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Kapitel einzeln

Stadtwerke Heidelberg Energie

Heidelberg LÄDT Klimaschutz.

Klimafreundlich unterwegs sein wird immer einfacher: In ganz Heidelberg entstehen neue E-Ladestationen, leicht bedienbar per App. Die Luft in der Stadt sagt »danke«, und das Klima freut sich über weniger CO2.

Stadtwerke Heidelberg

ENERGIE

Die Stadtwerke Heidelberg Energie sind als Vertriebsgesellschaft zuständig für die Beschaffung von Energie und die Lieferung von Strom, Erdgas und Fernwärme. Ergänzend haben sie zahlreiche Energiedienstleistungen im Angebot, mit denen Kunden selbst zum Energieerzeuger werden können. Durch ihre Services rund um das Ökostrom-Produkt heidelberg KLIMA ermöglichen sie außerdem den sparsamen Einsatz von Energie. Mit dem Kundenzentrum und dem ENERGIEladen sind sie erster Ansprechpartner für die Energiekunden. Die Gesellschaft ist außerdem für energiewirtschaftliche Grundsatzfragen zuständig. Ende 2019 beschäftigte sie 77 Personen.

Unser Umfeld

Im Jahr 2019 rückte der Klimaschutz verstärkt in das öffentliche Bewusstsein. Die Fridays-for-Future-Bewegung organisierte weltweit Proteste. Die Betroffenheit der Jugend trug maßgeblich zu verstärkten Debatten in Politik und Gesellschaft bei. Als Folge beschloss das Bundeskabinett am 9. Oktober 2019 ein Maßnahmenpaket zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, das Klimaschutzprogramm 2030: Das Programm umfasst Klimaschutz-Etappenziele bis 2030 und sieht die Einführung eines nationalen CO2-Emissionshandels mit zunächst festen Preisen ab 2021 vor. Die Einnahmen daraus sollen in Entlastungen für die Bürger sowie in Investitionen für den Klimaschutz fließen. Ergänzend ist geplant, Emissionsziele pro Sektor in einem Klimaschutzgesetz festzuschreiben und die Eignung der Maßnahmen zur Zielerreichung regelmäßig zu überprüfen. Erfüllt ein Sektor seine gesetzlichen Ziele nicht, wird die Bundesregierung ein Sofortprogramm zur Nachsteuerung vorlegen.

Die EU hat ebenfalls, im Dezember 2019, ein Maßnahmenpaket für den Klimaschutz vorgestellt, den europäischen Green Deal. Ziel dieses Programms ist es, dass Europa bis 2050 klimaneutral wird. Parallel dazu wurden das CO2-Minderungsziel für 2030 (Basis: 1990) von 40 auf 50 bis 55 Prozent erhöht. Die Ziele sollen in einem Klimaschutzgesetz festgeschrieben werden. Der genaue Fahrplan, welche Maßnahmen in der EU dafür ergriffen werden müssen, soll im Sommer 2020 vorgestellt werden. Ein Bestandteil des Green Deals ist außerdem der Just Transition Mechanism der Regionen, die wirtschaftlich stark von CO2-intensiven Produktionen abhängen, beim Wandel hin zur Klimaneutralität unterstützen soll.

30-PUNKTE-AKTIONSPLAN

der Stadt Heidelberg setzt Prioritäten auf dem Weg zur Klimaneutralität

In Heidelberg hat sich die gestiegene gesellschaftliche Bedeutung des Klimaschutzes in einer Fortschreibung des Masterplans 100 % Klimaschutz manifestiert. Der Plan aus dem Jahr 2014 umfasst rund 140 Maßnahmen und hat zum Ziel, dass Heidelberg bis 2050 klimaneutral wird. Mit dem am 21. November 2019 vom Gemeinderat verabschiedeten 30-Punkte-Aktionsplan für Klimaschutz wurden nun 30 Maßnahmen als Prioritäten innerhalb des Masterplans 100% Klimaschutz definiert. Über die einzelnen Maßnahmen entscheidet der Gemeinderat dann jeweils separat. Die Vorschläge betreffen alle Lebensbereiche: von Bauen und Wohnen über Ernährung und Konsum sowie eine naturnahe Stadtgestaltung bis hin zur Mobilität. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Stadtwerken Heidelberg zu: Bis 2025 erhalten alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Versorgungspflicht der Stadtwerke Heidelberg befinden, 100 Prozent grünen, klimaneutralen Strom. Die Stadtwerke Heidelberg stellen bis 2020 allen Fernwärme-Kundinnen und -Kunden 50 Prozent CO2-neutrale Wärme zur Verfügung. Die Fernwärme soll bis 2030 weitestgehend CO2-neutral sein. Geplant ist zudem ein deutlicher Ausbau der Solar­energie. Auch dabei sind die Stadtwerke Heidelberg ein zentraler Partner der Stadt.

