rundet das Angebot für künftige Besucher ab. Mit diesem Konzept wurde der Energie- und Zukunftsspeicher als Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) ausgezeichnet.

Im Jahr 2020 gingen die Arbeiten an der Be- und Entladetechnik des Speichers weiter, um schließlich Testläufe unter verschiedenen Betriebsbedingungen durchzuführen. Zudem wurde eine Powerto- Heat-Anlage aufgebaut und eine Kältezentrale für den ENERGIEpark in Betrieb genommen.

Aufgrund der angespannten Marktsituation in der Baubranche wurden die Materialien und Dienstleistungen für den Stahl-Dachaufbau mit seiner dekorativen Krone, für das Seilnetz und für eine Brücke zwischen dem Nachbarn adViva und dem Energie- und Zukunftsspeicher im Herbst 2020 noch einmal neu ausgeschrieben. Die Eröffnung des Turms ist für Sommer 2022 geplant.

Neue Fernwärmegeneration: das wechselwarme Netz

Die bisherigen Aktivitäten zum Ausbau grüner Wärme nutzen das bestehende Netz und bekannte Verbrennungstechniken, lediglich der Einsatzstoff ändert sich: Holz oder Biomethan werden zur Verringerung des Kohlenstoffeinsatzes genutzt. Noch einen Schritt weiter geht das Projekt Wärmenetze 4.0: Hier werden Fernwärmenetze mit einer niedrigeren Temperatur und auch ein sogenanntes wechselwarmes Netz entstehen, mit dem wir bisher nicht nutzbare Wärmequellen ins Fernwärmesystem integrieren können. Im Rahmen dieses Pilotprojekts entwickelt die Energiegesellschaft aktuell ein Konzept für die Kunden der Zukunft.

Strom wird immer grüner

Nach der offiziellen Stromkennzeichnung 2020 lag der Ökostrom-Anteil im Strommix der Stadtwerke Heidelberg Energie Ende 2019 bei 71,6 (Vorjahr: 68,8) Prozent, während er bundesweit nur 44,3 Prozent betrug.

Die Stromkennzeichnung zeigt jedoch nur, wie ein Energieversorger seinen Strom beschaff t. Möchte man die gesamte Wirkungsreichweite eines Unternehmens abbilden, ist auch die erzeugte Menge an Strom aus erneuerbaren Energien einzubeziehen, die das Unternehmen in das Netz einspeist. Insgesamt erzeugen die Stadtwerke Heidelberg rund vier (Vorjahr: 7) Prozent des Strombedarfs ihrer Kunden vor allem im Holz-Heizkraftwerk sowie in den vier neuen Biomethan- Blockheizkraftwerken, die im Zuge der Energiekonzeption 2020/2030 entstanden sind, sowie über größere PV-Anlagen.

Trotz steigender

Stromnachfrage:

75 % des Bedarfs

aus erneuerbaren Energien

gedeckt

Zusammengerechnet konnten wir so, wie schon im Vorjahr, rund 75 Prozent des Strombedarfs unserer Kunden aus erneuerbaren Energien decken. Zwei Aspekte beeinflussten diese Zahlen: Wegen einer mehrwöchigen Turbinenrevision erzeugte das Holz-Heizkraftwerk weniger Strom als im Vorjahr. Gleichzeitig haben sich mehr Kunden für die Stadtwerke Heidelberg Energie als ihren Stromlieferanten entschieden. Der Stromabsatz erhöhte sich so um etwa 25 Prozent. Absolut gesehen lag die Menge an grünem Strom damit höher als im Vorjahr.

Quantensprung bei der Solarenergie geplant

Die Stadtwerke Heidelberg Energie bauen ihr Solarportfolio kontinuierlich aus und sind der wichtigste Partner der Stadt Heidelberg, wenn es darum geht, deren anspruchsvolle Solarenergie-Ziele zu erreichen. Bis 2025 soll die Solarleistung laut des 30-Punkte-Plans für den Klimaschutz der Stadt Heidelberg um 25 auf insgesamt 43 Megawatt erhöht werden.

