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Stadtwerke Heidelberg

Umwelt

Energie dort erzeugen, wo sie gebraucht wird – die Energiewende läuft dezentral. Denn Dank digitaler Lösungen können wir intelligente Energie-Services wie das heidelberg ENERGIEDACH anbieten. So engagieren sich auch immer mehr Kunden für das Klima. Unsere eigene Erzeugung bauen wir ebenfalls konsequent mit erneuerbaren Energien und hocheffizienter Technik weiter aus.

Roman Altmann
Kaufmännischer Leiter der Richard Wirth Gebäudereinigung. Die Firma erzeugt fast die Hälfte ihres Stroms mit dem heidelberg ENERGIEDACH der Stadtwerke Heidelberg.

Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt bieten Dienstleistungen rund um effiziente und klimaschonende Erzeugungsanlagen für die Versorgung von Immobilien mit Wärme und Strom an. Die wichtigsten Geschäftsfelder sind regenerative Strom­erzeugung, Wärme-Services, Haustechnik und Straßenbeleuchtung. Außerdem kommt der Gesellschaft eine zentrale Rolle bei der Energiekonzeption 2020/ 2030 zu, denn sie plant und baut die Anlagen, mit denen der Konzern künftig 30 bis 40 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugen möchte. Ende des Jahres waren 25 Mitarbeiter dort beschäftigt.

Das Energiejahr 2017

Die Rahmenbedingungen für Energieerzeuger waren 2017 durch die Bestrebungen der Bundesregierung bestimmt, die Kosten für die Energiewende zu senken. Ein Beispiel sind die Vorgaben zur Ausschreibung von Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG): Seit Januar 2017 sind Projektierer von Winde­energie-Anlagen an Land, PV-Anlagen über 750 Kilowatt sowie Biomasse-­Anlagen mit mehr als 150 Kilowatt installierter Leistung verpflichtet, an Ausschreibungen teilzunehmen. Das KWKG gilt für alle Anlagen, die bis 31. Dezember 2022 ans Netz gehen. Wegen dieser neuen Bedingungen wurden die Planungen für ein Gasmotoren-Heizkraftwerk auf einen späteren Zeitraum verschoben. Ende 2017 waren verschiedene Umsetzungsalternativen in der Prüfung. Sonstige Anlagen der Gesellschaft betreffen diese Regelungen nicht, da sich die Strategie nun auf kleinere Anlagen konzentriert.

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Die Stadtwerke Heidelberg haben in den letzten Jahren sechs neue hocheffiziente Blockheizkraftwerke, vier davon mit Biomethan betrieben, neu gebaut. Weitere BHKW sind vor allem zur Versorgung von großen Gebäuden, z.B. der Großsporthalle im Heidelberg Innovation Park, geplant.

Eine weitere Änderung des EEG führt dazu, dass auch der Neubau von Blockheizkraftwerken für den Eigenverbrauch an Wirtschaftlichkeit verliert: Schon mit der EEG-Novelle 2014 wurde eingeführt, dass für den Eigenverbrauch von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ein Umlage-Betrag von 40 Prozent der regulären EEG-Umlage zu zahlen ist. Diese ­Situation hat sich Anfang 2018 verschärft: Seit Jahresbeginn fällt bei KWK-Anlagen, die zur Eigenversorgung genutzt werden, die volle EEG-Umlage in Höhe von 6,792 Cent je Kilowattstunde auf den Eigenverbrauch an. Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt setzen daher beim Ausbau der dezentralen Erzeugung mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung vorrangig auf große objektbezogene Versorgungslösungen, bei denen keine Einspeisung ins Netz erforderlich ist. Geeignete geplante Objekte, die mit Blockheizkraftwerken (BHKW) versorgt werden können, sind die Großsporthalle im künftigen Heidelberg Innovation Park auf der Konversionsfläche Patton Barracks oder das Konferenzzentrum in Heidelberg-Bahnstadt.