Zunehmender Energieverbrauch

Zunehmender Energieverbrauch: Der Energiebedarf zur Kälteerzeugung unter anderem für die Kühlung von Gebäuden ist in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen.

Zunehmender Energieverbrauch

Zunehmender Energieverbrauch: Der Energiebedarf zur Kälteerzeugung unter anderem für die Kühlung von Gebäuden ist in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen.

Energieverbrauch

Der bundesweite Energieverbrauch ging laut der Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen auch im Jahr 2019 wieder zurück. Dafür sorgten aus Sicht der Experten weitere Verbesserungen bei der Energieeffizienz, Substitutionen im Energiemix sowie ein konjunkturell bedingter Rückgang des Energieverbrauchs in der Industrie. Die etwas kühlere Witterung sowie die Zunahme der Bevölkerung wirkte sich zwar leicht verbrauchssteigernd aus, diese Tendenz wurde jedoch durch die Verbrauchssenkungen überkompensiert. Besonders rückläufig war 2019 der Verbrauch an Kohle, während die erneuerbaren Energien weiter zulegen konnten.

BUNDESWEITE
RÜCKGÄNGE

beim Energieverbrauch für Raumwärme und Beleuchtung

Interessant ist ein Blick auf den Energieverbrauch im Bereich der Wärme und Beleuchtung: In den vergangenen zehn Jahren (Basis: Ende 2018) ist der Raumwärmebedarf nach Erhebungen der AG Energiebilanzen temperaturbereinigt um zwei Prozent zurückgegangen, ohne Berücksichtigung des Temperatureffekts um 17 Prozent. Bei der Beleuchtung betrug die Reduzierung 14 Prozent. Zuwächse von sechs bzw. 30 Prozent gab es dagegen beim Warmwasser bzw. bei der Kälte. Für die Informationsund Kommunikationstechnik wurden 1,6 Prozent mehr Energie benötigt.

Bundesdeutscher Erzeugungsmix

Im Sektor Strom ist der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland weiter gestiegen. Im Jahr 2019 betrug der Anteil an erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung für die öffentliche Stromversorgung (ohne Eigenverbrauch für die Kraftwerke und für Betriebe) laut Fraunhofer ISE 46 (Vorjahr: 40) Prozent. Das Gros davon wurde 2019 durch volatile Energiequellen erzeugt: 24,6 (Vorjahr: 20,4) Prozent des Stroms in Windkraft-Anlagen, 9,0 (Vorjahr: 8,4) Prozent aus Photovoltaik-Anlagen.
Einen fast gleich hohen Anteil wie der Strom aus der Sonne hatte in 2019 mit 8,6 (Vorjahr: 8,3) Prozent der Strom aus Biomasse. Die Wasserkraft lag bei 3,8 (Vorjahr: 3,3) Prozent.

BUNDESWEITE
ZUNAHME

beim Energieverbrauch für Warmwasser, Kälte und IT

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg, übernahm es im Oktober 2019 persönlich, den Energie- und Zukunftsspeicher an das Fernwärme­netz anzuschließen.

Anschluss des Energie- und Zukunftsspeichers an das Fernwärme­netz
Anschluss des Energie- und Zukunftsspeichers an das Fernwärme­netz

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg, übernahm es im Oktober 2019 persönlich, den Energie- und Zukunftsspeicher an das Fernwärme­netz anzuschließen.