Die Zubaupotenziale in Heidelberg werden auf zehn Megawatt geschätzt. Aufgrund der Flächensituation sollen diese Anlagen vorwiegend auf Dächern entstehen.

Fünf bis sieben Megawatt davon werden die Stadtwerke Heidelberg Energie bis 2025 auf Gebäuden der Stadt oder der Wohnbaugesellschaft GGH bauen. Erste Anlagen haben sie schon 2020 installiert, unter anderem eine auf der Großsporthalle im Heidelberg Innovation Park mit einer Leistung von 0,33 Megawatt sowie eine weitere, die im Frühling 2021 in Betrieb ging, mit 0,71 Megawatt auf dem Dach der Rottehalle des Recycling-Hofs in Wieblingen. Insgesamt wurden im Jahr 2020 20 Anlagen mit einer Leistung von 1,5 Megawatt zugebaut. Das ist über vier Mal mehr als im Vorjahr.

Solaranlage auf der Rottehalle des Recyling- Hofs in Heidelberg-Wieblingen – mit einer Leistung von 710 Kilowatt und 2.100 Solarmodulen ist sie unsere größte Aufdach-Anlage.

Größte Aufdachanlage auf der Rottehalle des Recycling-Hofs in Heidelberg-Wieblingen
Größte Aufdachanlage auf der Rottehalle des Recycling-Hofs in Heidelberg-Wieblingen

Solaranlage auf der Rottehalle des Recyling- Hofs in Heidelberg-Wieblingen – mit einer Leistung von 710 Kilowatt und 2.100 Solarmodulen ist sie unsere größte Aufdach-Anlage.

Um das Solar-Ziel der Stadt trotz begrenzter Flächen vor Ort zu erreichen, haben sich die Stadtwerke Heidelberg Energie für ein ergänzendes bundesweites Engagement entschieden: Dazu beteiligten sie sich an der neuen Gesellschaft Trianel Wind und Solar (TWS). Das hatte der Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg unter Vorsitz des Heidelberger Oberbürgermeisters im Juli 2020 beschlossen. Die Ende 2020 gegründete Gesellschaft ist eine Tochter der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Aachen, über die wir schon seit über zehn Jahren mit zahlreichen anderen Stadtwerken kooperieren. Insgesamt 20 Stadtwerke werden darin bundesweit Solar- und Windenergie-Anlagen entwickeln. Der geplante Anteil, der Heidelberg zuzurechnen ist, liegt bei 14 Megawatt bis 2024. Rund 13.000 Haushalte können so mit Strom versorgt werden – das entspricht etwa jedem sechsten Heidelberger Haushalt. Bis 2030 ist über die neue Gesellschaft sogar ein Ausbau für Heidelberg bei Wind- und Sonnenenergie von rund 24 Megawatt vorgesehen.

Quantensprung

bis 2030:

Mindestens 34 Megawatt

mehr Solar- und

Windenergie

Produkte und Services für den Klimaschutz

Für klimabewusste Kunden bieten die Stadtwerke Heidelberg Energie zwei Ökostrom- Produkte an: heidelberg KLIMA mit dem ok-Power-Label sowie den Ökostrom- Klassiker heidelberg GREEN mit dem Grüner- Strom-Label. Wer sich für die Produkte entscheidet, trägt dazu bei, dass sich der Ökostrom-Anteil am Strommix des Unternehmens weiter erhöht. Zudem fördern beide Produkte Initiativen für mehr Klimaschutz. Kunden, die sich für heidelberg GREEN entscheiden, sorgen dafür, dass noch mehr Erneuerbare-Energien- Anlagen entstehen: 19 der insgesamt 20 neuen PV-Anlagen der Stadtwerke Heidelberg aus dem Jahr 2020 wurden mit heidelberg GREEN-Mitteln unterstützt. Ihre Leistung beträgt rund 0,7 Megawatt.

Die heidelberg GREEN-Mittel deckten 18 Prozent der Investitionen für diese Anlagen ab. Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Ökostrom-Kunden kontinuierlich. Ende 2020 waren es 15.800 (Vorjahr: 14.200).