2017 beschäftigte die Energiewirtschaft außerdem das Thema Sektorenkopplung, also die durchlässigere Verbindung zwischen den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr als Voraussetzung für eine gelingende Energiewende. Im Laufe des Jahres 2017 wurden verschiedene Studien dazu vorgelegt. Die Stadtwerke Heidelberg verfolgen die Debatte aktiv und setzen mit ihren neuen und geplanten Anlagen die Grundsteine, um diesen Trend für ein zukunftsfähiges Energieversorgungssystem in Heidelberg frühzeitig aufzugreifen. Bausteine dabei sind der geplante Energie- und Zukunftsspeicher inklusive eines kleineren Elektrodenkessels für die Umwandlung von Strom in Wärme.

Energie aus der Region für die Region

Blockheizkraftwerke investiert. Auch die Solarenergie wird sukzessive ausgebaut, hinzu kommt die Erzeugung von Strom und Wärme aus mehreren Blockheizkraftwerken bei ihren Kunden. Das Holz-Heizkraftwerk als größte der Erzeugungsanlagen wurde 2017 wieder im April und im Oktober den jährlichen Revisionen unterzogen. Zwischen diesen beiden Terminen werden regelmäßig Kontrollmessungen nach TÜV-Vorgaben durchgeführt. Außerhalb der geplanten Stillstände lief das Kraftwerk rund um die Uhr.

Zu 25 % selbstgemacht

Zu 25 %
selbstgemacht

Rund 25 % der Wärme erzeugen
wir selbst, 20 % sogar aus
erneuerbaren Energien.

Insgesamt sind die Stadtwerke Heidelberg mit diesen Anlagen schon nah an ihr Ziel herangekommen, 30 bis 40 Prozent der verteilten Wärme selbst zu erzeugen: Ende 2017 haben sie bereits rund 25 Prozent des Fernwärmebedarfs ihrer Kunden selbst produziert, ungefähr 20 Prozent sogar aus erneuerbaren Energien.

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Auf dem Werksgelände Pfaffengrund entsteht der Energie- und Zukunftsspeicher. Im Technik­gebäude daneben bauen die Stadtwerke Heidelberg Umwelt einen Elektrodenkessel – eine Power-to-Heat-Anlage.

Der Ausbau des Energieparks geht nun in die nächste Phase: Im Sommer 2017 fand der symbolische Spatenstich zum Bau des Energie- und Zukunftsspeichers statt, den die Stadtwerke Heidelberg Energie errichten. Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt bauen direkt daneben ein Technikgebäude mit der Infrastruktur zum Be- und Entladen des Speichers sowie einem Nachheizkessel mit einer Leistung von zehn Megawatt. Seine Aufgabe ist es, die Wärme aus dem Speicher nachzuheizen, wenn ihre Temperatur unter derjenigen des Fernwärmevorlaufs liegt. Das Technikgebäude wird auch eine Kältezentrale für die Kälteversorgung der Gastronomie auf dem Wärmespeicher und der weiteren Gebäude im Energiepark beherbergen. Zudem wird dort ein Elektrodenkessel mit einer elektrischen Leistung von vier Megawatt installiert. Weitere Flächen in dem Gebäude sind für einen mittelfristig zu bauenden, 30 Megawatt großen Elektrodenkessel vorgesehen.

Weiter planen die Stadtwerke Heidelberg Umwelt ein Arealnetz, das die Stromerzeuger und -verbraucher auf dem Werksgelände Pfaffengrund miteinander verbinden wird. Damit entfallen künftig die Netzentgelte und staatliche Abgaben sowie Umlagen auf den erzeugten bzw. verbrauchten Strom. Das Arealnetz wird die Wirtschaftlichkeit des Energieparks Pfaffengrund weiter verbessern. Neben dem Technikgebäude soll dazu ein Gebäude mit der Schalt­anlage für das Arealnetz entstehen.

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Energie verbrauchen, wo sie erzeugt wird: Die Mieter der Baugenossenschaft Neu-Heidelberg im Wieblinger Weg 35-37 können Sonnenstrom nutzen, der auf ihrem Hausdach erzeugt wird.

Regenerative Stromerzeugung

Auch Photovoltaik ist ein Baustein der Energiekonzeption 2020/ 2030, mit dem die Stadtwerke Heidelberg ihre Eigenerzeugung weiter ausbauen wollen. Jährlich soll ein Leistungszuwachs von rund 0,3 Megawatt realisiert werden. Auch 2017 wurde dieses Ziel wieder erreicht: Die Gesellschaft hat ihr Solarport­folio um 14 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 0,32 Megawatt erweitert. Dazu zählen sowohl PV-Anlagen auf öffentlichen Dächern als auch solche, die über die Services heidelberg ENERGIEDACH und heidelberg MIETERSTROM im privaten Bereich errichtet wurden. Mit diesen beiden Angeboten geben die Stadtwerke Heidelberg Verbrauchern die Möglichkeit, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen.