Transformation der Wärmeversorgung in Heidelberg

Die Stadtwerke Heidelberg Energie sind für die energiewirtschaftlichen Grundsatzplanungen im Gesamtkonzern verantwortlich und entwickeln die Energiekonzeption 2020/ 2030 kontinuierlich weiter – den Plan, mit dem wir seit 2011 den Klimaschutz in Heidelberg voranbringen. Schwerpunkte liegen dabei in der Bereitstellung von immer mehr Ökostrom und immer grünerer, CO2-freier Fernwärme. In diesem Zuge arbeiten wir auch an einer größeren Durchlässigkeit zwischen den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr.

Bei der Erreichung der Heidelberger Klimaschutzziele spielt die Fernwärme eine große Rolle: Denn im Sektor Wärme geht der Klimaschutz bundesweit nur langsam voran, weil der Ersatz älterer Heizungsanlagen jeweils eine Entscheidung des Hausbesitzers für eine neue Investition erfordert. Über die Fernwärme-Infrastruktur erreichen Investitionen in den Klimaschutz dagegen mit einem Mal alle angeschlossenen Haushalte. Klimaschutzmaßnahmen sind in diesem Sektor damit besonders effizient und können schneller umgesetzt werden.

50 %
GRÜNE WÄRME

in Heidelberg
realisiert

Durch den Bau des Holz-Heizkraftwerks im ENERGIEpark Pfaffengrund und von mehreren Biomethan-Blockheizkraftwerken beträgt der Erneuerbare-Energien-Anteil an der Fernwärme bereits 20 Prozent. Ergänzend dazu wurde Anfang des Jahres 2019 die regionale Kooperation wärme.netz.werk zwischen den Stadtwerken Heidelberg Energie und der MVV in Mannheim geschlossen, um verstärkt grüne Wärme im regionalen Kontext zu erschließen. Am 23. Dezember wurde zudem der Beitritt des Ludwigshafener Energieversorgers TWL zur Kooperation bekannt gegeben. Seit Februar 2020 ist die thermische Abfallverwertung der MVV in Mannheim an das regionale Fernwärmenetz angebunden. Zusammen mit unserer Eigenerzeugung beträgt der Anteil grüner Wärme in Heidelberg nun rund 50 Prozent.

Energie- und Zukunftsspeicher am Netz

Einer der größeren Bausteine aus der Energiekonzeption 2020/ 2030 ist der Energie- und Zukunftsspeicher. Die Anlage speichert Fernwärmewasser und ermöglicht es damit, Wärmebezug und die -erzeugung zeitlich zu entkoppeln. So werden auch Leistungsspitzen abgefedert. Zudem kann Strom, der an sonnigen oder windreichen Tagen erzeugt wird, durch Power-­to-Heat-Anlagen in Wärme umgewandelt und als heißes Wasser gespeichert werden. Damit wird das Energiesystem flexibler und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert.

Das 55 Meter hohe Gebäude wird eine spannende Architektur und eine attraktive, bewegliche Gebäudehülle erhalten: ein Netz über einer Helix, bestehend aus vielen kleinen Plättchen, die vom Wind bewegt werden und die Sonne reflektieren. So symbolisiert sie die Bedeutung des Speichers im Energiesystem. Neben einer begehbaren Terrasse auf dem Gebäudedach wird es auch eine Gastronomie mit Platz zum Feiern geben. Der Energie- und Bewegungspark, eine gemeinsame Planung mit dem Nachbarn adViva, rundet das Angebot an Besucher ab. Aufgrund dieses Konzepts wurde der Energie- und Zukunftsspeicher als Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) ausgezeichnet.

VON HÖCHSTER
STELLE

Energie- und Zukunfts-
speicher
ans Fernwärmenetz angeschlossen

Im Jahr 2019 wurde der Energie- und Zukunftsspeicher erstmals mit 20 Millionen Litern Wasser befüllt. Kurz zuvor hatte die interessierte Öffentlichkeit mehrere Tage Zeit, den Turm im Rohbau kennenzulernen. Über 4.000 Menschen nutzten diese Gelegenheit. Im Oktober 2019 hat Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg, den Speicher persönlich an das Fernwärmenetz angeschlossen. In 2020 wird die Anlage den technischen Betrieb aufnehmen. Das Gesamtprojekt soll Ende 2021 abgeschlossen werden.