Ergänzend dazu bieten die Stadtwerke Heidelberg Energie ihren heidelberg KLIMA-Kunden viele Services zum Energiesparen an: vom Heizungspumpentausch über Energiespar-Beratungen bis hin zu Elektromobilitäts-Dienstleistungen. So werden erneuerbare Energien und Energieeffizienz zum Schutz des Klimas bestmöglich kombiniert.

Ende 2020 gab es rund 100 Ladepunkte in Heidelberg.

Ende 2020 gab es rund 100 Ladepunkte in Heidelberg.

Ende 2020 gab es rund 100 Ladepunkte in Heidelberg.

Ende 2020 gab es rund 100 Ladepunkte in Heidelberg.

Elektromobilität für die Region

Der Ausbau der Elektromobilität ist ein großes Anliegen der Stadtwerke Heidelberg und Teil ihrer Energiekonzeption 2020/2030. Für Ende 2020 hatten sich die Stadtwerke Heidelberg Energie zusammen mit der Stadt Heidelberg das Ziel gesetzt, dass es 150 Ladepunkte in Heidelberg gibt. Ende 2020 lag ihre Anzahl bei fast 100. Die Stadtwerke Heidelberg selbst boten Ende 2020 insgesamt 61 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte an 23 Standorten in Heidelberg und der Region an.

In den vergangenen Jahren konnten verschiedene Fördermittel für den Ausbau der Ladeinfrastruktur gewonnen werden, die sukzessive verbaut werden. Weitere Förderanträge laufen noch. Leider gestaltet es sich langwieriger als ursprünglich gedacht, das Einverständnis der Grundstückseigentümer für Standorte im halböffentlichen Raum zu erhalten. Da die Vorarbeiten jedoch weit gediehen sind, gehen wir davon aus, das Ausbau-Ziel für die Ladestationen in 2021 zu erreichen.

Neue

Ladestationen

mit zahlreichen

Partnern aufgebaut

Standorte im öffentlichen Raum suchen wir gemeinsam mit der Stadt Heidelberg. Da solche Plätze in Heidelberg aber begrenzt sind, sind zudem Standorte von Dritten interessant, die gleichzeitig für die Öffentlichkeit zugänglich sind, wie Parkhäuser, Parkplätze von Supermärkten oder Flächen von Wohnbauunternehmen. Dazu kooperieren wir mit zahlreichen Partnern: zum Beispiel mit der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz Heidelberg (GGH) oder der ABB-Niederlassung in Heidelberg-Pfaffengrund.

Die Leistung der Ladesäulen, die im Bestand installiert werden, sind durch die vorhandenen Netzanschlüsse bzw. Transformatoren begrenzt. Ende des Jahres 2020 ging am Heidelberger Zoo eine besondere Ladesäule in Betrieb, die diese Herausforderung löst: Obwohl die Zooanlage und die Ladestation über einen gemeinsamen Hausanschluss laufen, können an allen vier Ladepunkten E-Fahrzeuge gleichzeitig aufladen, ohne die verfügbare Stromleistung zu überschreiten. Möglich macht dies ein dynamisches Lademanagement: Das Ladesystem ermittelt kontinuierlich den aktuellen Verbrauch der ladenden Elektrofahrzeuge und speist nur die verfügbare Menge an Strom ein. Wenn der Stromverbrauch des Zoos in der Nacht sinkt, steht den Elektrofahrzeugen mehr Strom zur Verfügung. Steigt der Bedarf wieder, laden sie mit weniger Strom. Das Netz wird damit nicht überlastet. Das dynamische Lademanagement verteilt die Leistung zudem optimal auf alle zu ladenden Elektrofahrzeuge.

Damit Elektromobilität wirklich umweltfreundlich ist, braucht sie Ökostrom. Deshalb erhalten alle Nutzer von E-Mobilen an den Ladesäulen der Stadtwerke Heidelberg Ökostrom mit dem hochwertigen ok-Power-Label – unabhängig davon, bei wem sie Ladekunde sind.