Mit heidelberg MIETERSTROM können sogar Mieter Strom vom Dach des Hauses beziehen, in dem sie wohnen – das war lange nur Immobilienbesitzern vorbehalten. Eine technische Grundlage für die beiden Services heidelberg ENERGIEDACH und heidelberg MIETERSTROM sind intelligente digitale Zähler, mit denen die verschiedenen Energieströme – selbsterzeugter, selbstverbrauchter, aus dem Netz bezogener und ins Netz eingespeister Strom – genau abgerechnet werden können. Per App können sich die Nutzer jederzeit einen Überblick über die Stromflüsse sowie die Leistung ihrer Anlage verschaffen. Die neuen PV-Anlagen aus dem Jahr 2017 stellen Sonnenstrom für umgerechnet 75 Haushalte her.

14 neue PV-Anlagen

14 neue
PV-Anlagen

in 2017: Solarstrom für
75 weitere Haushalte

Erstmals wurde 2017 auch eine Photo­voltaik-Anlage mit Batteriespeicher im gewerblichen Bereich errichtet – ein heidelberg ENERGIEDACH premium auf dem Dach der Gebäudereinigungsfirma Richard Wirth. Das Unternehmen kann damit knapp die Hälfte seines Stromverbrauchs decken. Eine größere ­PV-­Anlage mit einer Leistung von 68 Kilowatt peak ging außerdem auf einem ­städtischen Gebäude im Passivhaus-Stadtteil Heidel­berg-­Bahnstadt in Betrieb. Auch auf den Konversionsflächen wurde die Photo­voltaik weiter ausgebaut: Auf dem ­sanierten Gebäude der ehemaligen Mark-Twain-Schule, heute Julius-Springer-­Schule, ging pünktlich zum Start des Schuljahrs 2017/ 2018 eine Anlage mit einer Leistung von 154 Kilowatt peak in Betrieb. Damit wurde schon die zweite PV-Anlage auf den Heidelberger Konversionsflächen realisiert.

Für ihr erstes Mieterstrommodell, umgesetzt für die Baugenossenschaft Neu-Heidelberg, haben die Stadtwerke Heidelberg im Berichtsjahr unter anderem den Deutschen Solarpreis 2017 in der Kategorie Städte, Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke gewonnen.

Dezentrale Wärmelösungen für die Energiewende

Im Geschäftsfeld Wärme-Services bieten die Stadtwerke Heidelberg Umwelt Lösungen für eine dezentrale Wärmeversorgung an. Zusammen mit Planungsbüros und dem regionalen Handwerk entwirft, baut, finanziert und betreibt die Gesellschaft Wärmeerzeugungsanlagen jeder Größenordnung für die Wohnungswirtschaft, für Projektentwickler, Unternehmen, Kommunen sowie für private Immobilienbesitzer in der Metropolregion Rhein-Neckar. Für Industrie, Gewerbe und größere Wohnanlagen bieten sie die heidelberg XL WÄRMESERVICES an.

2017 wurden zwei Anlagen gebaut. Beide kombinieren Gas-Brennwertkessel mit Blockheizkraftwerken. Insgesamt haben die Stadtwerke Heidelberg Umwelt 2017 34 Anlagen in diesem Sektor betreut. Mit heidelberg ERDGAS WÄRMESERVICE errichtet und betreibt die Gesellschaft außerdem seit vielen Jahren Heizzentralen für Wohn- und Gewerbeimmobilien. Im Laufe des Jahres 2017 kamen 15 neue Anlagen hinzu. Ende des Jahres waren 133 Anlagen in Betrieb. Um die Anforderungen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes zu erfüllen, wird der Service wahlweise mit heidelberg ENERGIEDACH angeboten.