Immer mehr erneuerbare Energien im Strommix

Der Strommix einzelner Unternehmen wird bundesweit mit einem zeitlichen Versatz von einem Jahr erhoben. Basis ist Paragraf 42 des Energiewirtschaftsgesetzes. Nach dieser offiziellen Stromkennzeichnung, erhoben zum 1. November 2018, lag der Ökostrom-Anteil bezogen auf den Strombedarf aller Kunden der Stadtwerke Heidelberg Energie Ende 2018 bei 68,8 (Vorjahr: 72,3) Prozent. Diese Veränderung erklärt sich durch einen deutlichen Absatzanstieg bei den Großkunden, die sich seltener für Ökostrom entscheiden. Das wirkt sich auf den Strommix des Unternehmens aus. Dennoch liegt der Anteil von Ökostrom am unternehmensweiten Mix im Vergleich hoch: Der bundesweite Anteil erneuerbarer Energien an der Strom­erzeugung wurde zu diesem Zeitpunkt mit 38,2 Prozent angegeben.

Die Stromkennzeichnung nach dem Energiewirtschaftsgesetz bildet jedoch nur die Beschaffung ab. Möchte man die gesamte Wirkungsreichweite eines Unternehmens abbilden, ist auch die Erzeugung zu betrachten. Insgesamt produzieren wir rund sieben Prozent des Strombedarfs unserer Kunden unter anderem in mehreren größeren PV-Anlagen, im Holz-Heizkraftwerk sowie in vier neuen Biomethan-Blockheizkraftwerken, die im Zuge der Energiekonzeption 2020/ 2030 entstanden sind. Insgesamt können wir so gut 75 Prozent des Strombedarfs unserer Kunden aus erneuerbaren Energien decken.

75 % DES
STROMBEDARFS

aller Kunden aus erneuerbaren Energien gedeckt

Angebote zum Schutz des Klimas

Für Kunden, sie sich bewusst für Klimaschutz einsetzen möchten, bieten die Stadtwerke Heidelberg Energie zwei Ökostrom-Produkte an: heidelberg KLIMA mit dem ok-Power-Label sowie den Ökostrom-Klassiker heidelberg GREEN mit dem Grüner-Strom-Label. Für ein Maximum an Klimaschutz sind beide Angebote miteinander kombinierbar. Durch die Entscheidung für diese Produkte können unsere Kunden dazu beitragen, dass der Ökostrom-Anteil im Strommix des Unternehmens noch weiter steigt. So haben die Stadtwerke Heidelberg im Jahr 2019 insgesamt 12 neue PV-Anlagen gebaut, bezuschusst aus heidelberg GREEN-Mitteln, die umgerechnet weitere 60 Haushalte mit Strom aus der Sonne versorgen. In den vergangenen Jahren konnte die Anzahl der Ökostrom-Kunden auf 14.200 (Vorjahr: 12.500) gesteigert werden.

Ergänzend dazu können heidelberg KLIMA- Kunden viele Services zum Energiesparen nutzen: vom Heizungspumpentausch über Energiesparberatungen bis hin zu Angeboten zur Förderung von Elektromobilität. So werden erneuerbare Energien und Energieeffizienz bestmöglich kombiniert – zum Schutz des Klimas.

heidelberg KLIMA mit ok-Power-Label

heidelberg KLIMA mit dem ok-Power-Label ist das Ökostrom-Angebot für umwelt- und klimabewusste Verbraucher.

heidelberg KLIMA mit ok-Power-Label

heidelberg KLIMA mit dem ok-Power-Label ist das Ökostrom-Angebot für umwelt- und klimabewusste Verbraucher.

Services für die Energiewende auch beim Verkehr

Die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr rücken in der Energiewende enger zusammen: Der Verkehr als einer der größten Energieverbraucher kann über Elektromobilität auch vom Umbau der Energiesysteme hin zu mehr erneuerbaren Energien profitieren. Elektromobilität ist außerdem eine Lösung, um lokale Emissionen zu senken und so die Luftqualität in den Städten zu verbessern.