Elektromobilität:

klimaschonend nur

mit Ökostrom

Im Herbst 2020 haben die Stadtwerke Heidelberg Energie mit der MVV Energie aus Mannheim und der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) das Ladenetzwerk TENK gegründet.

Gründung des Ladenetzwerks TENK
Gründung des Ladenetzwerks TENK

Im Herbst 2020 haben die Stadtwerke Heidelberg Energie mit der MVV Energie aus Mannheim und der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) das Ladenetzwerk TENK gegründet.

Produkte und Services für Elektromobilität

Um den Zugang zu Ladesäulen zu vereinfachen, haben die Stadtwerke Heidelberg Energie mit der MVV aus Mannheim und den Technischen Werken Ludwigshafen (TWL) im Herbst 2020 das Ladenetzwerk TENK gegründet. Über das TENK-Netzwerk stehen Privat- und Gewerbekunden über 180 Ladepunkte in der Rhein-Neckar-Region zur Verfügung. Auch hier ist ein Ausbau geplant.

Um das Laden möglichst komfortabel zu gestalten, zeigt die Stadtwerke Heidelberg- App »für dich« an, wo die nächste verfügbare Lademöglichkeit in der Region ist. Über die App lassen sich Ladevorgänge auch starten und zahlen.

Parallel zum Ausbau der öffentlichen und halböffentlichen Ladestationen steigt auch die Nachfrage nach Lademöglichkeiten im privaten Bereich. Seit Mai 2020 bieten die Stadtwerke Heidelberg Energie daher Wallboxen für Einfamilienhäuser an. Für Gewerbekunden und Hausverwaltungen erstellt das E-Mobility-Team individuelle Angebote.

Darüber hinaus kooperieren wir mit dem Umweltschutzverein Ökostadt Rhein-Neckar bei einem Verleihangebot für Pedelecs und Lastenräder und fördern den Kauf von Pedelecs bei Abschluss eines Ökostrom-Tarifs. Im August 2020 begannen die Stadtwerke Heidelberg Energie zudem mit dem Verleih von Pedelecs an Lieferdienste. Im Jahr 2021 soll er weiter ausgebaut werden. Zudem haben wir uns das Ziel gesetzt, bis zu zehn Ladestationen für Pedelecs in Heidelberg zu errichten.

Im Juni 2020 haben wir mit unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner fünf Pedelecs samt Anhänger an Wohlfahrtsverbände überreicht – zur Unterstützung deren Arbeit bei der Versorgung und Begleitung vieler hilfsbedürftiger Menschen.

Fünf Pedelecs samt Anhänger zur Unterstützung bei der Versorgung und Begleitung hilfsbedürftiger Menschen an Wohlfahrtsverbände überreicht.
Fünf Pedelecs samt Anhänger zur Unterstützung bei der Versorgung und Begleitung hilfsbedürftiger Menschen an Wohlfahrtsverbände überreicht.

Im Juni 2020 haben wir mit unserem AufsichtsratsvorsitzendenOberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner fünf Pedelecs samt Anhänger an Wohlfahrtsverbände überreicht – zur Unterstützung deren Arbeit bei der Versorgung und Begleitung vieler hilfsbedürftiger Menschen.

Kunden als Partner in der Energiewende

Kälteerzeugung immer wichtiger

Immer mehr Kunden möchten nicht nur Energie beziehen, sondern auch Strom und Wärme effizient und klimaschonend selbst erzeugen. Diesen Prosumern, also Konsumenten und gleichzeitigen Produzenten, bieten wir dazu passende Energieservices an: heidelberg ENERGIEDACH umfasst die Planung, den Bau und auf Wunsch auch die Wartung einer Solaranlage auf dem Dach der eigenen Immobilien. Bei heidelberg ENERGIEDACH premium wird zusätzlich ein Batteriespeicher integriert, der es ermöglicht, mehr Sonnenstrom vom eigenen Dach selbst zu nutzen. Mit dem Service-Paket heidelberg MIETERSTROM können auch Mieter Strom vom Dach des Hauses beziehen, in dem sie wohnen.