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Für ihr Mieterstrommodell im Wieblinger Weg haben die Stadtwerke Heidelberg den Deutschen Solarpreis 2017 gewonnen

Anlagenbestand und Eigenerzeugung Ende 2017

Anlage Anzahl Elektrische Leistung (kW) Thermische Leistung (kW) Stromerzeug-
gung (MWh)
Wärmeerzeu-
gung (MWh)
Neue Anlagen aufgrund der Energiekonzeption 2020 7 7.486 15.620 52.916 106.372
› Erdgas-BHKW 2 1.500 1.640 11.559 11.550
› Biomethan-BHKW 4 3.000 3.280 23.925 23.499
› Holz-Heizkraftwerk 1 2.986 10.700 17.432 71.323
heidelberg XL WÄRMESERVICES 34 922 29.885 3.864 33.595
› Biomethan-/ Erdgas-BHKW 16 535 1.042 1.529 20.444
› Klärgas-BHKW 4 387 500 2.335 3.218
› Kesselanlagen 13 28.273 9.829
› Nahwärme Contracting 1 70 103
heidelberg ERDGAS WÄRMESERVICE 133 9.976 10.541
Photovoltaik-Anlagen 120 4.299 3.501
Summe Anlagen 294 12.707 55.481 56.783 150.508
Haustechnik für Stadt Heidelberg 120 21.508 27.784
Summe 414 12.707 76.989 56.783 178.292

Neu im Angebot: hocheffiziente, klimaschonende Kälte

Die Klimatisierung ist ein immer wichti­gerer Faktor für den steigenden Energie­verbrauch im Gebäudebereich. Deshalb bieten die Stadtwerke Heidelberg als neuen Service die Versorgung mit hocheffizient und klimaschonend erzeugter Kälte an. Ende des Jahres 2017 ging die erste Anlage in dem neu gebauten Kino am Rande des Passiv­haus-Stadtteils Heidelberg-Bahnstadt in Betrieb. In der Grundlast wird die Kälteenergie nahezu klimaneutral aus der Fernwärme erzeugt, die ihrerseits aus nachwachsenden Rohstoffen entsteht. Eine Adsorptionsanlage wandelt sie in Kälte um und stellt so rund 30 Prozent der Energie bereit. Der weitere Bedarf wird über eine hocheffiziente Kompressionskälte-Anlage gedeckt. Ein Pufferspeicher verbessert die Effizienz der Anlage, weil damit häufige kurze Starts vermieden werden.

Für den Heidelberg Innovation Park (HIP) ist vorgesehen, im geplanten Parkhaus neben der künftigen Großsporthalle eine Kältezentrale zu errichten, um einen Großteil der entstehenden Gebäude mit Kälte zu beliefern. Mit dem ersten Kunden wurde bereits ein Vertrag abgeschlossen.

Kino mit Wohlfühlklima

Kino mit
Wohlfühlklima

durch unsere erste Kälte-
Anlage mit eingebautem
Klimaschutz

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Öko auch beim Kühlen: Die erste Kälte-Anlage der Stadtwerke Heidelberg versorgt das neue Luxor-Kino vorwiegend mit Kälte aus Fernwärme, produziert im nahgelegenen Holz-Heizkraftwerk.

Strassenbeleuchtung

Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt sind Eigentümer der Straßenbeleuchtung in Heidelberg und damit zuständig für rund 14.000 Beleuchtungspunkte und 25.000 Leuchtmittel im Stadtgebiet. Mit dem Betrieb der Anlagen sind die Stadtwerke Heidelberg Netze beauftragt. Die Energie für die Lichtlieferung bezieht die Gesellschaft von den Stadtwerken Heidelberg Energie.

Im Jahr 2017 konnte ein Sanierungsprogramm für die Straßenbeleuchtung gestartet werden. Insgesamt 6.500 Leuchten in Heidelberg sollen bis Ende 2020 sukzessive auf moderne, stromsparende Technik umgestellt werden. Das Programm ist eine bedeutende Maßnahme im Masterplan 100% Klimaschutz, mit dem die Stadt Heidelberg bis 2050 nahezu klimaneutral werden möchte. Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt investieren bis zum Abschluss des Modernisierungsprogramms etwa drei Millionen Euro in die neue Beleuchtung.