In den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke Heidelberg Energie Services rund um die Elektromobilität entwickelt und bieten ihren heidelberg KLIMA-Kunden verschiedene Vergünstigungen an. Zudem kooperieren wir mit dem Umweltschutzverein Ökostadt Rhein-Neckar bei einem Verleihangebot für Pedelecs und Lastenräder.

Die Stadtwerke Heidelberg Energie engagieren sich mit der Stadt Heidelberg und der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) auch für den Ausbau der Ladeinfrastruktur: Bis Ende 2020 sollen zusammen mit Partnern 150 Ladepunkte in Heidelberg angeboten werden. In den vergangenen Jahren konnten dazu verschiedene Fördermittel gewonnen werden, die nun sukzessive verbaut werden.

In 2019 haben wir an weiteren fünf Standorten zwölf Ladepunkte in Heidelberg aufgebaut. Anfang 2020 haben wir somit 29 Ladepunkte an zwölf Standorten in Heidelberg betrieben. Für das Jahr 2020 stehen rund 100 Ladepunkte in der Umsetzungsliste. Eine Herausforderung besteht darin, geeignete Standorte zu finden. Aufgrund der Parkplatzsituation in Heidelberg stehen leider nur wenige Flächen zur Errichtung von Ladepunkten im öffentlichen Raum zur Verfügung. Wir arbeiten eng mit der Stadt Heidelberg zusammen, um Lösungen zu finden. Im halböffentlichen Raum gestaltet es sich zudem langwieriger als ursprünglich gedacht, das Einverständnis der Grundstückseigentümer zu erhalten. Noch sehen wir jedoch Chancen, zusammen mit weiteren Partnern unser Ziel von 150 Ladepunkten bis Ende 2020 zu erreichen.

KOMFORTABEL
LADEN

via App »für dich«

Bis Frühjahr 2020 konnten E-Mobil-Nutzer kostenlos an den Tanksäulen der Stadtwerke Heidelberg Energie tanken, unabhängig davon, ob sie unsere Kunden waren oder nicht. Im Frühjahr 2020 gab es schließlich ein passendes Abrechnungssystem, sodass die kostenfreie Einführungsphase für die Ladestationen endete. Seither bieten wir die Zusatzvereinbarung heidelberg EMOBIL mit günstigen Ladekonditionen an. Sich registrieren, Ladegänge starten und bezahlen können Kunden unter anderem über unsere App »für dich«. Die App bietet eine Übersicht über die nächstgelegenen Ladepunkte inklusive Verfügbarkeit sowie über alle verfügbaren, zum Ladenetz gehörenden Stationen in der Region.

Ladegänge für E-Mobile starten und bezahlen – ganz einfach mit der App »für dich«. Die App bietet auch eine Übersicht der nächst­gelegenen Ladepunkte inklusive ihrer Verfügbarkeit.

Die App »für dich«
Die App »für dich«

Ladegänge für E-Mobile starten und bezahlen – ganz einfach mit der App »für dich«. Die App bietet auch eine Übersicht der nächst­gelegenen Ladepunkte inklusive ihrer Verfügbarkeit.

Services zur klimaschonenden Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte

Immer mehr Kunden möchten nicht nur Energie beziehen, sondern selbst zum Energieerzeuger werden und durch effiziente Techniken sowie erneuerbare Energien das Klima schützen. Diesen sogenannten Prosumern – Konsumenten und Produzenten gleichermaßen – bieten wir besondere Energieservices an: heidelberg ENERGIEDACH umfasst die Planung, den Bau und auf Wunsch auch die Wartung einer Solaranlage auf dem Dach der eigenen Immobilien. Bei heidelberg ENERGIEDACH premium wird zusätzlich ein Batteriespeicher integriert – für einen höheren Anteil des selbstverbrauchten Stroms. Mit dem Service-Paket heidelberg MIETERSTROM können auch Mieter Strom vom Dach des Hauses beziehen, in dem sie wohnen.

Das Geschäftsfeld Wärme-Services stellt ergänzend Lösungen für eine dezentrale Wärmeversorgung zur Verfügung. Die heidelberg XL WÄRMESERVICES richten sich an Industrie, Kommunen, Gewerbe und die Immobilienwirtschaft. Mit heidelberg ERDGAS WÄRMESERVICE errichten und betreiben wir außerdem Heizzentralen für Wohn- und Gewerbeimmobilien. heidelberg WÄRMEPUMPEN SERVICE versorgt Ein- und Zweifamilienhäuser nachhaltig mit Wärme aus der Umgebungsluft.