Das Geschäftsfeld Wärme-Services stellt Lösungen für eine dezentrale Wärmeversorgung zur Verfügung: Mit heidelberg ERDGAS WÄRMESERVICE errichten und betreiben wir Heizzentralen, kombinierbar mit Solaranlagen, für Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Der Energieverbrauch für Klimatisierung und Kühlung steigt stetig. Daher bietet die Energiegesellschaft den heidelberg KÄLTESERVICE auf Basis hocheffizienter Techniken an. In den letzten Jahren gingen erste Kältezentralen in Betrieb. Dazu gehört eine mobile Version, die 2019 den Betrieb im Heidelberg Innovation Park (hip) aufnahm. Seit ihrer Inbetriebnahme versorgt die Kältezentrale das Business Development Center Heidelberg (BDC HD) als ein Zentrum für Hightech-Unternehmen, die erste Ausbaustufe eines Rechenzentrums sowie weitere Baufelder des entstehenden neuen Gewerbegebiets für die Industrie 4.0. Voraussichtlich Anfang 2022 wird die Anlage durch eine stationäre Kältezentrale mit einer Leistung von 6,6 Megawatt im Technikturm des hip-Parkhauses ersetzt, die das Gebiet dann großflächig mit Kälte versorgen wird.

Weitere

Kälte-Anlagen

in 2020 geplant

Im Jahr 2020 ist es gelungen, weitere Kunden für den Anschluss an die Anlage zu gewinnen. Zudem erhielten wir Ende des Jahres in einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur den Zuschlag für den Bau eines Blockheizkraftwerks mit einer Leistung von 1,2 Megawatt. Damit können wir am Standort Wärme produzieren und sie mittels einer Absorptionsanlage in Kälte umwandeln.

Eine weitere Anlage mit einer Leistung von fünf Megawatt steht im Passivhaus-Stadtteil Bahnstadt auf dem Plan. Ende 2020 wurde der Bauantrag eingereicht. Die Anlage wird die Baufelder am Europaplatz, das Konferenzzentrum sowie einen Gewerbebetrieb versorgen. Anfang 2022 soll sie in Betrieb gehen.

Auszeichnung beim Energiewende Award

Ende August 2002 wurden die Stadtwerke Heidelberg erneut beim Energiewende Award in der Kategorie Strom ausgezeichnet. Pluspunkte brachten unter anderem die Photovoltaik-Services sowie die E-Mobility- Angebote ein. Positiv wurde außerdem bewertet, dass wir zertifizierte Ökostrom- Produkte mit den hochwertigen ok-Powerund dem Grünen Strom-Labeln anbieten. Insgesamt konnten wir einen Großteil der untersuchten Qualitätskriterien in der Kategorie Strom abdecken und so im vierten Jahr hintereinander einen Platz unter den Besten erreichen.

Energiewende Award 2020

Online-Angebote für unsere Kunden in Zeiten von Social Distancing

Im Corona-Jahr 2020 waren Online-Angebote wichtiger denn je, um den Kontakt mit den Kunden sicherzustellen. Wir haben daher über alle unsere Kommunikationskanäle hinweg den Zugang zu unserem Online-Portal und zu weiteren Service-Angeboten auf unserer Homepage vermittelt. Zudem haben wir in unserer App »für dich« eine Unterstützerseite eingerichtet, die auf verschiedene Initiativen von und für Nachbarn oder für lokale Händler verlinkt.

Ersten Platz

im Promotional Gift

Award erhalten

Im Juli 2020 veranstaltete die Energiegesellschaft in Kooperation mit dem Theater und Orchester Heidelberg außerdem den #Kulturabend auf dem Heidelberger Schloss. Tausende Kunden und Partner verfolgten das gestreamte Livekonzert über die sozialen Medien. Als besonderes Geschenk erhielten unsere Kunden mit einem Stadtwerke Heidelberg-Theater- Abo vorab ein Überraschungspaket. Darin enthalten: ein Aufsteller mit Blick auf die Neckarstadt mit einem Audio-Verstärker in Form einer Handyhalterung aus Holz sowie ein Piccolo für den entspannten Genuss. Ende des Jahres 2020 brachte uns das Päckchen beim Promotional Gift Award 2021 den ersten Platz in der Kategorie Best Practice ein.