60 % weniger Energie

60 % weniger
Energie

verbrauchen 6.500
neue LED-Leuchten
für Heidelberg

Um stadtplanerische, beleuchtungstechnische und auch betriebstechnische Aspekte bei der Auswahl der neuen Leuchten zu berücksichtigen, wurden sie zusammen mit Vertretern des Stadtplanungsamtes und verschiedenen Fach­experten getroffen. Die neuen Leuchten haben eine etwas kühlere Lichtfarbe als viele der bisherigen Modelle, und aufgrund des stärker nach unten gerichteten Lichts wirkt sie anders als die bisherige Beleuchtung. In der Lichtleistung übertreffen sie die alten Leuchten jedoch. Gleichzeitig vermindern sie die Erhellung des Nachthimmels und reduzieren durch LED-Lichttechnik den Energieverbrauch. Eine neue Leuchte spart gegenüber den älteren Modellen 60 Prozent Energie ein.

Im Jahr 2017 wurde die Ausschreibung für die neue Beleuchtung abgeschlossen. Im November begannen die Arbeiten in Neuenheim und Handschuhsheim. Da das Thema Straßenbeleuchtung ein hohes öffentliches Interesse hervorruft und das Sicherheitsempfinden beeinflusst, hatten die Stadtwerke Heidelberg dazu aufgerufen, sich mit Hinweisen auf mögliche Optimierungspotenziale bei dem Energieversorger zu melden. Allen Fragen und Hinweisen wurde individuell nachgegangen.

Haustechnik – Serviceleistungen für die Stadt Heidelberg

Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt sind für Betrieb, Erneuerung und Erweiterung von Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen in etwa 200 städtischen Gebäuden zuständig. Künftig wird die Gesellschaft noch die Software betreuen und bei Sanierungen und Neubauten Arbeiten an der eingesetzten Zählertechnik durchführen.

Klimaschutz-Ideen-Preis verliehen

Zum sechsten Mal haben die Stadtwerke Heidelberg Umwelt in 2017 den Klimaschutz-Ideen-Preis an eine Schule vergeben. Die Gesellschaft möchte damit junge Menschen zum Engagement für den Klimaschutz motivieren. Bewerben können sich alle weiterführenden Schulen der Region. Eine unabhängige Jury wählt das Siegerprojekt aus. In 2017 hat die Marie-Baum-Schule aus Heidelberg gewonnen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich mit ihrem Projekt Weltretterdosen beworben, mit dem sie sich für Müllvermeidung und Umweltschutz an ihrer Schule einsetzen. Als Gewinn gab es einen Wander­pokal, Preisgeld sowie einen Ausflug zum Holz-Heizkraftwerk der Stadtwerke Heidelberg.

Klimaschutz-Ideen-Preis 2017

Klimaschutz-
Ideen-Preis 2017

Weltretterdosen
für das Klima

Neue Ausrichtung zum Beginn des Jahres 2018

Im Laufe des Jahres 2017 wurde im Gesamt-Konzern Stadtwerke Heidelberg ein Projekt zur betrieblichen Neuausrichtung durchgeführt. Ein Ziel war es, die vertrieblichen Aktivitäten besser abzustimmen und zu bündeln. Als ein Ergebnis des Projektes wurden die endkundennahen Energiedienstleistungen der Stadtwerke Heidelberg Umwelt aus der Gesellschaft gelöst und in die Stadtwerke Heidelberg Energie integriert. Die Umstellung wurde zum 1. Januar 2018 wirksam. Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt fokussieren sich inhaltlich künftig auf Kraftwerkstechnik sowie kommunale Services inklusive Straßenbeleuchtung.

Investitionen

Die Investitionen der Gesellschaft lagen im Jahr 2017 bei 2,8 (Vorjahr: 2,5) Millionen Euro. Mit 1,2 Millionen Euro entfällt dabei ein Großteil auf die Straßenbeleuchtung, weitere 0,4 Millionen Euro gehen auf Sonderanlagen sowie 0,3 Mil­lionen Euro auf den Bereich Wärme-­Services zurück.

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Die Stadtwerke Heidelberg Umwelt beendeten das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz von 34,4 (Vorjahr: 31,8) Millionen Euro. Mit 15,1 Millionen Euro wird der ­größte Teil der Umsatzerlöse über die Dienstleistungen erwirtschaftet, ­weitere 9,7 Millionen Euro stammen aus der Strom­erzeugung.