KLIMASCHUTZ-
LÖSUNGEN

für den steigenden
Kältebedarf

Die Photovoltaik-Anlage im Dach der denkmalgeschützen ehemaligen Chapel

Im Jahr 2019 wurden neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 0,35 Megawatt gebaut, eine davon integriert ins Dach der denkmalgeschützen ehemaligen Chapel im Mark-Twain-Village.

Die Photovoltaik-Anlage im Dach der denkmalgeschützen ehemaligen Chapel

Im Jahr 2019 wurden neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 0,35 Megawatt gebaut, eine davon integriert ins Dach der denkmalgeschützen ehemaligen Chapel im Mark-Twain-Village.

Da der Energieverbrauch für Klimatisierung und Kühlung in den vergangenen zehn Jahren bundesweit um 30 Prozent gestiegen ist, stellt dieser Sektor einen wichtigen Hebel zur Reduzierung der CO2-Emissionen dar. Die Stadtwerke Heidelberg Energie haben dazu den heidelberg KÄLTESERVICE entwickelt – auf Basis hocheffizienter Techniken und teilweise immer grünerer Fernwärme. Im Jahr 2019 wurden ­mehrere Anlagen geplant und zwei weitere umgesetzt: eine davon ist im ENERGIEpark ­Pfaffengrund entstanden. Zudem wurden im Heidelberg Innovation Park (hip), eine Konversionsfläche der Stadt ­Heidelberg, eine mobile Kälteanlage zur Versorgung des Business Development Center Heidelberg (BDC HD) gebaut. Seit Sommer 2019 ist sie in Betrieb und versorgt dieses hochmoderne Zentrum für Hightech-Unternehmen mit Kälte. Eine weitere Anlage ist für die entstehende Großsporthalle im hip in Planung. Bei beiden handelt es sich um Übergangslösungen, bis die geplante Kältezentrale für das hip in Betrieb geht. Auch im Passiv­hausstadtteil Bahnstadt soll eine Anlage mit einer Leistung von 5.000 Kilowatt zur Versorgung von Baufeldern, des entstehenden Konferenzzentrums sowie eines Ge­werbebetriebs entstehen.

PUSH FÜR DEN
KLIMASCHUTZ

Ausbau der Photovoltaik
auf 7 MW bis Ende 2021
geplant

Energie aus der Sonne nutzen

Die Stadtwerke Heidelberg Energie bauen kontinuierlich ihr Solarportfolio aus. Dazu zählen sowohl Photovoltaik (PV)-Anlagen auf öffentlichen Dächern, die über Mittel aus dem Produkt heidelberg GREEN bezuschusst wurden, als auch solche, die über den Service heidelberg ENERGIEDACH im privaten Bereich errichtet wurden. Im Jahr 2019 kamen insgesamt 20 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 0,35 Megawatt hinzu. Zusammen sparen sie 155 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

In den nächsten Jahren soll der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen verstärkt werden. Bis Ende 2021 ist geplant, die Leistung des Solarportfolios auf sieben Megawatt zu erhöhen. Dazu sind unter anderem drei größere Anlagen geplant: eine auf dem Parkhaus im Heidelberg Innovation Park (hip) mit einer Leistung von 500 Kilowatt, eine weitere mit einer Leistung von 260 Kilowatt auf der Großsporthalle im hip sowie eine dritte mit 250 Kilowatt auf einem Pkw-Carport für 90 Pkw-Stellplätze im Werk Pfaffengrund. Auch auf der neuen Hauptverwaltung, die voraussichtlich im Frühjahr 2021 bezogen wird, soll eine Solaranlage entstehen. Darüber hinaus nutzen die Stadtwerke Heidelberg die Aktivitäten in Neubaugebieten und auf den Konversionsflächen in Heidelberg, um weitere Standorte für größere PV-Anlagen zu identifizieren.

Im Mai 2019 errangen die Stadtwerke Heidelberg den 1. Platz beim Stadtwerke Award in der Kategorie »Energiewende«. Im dritten Jahr hintereinander hatten sie damit einen Platz unter den Besten erreicht.