In Zeiten von Social Distancing haben wir unsere Partner und Kunden zum Online-#Kulturabend eingeladen.

In Zeiten von Social Distancing haben wir unsere Partner und Kunden zum Online-#Kulturabend eingeladen.

Kunden befragt,

Serviceleistungen

optimiert

Kunden befragt

Im Jahr 2020 haben wir 500 Kunden befragt, die gewechselt hatten oder angaben, wechseln zu wollen: Die Fragen zielten auf ihre Motivation zum Wechsel sowie auf Verbesserungsoptionen unserer Leistungen. Auf Basis der Ergebnisse haben wir unsere Kundenservices optimiert.

Entwicklung der Preise

Die Strompreise in der Grundversorgung der Stadtwerke Heidelberg sind zu Beginn des Jahres 2021 gesunken, obwohl staatliche Umlagen und Abgaben sowie die Netznutzungsentgelte gestiegen waren. Diese Preisbestandteile sind für rund drei Viertel des Strompreises verantwortlich. Preisregulierend wirkte sich aus, dass die Bundesregierung die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz – die EEG-Umlage – für die nächsten beiden Jahre gedeckelt hatte. Wegen gestiegener Netznutzungsentgelte beim vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber erhöhte sich jedoch der Arbeitspreis. Gleichzeitig waren die Marktpreise für Strom aufgrund einer Corona-bedingt geringeren Nachfrage gesunken. Diese kostenreduzierenden Effekte konnten wir an unsere Kunden weitergeben. Bei einem Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden pro Jahr sinken die Stromkosten für unsere Kunden somit um rund ein Prozent in 2021.

Beim Gas gleichen die durch die Corona- Situation gesunkenen Beschaffungskosten die gestiegenen Netznutzungsentgelte und die seit Januar 2021 erstmals geltende CO2-Abgabe aus. Dieser Preisbestandteil soll dazu beitragen, Treibhausgase zu minimieren und die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Die Preise in der Grundversorgung der Stadtwerke Heidelberg sind damit auch zum Start des Jahres 2021 stabil geblieben. Bis 2025 soll die CO2-Abgabe sukzessiv steigen – von 25 auf 55 Euro pro Tonne.

Der Grund- und der Arbeitspreis für die Fernwärme, dem Rückgrat für die Energiewende vor Ort, berechnen sich auf Basis transparenter Preisformeln, in die öffentlich zugängliche Preisindices einfließen. Auch bei der Fernwärme gab es zum Start des Jahres 2021 gegenläufige Entwicklungen: Der Arbeitspreis reduzierte sich. Zwar war der Wärmepreisindex gestiegen, aber der Steinkohlepreisindex im stärkeren Maß gesunken. Der Leistungspreis dagegen erhöhte sich, weil der Lohnindex für die Energieversorgung sowie der Investitionsgüterindex gestiegen waren. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einem Anschlusswert von 15 Kilowatt und einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 21.000 Kilowattstunden änderten sich die jährlichen Kosten damit zum Jahresbeginn nicht.

Soweit möglich, hatte das Kundenzentrum im Corona-Jahr 2020 geöffnet – natürlich mit Hygienekonzept zum Schutz von Kunden und Mitarbeitenden.

Kundenzentrum hat im Jahr 2020 mit Hygienekonzept geöffnet
Kundenzentrum hat im Jahr 2020 mit Hygienekonzept geöffnet

Soweit möglich, hatte das Kundenzentrum im Corona-Jahr 2020 geöffnet – natürlich mit Hygienekonzept zum Schutz von Kunden und Mitarbeitenden.