1. Platz beim Stadtwerke Award in der Kategorie »Energiewende«
1. Platz beim Stadtwerke Award in der Kategorie »Energiewende«

Im Mai 2019 errangen die Stadtwerke Heidelberg den 1. Platz beim Stadtwerke Award in der Kategorie »Energiewende«. Im dritten Jahr hintereinander hatten sie damit einen Platz unter den Besten erreicht.

Prämiert für Energieprodukte und -services

Anfang 2019 haben die Stadtwerke Heidel­berg den Energiewende Award 2019 gewonnen – zum dritten Mal in Folge. Positiv bewertet wurden der Einsatz für ein nachhaltiges Energiesystem und die zahlreichen Produkte sowie Services, mit denen wir unsere Kunden zum Partner in der Energiewende gewinnen.

Kundenservice durch OnlineAngebote

Um unseren Kunden den Zugang zu den nachhaltigen Produkten und Services zu erleichtern und ihnen einen schnellen Zugang zum Unternehmen zu ermöglichen, wurde im Zuge einer Umstellung des Energieabrechnungssystems in 2018 und 2019 auch Online-Produkte und ein Online-Portal aufgebaut. Seit Anfang des Jahres 2019 sind sie am Start und werden gut angenommen.

Entwicklung der Energiepreise für unsere Kunden

Rund drei Viertel des Strompreises werden durch staatliche Umlagen und Abgaben sowie durch Netznutzungsentgelte der Netzbetreiber bestimmt. Die Netznutzungsentgelte sind, noch vor der EEG-Umlage, inzwischen der wichtigste nicht-beeinflussbare Preisbestandteil. Unter anderem dienen sie dazu, die Stromnetz-Stabilität zu sichern. Ab 2020 werden die Netznutzungsentgelte bundesweit schrittweise durch die vorgelagerten Übertragungs-Netzbetreiber angepasst: Die Netzgebiete im Norden, die bisher den größten Teil des notwendigen Netzausbaus für die Energiewende getragen haben, werden ent- und die Netzgebiete im Süden stärker belastet. Die Summe der staatlichen Umlagen und Abgaben stieg zu Beginn des Jahres 2020 ebenfalls. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Steigerung jedoch moderat. Da diese Bestandteile von den Stadtwerken Heidelberg nicht beeinflussbar sind, werden sie seit dem 1. Januar 2020 an die Kunden in der Grundversorgung weitergegeben. Bei einem Privathaushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden pro Jahr stiegen die Stromkosten damit um 4,94 Prozent. Als Alternative bieten wir unseren Kunden günstigere Festpreis-Produkte an.

Auch beim Gas spielen die Netznutzungsentgelte eine entscheidende Rolle bei der Preisbildung für den Endverbraucher. Die staatlichen Umlagen und Abgaben sowie Netznutzungsentgelte als nicht-beeinflussbare Preisbestandteile sind hier für 50 Prozent des Preises verantwortlich. Auch beim Gas stiegen die Netznutzungsentgelte. Gleichzeitig sanken die Beschaffungskosten. Die Gaspreise bleiben daher zum Start des Jahres 2020 stabil.

Der Grund- und der Arbeitspreis für die Fernwärme, dem Rückgrat für die Energiewende vor Ort, werden transparent durch eine veröffentlichte Preisformel berechnet. In diese Formel werden offiziell festgelegte Indizes eingesetzt.

Die Preisformel für den Arbeitspreis beinhaltet zwei Indizes, die beim Statistischen Bundesamt geführt werden: den Zentralheizungs- und den Steinkohleindex. In 2019 hat das Statistische Bundesamt den Zentralheizungsindex aufgelöst. Als Ersatzwert haben die Stadtwerke Heidelberg Energie mit Wirkung zum 1. Januar den Wärmepreisindex eingesetzt. Gleichzeitig wurde der Faktor für den Steinkohleindex gesenkt und derjenige für den Wärmepreisindex im selben Umfang erhöht. Die Anwendung der neuen Preisformel führte zu einem leichten Anstieg des Arbeits- sowie des Grundpreises. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden im Jahr und einer Anschlussleistung von 15 Kilowatt war damit eine Erhöhung der jährlichen Kosten beim Endverbraucher von 1,68 Prozent verbunden.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Strom

In 2019 ist die Absatzmenge beim Strom ohne Stromhandel um rund 13 Prozent gestiegen und lag bei 972,3 (Vorjahr: 856,8) Millionen Kilowattstunden. Die Veränderung ist insbesondere auf Zugewinne im Geschäftskunden-Segment zurückzuführen. Die Umsatzerlöse (inklusive Stromhandel) stiegen ebenfalls.

STROM-Absatz
ohne Stromhandel (in Mio. kWh)
2019 2018 2017
Privat- und Geschäftskunden 206,2 225,3 216,9
Großkunden 726,5 593,0 525,3
Nachtstromspeicherheizungen 5,2 6,1 6,8
Verbundene Unternehmen 34,5 32,5 30,0
Summe 972,3 856,8 779,1

Umsatz (Tsd. €)1
Strom 163.222 140.305 120.853

1 | Inklusive Umsätze aus Portfolio-Bewirtschaftung

Gas-Absatz
nach Kundengruppen (Mio. kWh)
2019 2018 2017
Privat- und Geschäftskunden 565,5 584,6 614,6
Großkunden 63,5 127,2 119,6
Weiterverteiler 36,7 37,9 39,1
Verbundene Unternehmen 129,8 128,3 139,2
Summe 795,5 878,0 912,5

UMSATZ (Tsd. €)
Gas 42.173 42.671 43.816

FERNWÄRME-ABSATZ
nach Kundengruppen (Mio. kWh)
2019 2018 2017
Tarifkunden 321,7 306,4 337,4
Großkunden 144,1 143,5 151,0
Verbundene Unternehmen 28,7 27,0 29,0
Summe 494,5 476,9 517,4

UMSATZ (Tsd. €)
Fernwärme 42.717 41.212 41.330

WÄRME: Erdgas und fernwärme

In der Sparte Gas ist ein Absatzrückgang um 9 Prozent auf 795,5 (Vorjahr: 878,0) Gigawattstunden zu verzeichnen. Damit sanken auch die Umsatzerlöse. Die Entwicklung ist durch Kundenbewegungen begründet.

In der Sparte Fernwärme ist der Absatz leicht gestiegen und betrug 494,5 (Vorjahr: 476,9) Gigawattstunden. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch niedrigere Temperaturen bedingt.

Ausblick

Die Stadtwerke Heidelberg Energie verfolgen weiterhin das Ziel, führender Anbieter von innovativen und nachhaltigen Produkten zu bleiben und ihre Marktposition durch ein attraktives Angebot und faire Preise zu stärken. Dazu entwickeln sie ihre Tarif-Produkt-Struktur kundengerecht weiter und bauen ihre Produkte und Services zum Einsatz von Energie kontinuierlich aus. Auf der Agenda der nächsten Jahre stehen die Entwicklung von Produkten für den wettbewerblichen Messstellenbetrieb und für das Submetering bzw. Energiemonitoring sowie der Ausbau von Dienstleistungen rund um die Elektromobilität, von Prosumer-Lösungen wie z.B. heidelberg ENERGIEDACH oder heidelberg MIETERSTROM sowie Kälte- und Wärmeservices.

Einen wesentlichen Fokus legen die Stadtwerke Heidelberg Energie zudem auf weitere Aktivitäten für das Gelingen der Energiewende zum Schutz des Klimas. Im Jahr 2020 wurde bereits das Ziel realisiert, bis zu 50 Prozent CO2-freie Wärme liefern zu können. Im Zuge des wärme.netz.werk Rhein-Neckar sind weitere Maßnahmen im Hinblick auf grüne Wärme geplant. Darüber hinaus entwickelt die Gesellschaft die Energiekonzeption 2030 mit Planungen für neue Erzeugungsanlagen und Kooperationen für das Gelingen der Energiewende weiter.

Auch in Zukunft werden bei den zahlreichen Aktivitäten der Gesellschaft für die Energiewende und den Klimaschutz vor Ort Kooperationen sowie der Dialog mit der Öffentlichkeit eine zentrale Rolle spielen.