STROM-ABSATZ
ohne Stromhandel (in Mio. kWh)
2020 2019 2018
Privat- und Geschäftskunden 204,7 206,2 225,3
Großkunden 858,6 726,5 593,0
Nachtstromspeicherheizungen 3,9 5,2 6,1
Verbundene Unternehmen 39,7 34,5 32,5
Summe 1.107,0 972,3 856,8
UMSATZ (Tsd. €)¹
Strom 197.398 163.222 140.305

1 | Inklusive Umsätze aus Portfolio-Bewirtschaftung

GAS-ABSATZ
nach Kundengruppen (in Mio. kWh)
2020 2019 2018
Privat- und Geschäftskunden 525,1 565,5 584,6
Großkunden 80,6 63,5 127,2
Weiterverteiler 30,1 36,7 37,9
Verbundene Unternehmen 126,1 129,8 128,3
Summe 761,9 795,5 878,0
UMSATZ (Tsd. €)
Gas 41.386 42.173 42.671

 

FERNWÄRME-ABSATZ
nach Kundengruppen (in Mio. kWh)
2020 2019 2018
Tarifkunden 318,5 321,7 306,4
Großkunden 131,4 144,1 143,5
Verbundene Unternehmen 24,5 28,7 27,5
Summe 474,4 476,9
UMSATZ (Tsd. €)
Gas 42.806 42.717 41.212

 

ERGEBNISSE

Strom: Absatz und Umsatz

Im Jahr 2020 ist die Absatzmenge beim Strom ohne Stromhandel wieder um rund 14 Prozent gestiegen und lag bei 1.107,0 (Vorjahr: 972,3) Millionen Kilowattstunden. Die Veränderung ist insbesondere auf Zugewinne im Großkunden-Segment zurückzuführen. Die Umsatzerlöse (inklusive Stromhandel) stiegen ebenfalls.

Wärme: Absatz und Umsatz

In der Sparte Gas ist ein Absatzrückgang auf 761,9 (Vorjahr: 795,5) Millionen Kilowattstunden zu verzeichnen. Damit sanken auch die Umsatzerlöse. Die Entwicklung ist durch Kundenbewegungen sowie insbesondere durch warme Monate zu Beginn des Jahres 2020 begründet.

In der Sparte Fernwärme ist der Absatz leicht gesunken und betrug 474,4 (Vorjahr: 494,5) Millionen Kilowattstunden. Die Minderung gegenüber dem Vorjahr ist ebenfalls durch wärmere Wintermonate bedingt.

Ausblick

Die Stadtwerke Heidelberg Energie möchten ein führender Anbieter von innovativen und nachhaltigen Produkten bleiben und ihre Marktposition durch attraktive Angebote und faire Preise sichern. Auf der Agenda der nächsten Jahre stehen die Entwicklung von Produkten für den wettbewerblichen Messstellenbetrieb, für das Submetering sowie die Elektromobilität, außerdem von Prosumer-Lösungen sowie Kälte- und Wärmeservices. Im Jahr 2021 wollen wir zudem mit einer regionalen Entwicklungsgesellschaft die Photovoltaik vor allem im Gewerbekundenbereich ausbauen.

In den kommenden Jahren wird die Weiterentwicklung der Energiekonzeption 2020/2030 auf der Agenda bleiben. Die Stadtwerke Heidelberg werden die Stadt Heidelberg wie bisher dabei unterstützen, die Ziele aus dem 30-Punkte-Plan für Klimaschutz zu erreichen. Dazu werden wir geplante Maßnahmen konkretisieren und neue Maßnahmen mit Partnern in der Region entwickeln.

Als großes Projekt wird die Entwicklung von Angeboten und Services rund um das wechselwarme Netz die Gesellschaft beschäftigen. Auf dem Werksgelände an der Kurfürsten-Anlage in Heidelberg-Bergheim wird dazu ein erstes Reallabor aufgebaut, in dem ein wechselwarmes Netz einen simulierten Standardhaushalt versorgt. Aus diesen Erfahrungen lassen sich Techniken für den ersten Rollout im Patrick-Henry-Village ableiten.

Die Weiterentwicklung der Energiekonzeption 2020/2030 baut auf Kooperationen und ist von vielen Dialogen begleitet. Diese Prinzipien werden auch künftig unseren Weg der Energiewende bestimmen.